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Zylinder bis Zylindermaschine (Bd. 6, Sp. 1052 bis 1053)
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Artikelverweis Zylinder (griech., Walze), im allgemeinsten Sinne die krumme Fläche, die entsteht, wenn man eine krumme Linie und eine Gerade, die diese Kurve schneidet, beliebig annimmt und dann die Gerade längs der Kurve so hinführt, daß sie immer zu sich parallel bleibt. Jede einzelne Lage der bewegten Geraden heißt eine Erzeugende (Generatrix) der Zylinderfläche, die krumme Linie nennt man Leitlinie oder Leitkurve. Der Z. ist geschlossen oder offen, je nachdem die Leitlinie geschlossen oder offen ist. Ist die Leitlinie ein Kreis, so hat man einen Kreiszylinder, und zwar einen geraden, wenn die Erzeugenden auf der Ebene des Kreises senkrecht stehen, sonst einen schiefen. Vielfach versteht man unter einem Z. auch den Körper, der begrenzt wird von einer

[Bd. 6, Sp. 1053]


Zylinderfläche der vorhin beschriebenen Art und von zwei zueinander parallelen Ebenen. Der zwischen diesen Ebenen liegende Teil der Zylinderfläche heißt dann der Mantel oder die Seitenfläche des Zylinders, die betreffenden Stücke der Erzeugenden, die alle parallel und gleich lang sind, die Mantellinien, die beiden auf den begrenzenden Ebenen von der Zylinderfläche ausgeschnittenen Flächenstücke, die einander kongruent sind, heißen Grundflächen oder die eine Grundfläche (Basis), die andre Deckfläche; der senkrechte Abstand der beiden Ebenen ist die Höhe des Zylinders. Der Rauminhalt eines geschlossenen Zylinders ist gleich dem Produkt aus der Höhe und dem Flächeninhalte der Basis; der Flächeninhalt des Mantels wird erhalten, wenn man die Länge einer Mantellinie multipliziert mit der Länge der geschlossenen Kurve, die eine zu den Mantel linien senkrechte Ebene auf dem Z. ausschneidet. Unter Z. schlechthin versteht man gewöhnlich den Körper, der begrenzt wird von einem geraden Kreiszylinder und von zwei zu dessen Erzeugenden senkrechten Ebenen; die Grundflächen sind hier Kreise von gleichem Halbmesser und die Verbindungslinie der Mittelpunkte dieser Kreise ist gleich der Höhe des Zylinders und heißt dessen Achse; man kann sich nämlich diesen Z. auch dadurch entstanden denken, daß man ein Rechteck um eine seiner Seiten als Achse dreht, die der festen Seite des Rechtecks gegenüberliegende Seite beschreibt dann den Mantel, die beiden andern Seiten beschreiben die beiden Grundkreise.
   Massive und hohle Z. finden mannigfache technische Anwendung, so als Walzen zur Ausübung eines Druckes, wie bei dem Walzwerk, der Schnellpresse etc., zur Beschleunigung des Verbrennungsprozesses bei Lampen etc. Im besondern heißt Z. ein röhrenförmiger, einseitig oder beiderseitig geschlossener Hohlkörper, in dem sich ein Kolben dicht anschließend bewegt. In den Z. tritt Dampf, Luft, Wasser etc. unter Druck ein und bewegt den Kolben (Z. der Dampf-, Heißluft-, Gaskraft-, Wassersäulenmaschinen etc.), oder durch den in Bewegung gesetzten Kolben wird Wasser, Luft etc. angesaugt, event. komprimiert und alsdann herausgetrieben (Z. der Pumpen, Gebläse, Kompressoren etc.). Z. auch soviel wie Zugglas (s. Meyers Lampen, S. 84) und soviel wie Meyers Zylinderhut (s. d.).
 
Artikelverweis 
Zylinderbohrmaschine, s. Tafel Meyers »Bohrmaschinen«, S. I.
 
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Zylinderbureau, durch eine Rollklappe verschließbarer Schreibtisch.
 
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Zylindergebläse, s. Meyers Gebläse.
 
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Zylinderhemmnug, s. Tafel Meyers »Uhren II«, S. III.
 
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Zylinderhut, s. Meyers Hut, S. 674 f.
 
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Zylinderinduktor, s. Meyers Elektrische Maschinen, S. 634.
 
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Zylinderkessel, s. Tafel Meyers »Dampfkessel I«, S. I.
 
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Zylindermange (Walzenmange), s. Meyers Mange und Meyers Kalander.
 
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Zylindermantel, bei Dampfmaschinen die Bekleidung des Dampfzylinders mit Blech (früher auch mit Holz). Darunter befindet sich ein die Wärme schlecht leitendes Material oder eine Luftschicht.
 
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Zylindermaschine, soviel wie Kalander, auch eine Elektrisiermaschine und eine Buchdruckschnellpresse; bei Blechblasinstrumenten eine Art der Meyers Pistons (s. d.).

 

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