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Zwitterig bis Zwölfmalgreien (Bd. 6, Sp. 1049 bis 1050)
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Artikelverweis Zwitterig (hermaphroditus, »zweigeschlechtig«), Blüten, die Staub- und Fruchtblätter zugleich enthalten, auch Zwitterblüten (flores hermaphroditi).
 
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Zwitterkapper, s. Cleome.
 
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Zwittermünzen, zweiseitige Münzen mit nicht zusammengehörigen Geprägen, z. B. in Preußen 1761 geschlagene der Kaiserin Elisabeth mit dem preußischen Adler auf der Kehrseite.
 
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Zwodau, Dorf in Böhmen, Bezirksh. Falkenau, an der Zwodau (linker, vom Erzgebirge kommender, bei Falkenau mündender Nebenfluß der Eger), an der Linie Falkenau-Klingenthal der Buschtěhrader Eisenbahn gelegen, hat Braunkohlenbergbau, Kammgarnspinnerei, Elektrizitätswerk und (1900) 3154 deutsche Einwohner.
 
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Zwölf, im dekadischen Zahlensystem die zweite auf die Grundzahl folgende Zahl. Sie ist die erste Zahl, die durch vier andre, 2, 3, 4, 6, teilbar ist; hauptsächlich deshalb hat man mehrfach vorgeschlagen, an die Stelle des Dezimalsystems das Duodezimalsystem zu setzen. Vgl. Teliosadik und Zahlensystem.

[Bd. 6, Sp. 1050]



 
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Zwölf Artikel, das in Oberschwaben 1525 entstandene Programm der aufständischen Bauern. Der vollständige Titel ist: »Die gründlichen und rechten Hauptartikel aller Bauernschaft und Hintersassen der geistlichen und weltlichen Obrigkeiten, von welchen sie sich beschwert vermeinen« (neu hrsg. von Goetze in der »Historischen Vierteljahrschrift«, Bd. 4, Leipz. 1901); als ihr Verfasser gilt der ehemalige pfalzgräfliche Kanzler Fuchssteiner oder Christoph Schappeler in Memmingen. Vgl. A. Stern, Über die zwölf Artikel der Bauern (Leipz. 1868); Baumann, Die zwölf Artikel der oberschwäbischen Bauern (Kempten 1896).
 
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Zwölfender, s. Meyers Geweih, S. 781.
 
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Zwölffingerdarm, s. Meyers Darm.
 
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Zwölfflächner, s. Dodekaeder.
 
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Zwölf Götter, ein aus der Menge der Gottheiten ausgesonderter höchster Götterkreis, findet sich wie bei andern alten Völkern, z. B. den Ägyptern, auch bei Griechen und Italikern; doch sind es nicht überall dieselben Götter. In Athen waren es Zeus, Hera, Poseidon, Demeter, Apollon, Artemis, Hephästos, Athene, Ares, Aphrodite, Hermes, Hestia; ihr von dem jüngern Peisistratos auf dem Markt errichteter Altar galt als Mittelpunkt der Stadt. In Rom erschienen unter dem Namen der dii consentes (s. Meyers Consentes Dii) zu der Zwölfzahl vereinigt seit 217 v. Chr. Jupiter, Juno, Neptun, Minerva, Mars, Venus, Apollon, Diana, Volcanus, Vesta, Mercurius, Ceres, augenscheinlich nach athenischem Muster. Ihre vergoldeten Statuen standen auf dem Forum. Hauptdarstellung des Göttervereins ist die sogen. ara Borghese im Louvre, die römische Nachbildung eines altertümlichen attischen Werkes. Vgl. Petersen, Das Zwölfgöttersystem der Griechen und Römer (2 Tle., Hamb. 1853 u. 1867), und dessen populären Vortrag (Berl. 1870); E. v. Schmidt, Die Zwölfgötter der Griechen (Jena 1859).
 
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Zwölfmalgreien, östlicher Vorort von Meyers Bozen (s. d.), mit Villen und Gärten, Weingütern, Elektrizitätswerk, Konservenfabriken und (1900) 5346 deutschen Einwohnern.

 

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