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Schöpfungsmittelpunkte bis Schöps (Bd. 6, Sp. 10)
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Artikelverweis Schöpfungsmittelpunkte, s. Meyers Darwinismus, S. 532.
 
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Schopfwachtel, s. Meyers Baumwachtel.
 
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Schöpfwerke, soviel wie Schöpfräder.
 
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Schoppe (lat. Scioppius), Kaspar, ein durch Scharfsinn ausgezeichneter, aber durch seine Streitlust und Schmähsucht berüchtigter Philolog und Publizist, geb. 27. Mai 1576 zu Neumarkt in der Oberpfalz, gest. 19. Nov. 1649 in Padua, studierte in Heidelberg, Altdorf und Ingolstadt, trat 1598 in Prag zum Katholizismus über, kam dann in Italien in die Dienste des päpstlichen Stuhls und wurde wegen seines Eifers gegen die Protestanten zum Eques sacrique Lateranensis Palatii comes ernannt. 1607 zum Erzherzog Ferdinand von Steiermark, dem spätern Kaiser Ferdinand II., entsandt, blieb er bei diesem und wurde zur Abfassung zahlreicher Streitschriften gegen die Protestanten sowie zu diplomatischen Sendungen verwandt. Da er sein Leben bedroht fühlte, siedelte er 1617 nach Mailand über und erließ dort 1619 das »Classicum belli sacri«, in dem er alle katholischen Fürsten zum Kriege gegen die Protestanten aufforderte, und das »Consilium regium« für Philipp III. von Spanien, denen eine Flut von Gegenschriften folgte. 1630 nach Deutschland zurückgekehrt, geriet er auch mit dem Kaiser in eine heftige Fehde. Allgemein verhaßt, zog er sich 1636 nach Padua zurück. Wissenschaftlich hat er besonders Verdienste um die Reinigung des Latein; hierher gehören: »Grammatica philosophica«, sein Hauptwerk (Mail. 1628 u. ö.; dazu das unter dem Pseudonym des Mariangelus de Fano Benedicti erschienene »Auctarium«); »Observationes linguae latinae« (Frankf. 1609); die Zusätze und Verbesserungen zu Sanctius' »De Minerva« (veröffentlicht in der Ausgabe dieser Schrift, Amsterd. 1663). Vgl. Ch. Nisard, Les gladiateurs de la république des lettres (Par. 1860), und H. Kowallek, Über G. Scioppius (in den »Forschungen zur deutschen Geschichte«, Bd. 11, Götting 1870).
 
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Schoppen (v. lat. scaphium, Trinkgeschirr), früher süddeutsches Flüssigkeitsmaß, = 1/4 Maaß: in Kassel für Wein = 0,487 und für Bier = 0,546 Lit., alter S. in Frankfurt = 0,448 und junger = 0,398 L., in Württemberg = 1 Quart, in Baden 21/2 Glas und in der Schweiz = 0,375 L., in Nassau 1/2 Flasche, in Hessen seit 1821 und im Deutschen Reiche 18681884 = 0,5 L.
 
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Schöppen, s. Meyers Schöffengerichte.
 
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Schöppenstädt (Scheppenstedt), Stadt im braunschweig. Kreis Wolfenbüttel, an der Altenau, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie Jerxheim-Braunschweig und der Eisenbahn Gliesmarode-Schöningen, hat eine evang. Kirche, Amtsgericht, 2 Zuckerfabriken, Spiritusbrennerei, Metallwarenfabrik, Ziegelbrennerei und (1905) 3518 meist evang. Einwohner. S. erhielt 1474 Stadtrecht.
 
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Schöppingen, Kirchspiel im preuß. Regbez. Münster, Kreis Ahaus, unweit der Vechte, hat eine kath. Kirche, Seidenweberei und (1905) 2129 Einw. Nordöstlich der Schöppinger Berg (154 m) mit Aussichtsturm.
 
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Schoppinitz, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln, Landkreis Kattowitz, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Tarnowitz-Emanuelsegen und Kandrzin-Oswiecim, hat eine kath. Kirche. Steinkohlengruben, eine große Zinkhütte (Wilhelminenhütte), Maschinenöl- und Seifenfabrikation und (1905) 8862 Einw.
 
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Schöps, soviel wie Hammel, s. Meyers Schaf.
 
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Schöps, Bier, s. Kofent.

 

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