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Schorfflechte bis Schorndorf (Bd. 6, Sp. 11)
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Artikelverweis Schorfflechte (Bläschenflechte), s. Meyers Flechte.
 
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Schorfheide, s. Meyers Joachimsthal 2) und Hubertusstock.
 
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Schoristen, s. Meyers Pennalismus.
 
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Schork, Joseph, Erzbischof von Bamberg, geb. 7. Dez. 1829 zu Kleinheubach in Unterfranken, gest. 24. Jan. 1905 in Bamberg, studierte katholische Theologie, wurde 1854 Priester. wirkte als Stadtkaplan in Aschaffenburg und als Domprediger in Würzburg, wurde 1871 Domkapitular, 1872 Kanonikus und Verwalter der Dompfarrei, 1889 Dompropst und 1890 Erzbischof von Bamberg. S. veröffentlichte eine Predigtsammlung: »Die Wahrheiten des Christentums« (Würzb. 1891); als Kunstfreund leitete er die Renovierung der Neumünsterkirche in Würzburg mit seinem Verständnis; die Congregazione degli Studj in Rom verlieh ihm 1889 den Doktortitel.
 
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Schörl, Mineral, soviel wie Turmalin; blauer S., soviel wie Disthen.
 
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Schorlemer-Alst, Burghard, Freiherr von, Politiker, geb. 20. Okt. 1825 im Haus Oberhagen bei Lippstadt, gest. 17. März 1895 auf Haus Alst, Ulanenoffizier, schied 1853 als Oberleutnant aus und bewirtschaftete sein Gut Alst bei Burgsteinfurt. Seit 1863 Mitglied des Landesökonomiekollegiums, gründete er den Westfälischen Bauernverein, ward 1885 Mitglied des Staatsrats, wirkte auch als ultramontaner Politiker und wurde Geheimer Kämmerer des Papstes. Seit 1870 Mitglied des Abgeordnetenhauses, seit 1875 des Reichstags, gehörte er zu den schlagfertigsten und humoristischsten Rednern des Zentrums, schied aber, mit der oppositionellen Haltung des Zentrums vielfach unzufrieden, 1887 aus dem Reichstag und 1889 auch aus dem Abgeordnetenhaus. 1890 war S. nochmals kurze Zeit Mitglied des Reichstags. Seine Reden aus den Jahren 187279 erschienen Osnabrück 1880; 1902 ward ihm in Münster vor dem Ständehaus ein Denkmal errrichtet.
 
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Schorlemer-Lieser, Klemens, Freiherr von, preuß. Beamter, Sohn des vorigen, geb. 29. Sept. 1856 in Alst, studierte seit 1874 die Rechte, stand im Justizdienst, ging 1886 zur Verwaltung über, war 188898 Landrat in Neuß, wirkte ein Jahr als Oberpräsidialrat in Breslau, nahm aber dann Urlaub, um seine ausgedehnten Besitzungen an der Mosel zu verwalten. Seit 1899 Vorsitzender der rheinischen Landwirtschaftskammer, wurde S. preußischer Kammerherr, lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses, Mitglied des preußischen Landesökonomiekollegiums und 1905 als Nachfolger Nasses Oberpräsident der Rheinprovinz.
 
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Schorlemorle (Schurlemurle), s. Meyers Markise.
 
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Schörlfels, Gestein, soviel wie Turmalinfels.
 
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Schorn, Karl, Maler, geb. 16. Okt. 1803 in Düsseldorf, gest. 7. Okt. 1850 in München, besuchte die Düsseldorfer Akademie, dann von 182427 in Paris die Ateliers von Gros und Ingres und kam mit Cornelius nach München, wo er sich bei einem zweiten Aufenthalt unter Heinrich Heß weiterbildete. 1832 begab er sich nach Berlin, von wo er 1847 als Akademieprofessor nach München berufen wurde. Seine Geschichts- und Genrebilder zeigen einen gesunden Realismus in Form und Farbe und wirkten dadurch einflußreich. Seine Hauptwerke sind: Maria Stuart und Rizzio; Karl V. im Kloster San Yuste; Papst Paul III., der sich das von Cranach gemalte Bildnis Luthers vorzeigen läßt (Berliner Nationalgalerie); Cromwell, vor der Schlacht bei Dunbar seinen Generalen die Bibel auslegend (Museum in Königsberg); das Verhör der Wiedertäufer nach der Einnahme von Münster vor dem Bischof; Knox mit Soldaten disputierend und die Sintflut (beide Neue Pinakothek, das zweite von Piloty vollendet).
 
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Schorndorf, Oberamtsstadt im württemberg. Jagstkreis, an der Rems und der Staatsbahnlinie Kannstatt-Nördlingen, 251 m ü. M., hat eine gotische evangelische und eine kath. Kirche, ein altes Schloß, eine Latein- und Realschule, Frauenstift, Amtsgericht, Forstamt, Fabrikation von Eisenmöbeln, landwirtschaftlichen Geräten, Porzellan, Leder und (1905) 6335 meist evang. Einwohner. S. ward 1514 von den aufrührerischen Bauern besetzt, 153844 durch Herzog Ulrich in eine Festung umgewandelt und 1688 durch den Mut der Frauen unter Anführung der Frau Bürgermeister Walch (später an den Bürgermeister Künkelen verheiratet) vor den Franzosen unter Mélac gerettet; in Dichtungen haben diese Tat Paul Heyse und Karl Mayer verherrlicht.

 

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