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Zwischenmaschinen bis Zwischenstoß (Bd. 6, Sp. 1048 bis 1049)
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Artikelverweis Zwischenmaschinen, s. Meyers Maschine, S. 381.
 
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Zwischenmittel, s. Meyers Mittel (bergmännisch).
 
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Zwischennutzung, s. Meyers Abtriebsnutzung.
 
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Zwischenplatz (Mittelplatz, Mittelort), im Wechselwesen der dritte Ort, nach dem Wechsel remittiert oder trassiert werden in der Absicht, nach einem andern Orte hin eine Zahlung zu machen, bez. eine Summe zu empfangen. Man wählt einen solchen Z. dann aus, wenn bei gegebenem Stande der Wechselkurse Zahlung oder Einkassierung über denselben vorteilhafter ist als der unmittelbare Wechselverkehr.
 
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Zwischenprodukte, technische Erzeugnisse, die aus einem Rohstoff hergestellt und weiter verarbeitet werden, um daraus das Endprodukt zu erhalten. Bei der Sodafabrikation ist das aus Chlornatrium dargestellte schwefelsaure Natron (Sulfat) Zwischenprodukt. Vgl. Hüttenkunde.
 
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Zwischenregierung (Zwischenherrschaft) nennt man eine Regierung, die nach Umsturz einer früher bestandenen, später wiederhergestellten Regierung in der Zwischenzeit die Staatsgewalt besessen hat. So wurden z. B. Napoleon I. und die von ihm in Spanien, Neapel, Westfalen und anderwärts eingesetzten Fürsten von den wiedereingesetzten frühern Fürsten als Zwischenherrscher betrachtet. Inwiefern die Handlungen einer Z. für den zurückgekehrten frühern Landesherrn bindend sind, ist eine z. B. hinsichtlich des ehemaligen Königreichs Westfalen viel bestrittene Frage. Hat der frühere Herrscher für sich und die Seinen auf sein Herrscherrecht förmlich verzichtet, so sind natürlich Zweifel nicht möglich. Fehlt dieser Verzicht, so fragt es sich, ob die Untertanen berechtigt und verpflichtet sind, die neue Herrschaft anzuerkennen und ihr zu gehorchen, solange der alte Herrscher oder dessen rechtmäßige Erben leben und ihre Rechte auf die ihnen entrissene Gewalt fortwährend, wenn auch nur durch Protestation, behaupten. Die Frage ist zu bejahen, da für die Staatsangehörigen das tatsächliche Verhältnis entscheidend ist und eine angesprochene Staatsgewalt, die nicht geltend gemacht werden kann, keine Staatsgewalt ist. Auch bei der feindlichen Besetzung (Okkupation) eines Landesteils während eines Krieges muß sich die Bevölkerung der von der feindlichen Macht eingesetzten Regierung fügen. Die Anerkennung ihrer Maßregeln nach Aufhebung der Besetzung durch die rechtmäßige Regierung ist wesentlich aus dem Gesichtspunkt der Verpflichtung zur Erstattung der Kriegsschäden zu beurteilen. Z. wird auch das in Wahlreichen vorkommende Zwischenreich oder Interregnum (s. d.) genannt. Vgl. S. Brie, Die Legitimation einer usurpierten Staatsgewalt (Heidelberg 1886); H. Triepel, Das Interregnum (Leipz. 1892).
 
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Zwischenreich, s. Meyers Zwischenregierung.
 
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Zwischenrippenneuralgie, eine Neuralgie im Verlauf der Zwischenrippennerven.
 
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Zwischenspiele, kleine dramatische Spiele, die zwischen die Akte der Dramen eingelegt wurden. Sie dienten zu Ruhepunkten, ohne die künstlerische Illusion des Zuschauers zu unterbrechen. Die Griechen kannten musikalische Z.; bei den Römern traten die Mimen und Pantomimen hinzu. Das Drama der Neuern aber erhielt die Z. aus vierfacher Quelle: es entwickelte sie aus dem volkstümlichen Possenspiel, aus dem Volkslied, aus den Entremets (s. Entremes) und aus den Chören des wieder auflebenden antiken Dramas. Aus jenen Possenspielen gingen die Späße der extemporierenden Clowns und Hanswürste sowie die Jetts, Jiggs und Rüpelspiele hervor. Sie traten wohl auch mit dem Volkslied in Verbindung, wovon sich bei Shakespeare noch Reste zeigen. In Italien wurde das letztere (frottola) wohl selbst zwischen die Akte gelegt. Aus ihnen entwickelten sich scherzhafte Z., später aber auch noch das Singballett und das Intermezzo, die sich rasch über die andern Länder verbreiteten. Dagegen dürften aus den Entremets die Entremeses und Sainétes der spanischen Bühne, die Interludes der Engländer und die Tableaus der Niederländer entstanden sein. Von allen diesen Formen ist das Meyers Intermezzo (s. d.) die wichtigste, da sich aus ihm die Opera buffa und, unter dem Einfluß des Vaudevilles, überhaupt die ganze moderne komische Oper entwickelte (vgl. Oper). Mit der Ausbildung der Orchestermusik gewann aber auch diese allmählich Raum in den Zwischenakten. Schon 1630 war sie in Paris an die Stelle der Z. getreten; Davenant führte sie etwas später auf der englischen Bühne ein. 1767 scheiterte in Paris Beaumarchais' letzter Versuch, das Zwischenspiel in seiner »Eugénie« wieder einzuführen. In Deutschland erhielt es sich am längsten, wurde aber endlich doch von der Instrumentalmusik völlig verdrängt. Beim Choralspiel heißen Z. (Interludien) die kurzen Sätze

[Bd. 6, Sp. 1049]


oder Akkordfolgen, durch die von einer Verszeile des Chorals zu dem Ton und Akkord der nächstfolgenden übergeleitet wird. Treffliche Beispiele geben Töpfers »Choralbuch« und Rincks »Choralbearbeitungen«.
 
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Zwischenstellung, s. Meyers Festungskrieg, S. 485.
 
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Zwischenstoß, s. Meyers Fechtkunst, S. 371.

 

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