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Zykloparaffine bis Zylindergebläse (Bd. 6, Sp. 1052 bis 1053)
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Artikelverweis Zykloparaffine, s. Meyers Karbozyklische Verbindungen.
 
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Zyklopen, s. Kyklopen.
 
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Zyklopīe (besser Synophthalmie, griech., »Einäugigkeit«), Mißbildung, bei der die Nase völlig fehlt und in der Nasenwurzelgegend sich eine einzige Augenhöhle mit einem verkümmerten oder einem normalen Augapfel oder mit doppeltem verkümmerten Augapfel befindet.
 
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Zyklorāma (griech.), s. Panoroma.
 
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Zyklostōmen, s. Meyers Rundmäuler.
 
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Zyklotherapie (griech.), die Verwendung des Radfahrens, unter Umständen einer Betätigung an fahrradähnlich gebauten heilgymnastischen Apparaten zur Behandlung von Krankheiten. Vgl. Fahrrad, S. 275 (Hygienisches).
 
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Zyklus (griech. kyklos, »Kreis, Zirkel«, Zykel), eine wiederkehrende Reihenfolge von Jahren, nach deren Ablauf gewisse Zeitverhältnisse oder Erscheinungen sich stets erneuern oder wiederholen. Ein und derselbe Z. zwei- oder mehreremal wiederholt bildet eine Periode (s. d.). Die drei hauptsächlichsten Zyklen, die in den Daten alter Urkunden vorkommen, sind der Sonnenzyklus, Mondzyklus und Indiktionszyklus. Über den Sonnenzyklus (cyclus solaris oder concurrentium, Sonnenzirkel, Z. des Sonntagsbuchstabens) sowie über den Mondzyklus (Z. von 19 Jahren, cyclus lunaris, c. decemnovennalis, Z. der goldenen Zahl) s. Meyers Kalender. Die Einführung des Mondzyklus in die kirchlichen Zeitrechnungen wird gleich der des Sonnenzyklus Dionysius dem Kleinen zugeschrieben, der auch das Jahr vor Christi Geburt zum ersten dieses Z. bestimmte. Osterzyklus (cyclus paschalis, canon paschalis, circulus paschae, periodus Victoriana, periodus Dionysiana) oder großes Jahr (annus magnus) heißt eine aus Sonnen- und Mondzyklus kombinierte Periode von 2819 = 532 Jahren, nach deren Verlauf Wochentage und Mondphasen wieder in dasselbe Verhältnis zueinander und zu den Monatsdaten treten wie vordem, so daß also der gesamte Kalen der in seine alte Ordnung wieder zurückkehrt. Indiktionszyklus, s. Meyers Indiktionenzirkel. In Verbindung mit dem 19jährigen Mondzyklus steht der Epaktenzyklus (s. Meyers Epakten).
 
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Zylinder (griech., Walze), im allgemeinsten Sinne die krumme Fläche, die entsteht, wenn man eine krumme Linie und eine Gerade, die diese Kurve schneidet, beliebig annimmt und dann die Gerade längs der Kurve so hinführt, daß sie immer zu sich parallel bleibt. Jede einzelne Lage der bewegten Geraden heißt eine Erzeugende (Generatrix) der Zylinderfläche, die krumme Linie nennt man Leitlinie oder Leitkurve. Der Z. ist geschlossen oder offen, je nachdem die Leitlinie geschlossen oder offen ist. Ist die Leitlinie ein Kreis, so hat man einen Kreiszylinder, und zwar einen geraden, wenn die Erzeugenden auf der Ebene des Kreises senkrecht stehen, sonst einen schiefen. Vielfach versteht man unter einem Z. auch den Körper, der begrenzt wird von einer

[Bd. 6, Sp. 1053]


Zylinderfläche der vorhin beschriebenen Art und von zwei zueinander parallelen Ebenen. Der zwischen diesen Ebenen liegende Teil der Zylinderfläche heißt dann der Mantel oder die Seitenfläche des Zylinders, die betreffenden Stücke der Erzeugenden, die alle parallel und gleich lang sind, die Mantellinien, die beiden auf den begrenzenden Ebenen von der Zylinderfläche ausgeschnittenen Flächenstücke, die einander kongruent sind, heißen Grundflächen oder die eine Grundfläche (Basis), die andre Deckfläche; der senkrechte Abstand der beiden Ebenen ist die Höhe des Zylinders. Der Rauminhalt eines geschlossenen Zylinders ist gleich dem Produkt aus der Höhe und dem Flächeninhalte der Basis; der Flächeninhalt des Mantels wird erhalten, wenn man die Länge einer Mantellinie multipliziert mit der Länge der geschlossenen Kurve, die eine zu den Mantel linien senkrechte Ebene auf dem Z. ausschneidet. Unter Z. schlechthin versteht man gewöhnlich den Körper, der begrenzt wird von einem geraden Kreiszylinder und von zwei zu dessen Erzeugenden senkrechten Ebenen; die Grundflächen sind hier Kreise von gleichem Halbmesser und die Verbindungslinie der Mittelpunkte dieser Kreise ist gleich der Höhe des Zylinders und heißt dessen Achse; man kann sich nämlich diesen Z. auch dadurch entstanden denken, daß man ein Rechteck um eine seiner Seiten als Achse dreht, die der festen Seite des Rechtecks gegenüberliegende Seite beschreibt dann den Mantel, die beiden andern Seiten beschreiben die beiden Grundkreise.
   Massive und hohle Z. finden mannigfache technische Anwendung, so als Walzen zur Ausübung eines Druckes, wie bei dem Walzwerk, der Schnellpresse etc., zur Beschleunigung des Verbrennungsprozesses bei Lampen etc. Im besondern heißt Z. ein röhrenförmiger, einseitig oder beiderseitig geschlossener Hohlkörper, in dem sich ein Kolben dicht anschließend bewegt. In den Z. tritt Dampf, Luft, Wasser etc. unter Druck ein und bewegt den Kolben (Z. der Dampf-, Heißluft-, Gaskraft-, Wassersäulenmaschinen etc.), oder durch den in Bewegung gesetzten Kolben wird Wasser, Luft etc. angesaugt, event. komprimiert und alsdann herausgetrieben (Z. der Pumpen, Gebläse, Kompressoren etc.). Z. auch soviel wie Zugglas (s. Meyers Lampen, S. 84) und soviel wie Meyers Zylinderhut (s. d.).
 
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Zylinderbohrmaschine, s. Tafel Meyers »Bohrmaschinen«, S. I.
 
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Zylinderbureau, durch eine Rollklappe verschließbarer Schreibtisch.
 
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Zylindergebläse, s. Meyers Gebläse.

 

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