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Schöps bis Schörl (Bd. 6, Sp. 10 bis 11)
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Artikelverweis Schöps, soviel wie Hammel, s. Meyers Schaf.
 
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Schöps, Bier, s. Kofent.
 
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Schorel, Jan van, Maler, s. Meyers Scorel.
 
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Schoren, soviel wie Meyers Watten (s. d.).
 
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Schoren, türk. Volksstamm im Altai zwischen Telezker See und oberm Tom.
 
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Schorf (Eschara), eine krustenartige Lage abgestorbenen Gewebes, bald trocken, bald feucht, entsteht auf der Oberfläche verletzter Häute und Schleimhäute, durch Töten von Geweben durch Ätzmittel oder Hitze, bei Vergiftungen mit starken Säuren und Alkalien, beim selbständigen Gewebstod (Nekrose), z. B. auf Typhusgeschwüren, bei Heilung von Eiterbeulen der Haut, bei jeder Art der diphtherischen Erkrankung. »Heilung unter dem S.« bezeichnet eine Art der offenen Wundbehandlung, bei welcher der Luft freier Zutritt gewährt wird. Auch die eingetrockneten Borken, die bei Krankheiten der behaarten Kopfhaut, Ekzem oder Grind entstehen, werden zuweilen als S. bezeichnet-Bei Pflanzen ist S. eine durch Pilze verursachte Krankheit, die sich äußerlich durch mißfarbige oder schwarze, die Oberhaut des erkrankten Teiles

[Bd. 6, Sp. 11]


durchbrechende Flecke an Früchten, Blättern oder Trieben bemerkbar macht. Der S. (Grind) der Birnbäume zeigt sich an den Trieben in Form blasig-aufgetriebener, zuletzt aufreißender schwarzer Pusteln, die durch eine Pleosporee (Venturia ditricha mit der Konidienform Fusicladium pyrinum) hervorgerufen werden; derselbe Pilz erzeugt auf Äpfeln rostfarbene Stellen (Rostfleckenkrankheit) und auf den Blättern des Apfelbaumes kreisrunde, schwarze, am Rande sternförmig gezackte Flecke. Eine verwandte Art (Didymosphaeria populina) soll das Absterben der Pyramidenpappeln verursachen. Als S. werden auch viele Pilze aus der Ordnung der Diskomyzeten (s. Meyers Pilze, S. 884, 5. Ordnung), wie z. B. die Runzelschorfe (Rhytisma), bezeichnet, die fleckenartige, meist schwarze Sklerotienlager auf Blättern von Ahorn, Weiden u. a. bilden. Über S. der Kartoffel und Rüben s. Meyers Kartoffelschorf und Meyers Rübenschorf.
 
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Schorfflechte (Bläschenflechte), s. Meyers Flechte.
 
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Schorfheide, s. Meyers Joachimsthal 2) und Hubertusstock.
 
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Schoristen, s. Meyers Pennalismus.
 
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Schork, Joseph, Erzbischof von Bamberg, geb. 7. Dez. 1829 zu Kleinheubach in Unterfranken, gest. 24. Jan. 1905 in Bamberg, studierte katholische Theologie, wurde 1854 Priester. wirkte als Stadtkaplan in Aschaffenburg und als Domprediger in Würzburg, wurde 1871 Domkapitular, 1872 Kanonikus und Verwalter der Dompfarrei, 1889 Dompropst und 1890 Erzbischof von Bamberg. S. veröffentlichte eine Predigtsammlung: »Die Wahrheiten des Christentums« (Würzb. 1891); als Kunstfreund leitete er die Renovierung der Neumünsterkirche in Würzburg mit seinem Verständnis; die Congregazione degli Studj in Rom verlieh ihm 1889 den Doktortitel.
 
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Schörl, Mineral, soviel wie Turmalin; blauer S., soviel wie Disthen.

 

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