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Schornsteinfeger bis Schoßschlange (Bd. 6, Sp. 12)
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Artikelverweis Schornsteinfeger, Gewerbtreibender, der die Schornsteine der Häuser in regelmäßigen Zwischenräumen vom Ruß reinigt und sie, wie überhaupt die Feuerungsanlagen, auf Feuersicherheit prüft. Im Deutschen Reiche gab es nach der Zählung vom 14. Juni 1895 in diesem Gewerbe 4009 (darunter 123 Neben-) Betriebe und 9404 (darunter 246 weibliche) beschäftigte Personen. Sie waren früher häufig in Zünften organisiert, heute gehören sie meist Innungen an, die sich zu einem Zentral-Innungsverband zusammengeschlossen haben. Es gibt auch Schornsteinfegerschulen (Berlin, Dresden), die von den Innungen unterhalten werden und den Lehrlingen Gelegenheit zur allgemeinen und sachlichen Ausbildung gewähren. Nach § 39 der Reichsgewerbeordnung können die Landesgesetze die Einrichtung von Kehrbezirken für S. gestatten, aber auch nach Bedarf und ohne Entschädigung die Kehrbezirke aufheben oder ändern. Nach § 77 können, falls solche Kehrbezirke gebildet worden sind, die Taxen und nach § 47 die Stellvertretung obrigkeitlich geregelt werden. S. auch Meyers Berufsgenossenschaft der Schornsteinfegermeister des Deutschen Reiches. Vgl. Rahn, Handbuch für S. (6. Ausg., Berl. 1895); H. und P. Meyer, Handbuch für S. (Großstrehlitz 1906); »Schornsteinfeger-Kalender« (Berl., seit 1883); »Organ für Schornsteinfegerwesen« (das., seit 1873).
 
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Schornsteinfegerkrebs, s. Meyers Krebs, S. 609.
 
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Schortens, Gemeinde im oldenburg. Amt Jever, mit dem dazugehörigen Heidmühle an der Staatsbahnlinie Sande-Wittmund, hat eine evang. Kirche, die Ruine des Klosters Östringfelde, eine Kalksandsteinfabrik, Dampfbrauerei und (1905) 2550 Einw.
 
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Schoschonen (Shoshonies), nordamerikan. Indianerstamm, auch Snake- oder Schlangenindianer genannt, zum uto-aztekischen Sprachstamm gehörig, in Idaho und den angrenzenden Teilen von Wyoming, Nevada und Oregon. Die S. wohnen in Dörfern mit großen, hölzernen Häusern, stehen unter erblichen Häuptlingen und zählen gegen 6000 Seelen. In neuester Zeit haben sie sich dem Ackerbau zugewandt. S. Tafel Meyers »Amerikanische Völker I«, Fig. 11.
 
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Schoschong (Shoshong), Hauptstadt von Meyers Betschuanenland (s. d.).
 
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Schosdorf, Dorf mit drei Rittergütern im preuß. Regbez. Liegnitz, Kreis Löwenberg, hat eine evang. Kirche, Weberei, eine chemische Fabrik für Herstellung von künstlichem Dünger und (1905) 2116 Einw.
 
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Schoß, früher Benennung für Steuern, insbes. für Vermögenssteuern (Hufen-, Giebelschoß).
 
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Schoßbein, s. Meyers Becken.
 
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Schoßfallrecht (Rückerbrecht) nennt man die Bestimmung des gesetzlichen Erbrechts, daß die Vorfahren oder doch die Eltern die Geschwister vom Erbrecht ausschließen.
 
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Schößling (Sarmentum, Flagellum), Ausläufer mit sehr verlängerten Internodien, die an ihren Knoten Wurzeln und neue, zu selbständigen Pflanzen erwachsende Sprosse treiben, wie bei Erdbeere, Potentilla-Arten u. a.; sie dienen als Vermehrungssprosse.
 
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Schoßschlange, s. Meyers Korallenschlange.

 

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