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Schopfbäume bis Schöpfräder (Bd. 6, Sp. 9)
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Artikelverweis Schopfbäume, stammbildende Holzgewächse mit einer einzigen, die Blätter stetig erneuernden Gipfelknospe, wie die meisten Palmen, Pandaneen, Dracänen etc., im Gegensatz zu Wipfelbäumen (Buche, Linde etc.).
 
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Schöpfbuhne, s. Buhne.
 
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Schopfel, Berg, s. Meyers Wiener Wald.
 
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Schopffackeldistel, s. Meyers Melocactus.
 
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Schopfhäher, s. Meyers Blauhäher.
 
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Schopfheim, Bezirksamtsstadt im bad. Kreis Lörrach, im südlichen Schwarzwald, an der Wiese, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Basel-Zell i. W. und S.-Säckingen, 375 m ü. M., hat eine alte und eine neue evangelische und eine kath. Kirche, Realschule, Amtsgericht, Bezirksforstei, Handelskammer, Baumwollweberei,-Färberei u. Bleicherei, Papier- und Tonwarenfabrikation, eine mechanische Werkstätte, Holzhandel und (1905) 3828 meist evang. Einwohner. Nahebei das Sengelwäldchen mit Denkmal des Dichters Hebel und nordöstlich die Hohe Möhr (989 m) mit Turm und prachtvoller Aussicht auf die Alpen. Südwestlich davon Dorf Meyers Dossenbach (s. d.).
 
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Schopfhühner (Opisthocomidae), eine Familie der Meyers Hühnervögel (s. d., S. 621).
 
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Schöpfkellen, s. Meyers Löffel.
 
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Schöpflin, Johann Daniel, deutscher Geschichtsforscher, geb. 24. Sept. 1694 zu Sulzburg i. Br., gest. 7. Aug. 1771 in Straßburg, wurde hier 1720 Professor der Geschichte und der Beredsamkeit, 1727 Kanonikus zu St. Thomas und 1760 französischer Historiograph. Er schrieb: »Alsatia illustrata« (Kolmar 175162, 2 Bde.; franz. von L. W. Ravenez, Mülh. 184953, 5 Bde.), »Historia Zaringo-Badensis« (Karlsr. 176366, 7 Bde.) u. a. und gab mit Lamey die »Alsatia diplomatica« (2. Ausg., Mannh. 1772) heraus. Seine reiche Bibliothek sowie seine Sammlung von Altertümern vermachte er der Stadt Straßburg, wo sie beim Bombardement 24. Aug. 1870 mit der Stadtbibliothek zugrunde gingen. Vgl. Spach, Œuvres choisies, Bd. 1 (Straßb. 1866); Pfister, Jean Dan. S. (Nancy 1888); »Schöpflins brieflicher Verkehr mit Gönnern, Freunden und Schülern« (hrsg. von Fester, Stuttg., Literarischer Verein, 1906).
 
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Schopfpavian, s. Pavian.
 
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Schöpfräder, um eine horizontale Achse rotierende Räder, die an ihrem zum Teil in Wasser tauchenden Umfange mit kleinen Gefäßen besetzt sind, die sich in ihrer tiefsten Stellung mit Wasser füllen und es in eine Rinne ausgießen, sobald sie ihren höchsten Stand erreicht haben. Sind die Gefäße fest, so müssen sie in der höchsten Stellung ihr Wasser freiwillig ausfließen lassen. Hierher gehört das uralte chinesische Schöpfrad, dessen Gefäße aus Bambusrohr bestehen, ferner die in Spanien bekannte Noria mit Töpfen aus gebranntem Ton. Die Gefäße oder Eimer können auch beweglich sein, hängen dann z. B. an Nägeln und kippen, indem sie mittels eines an ihrer Seite angebrachten Bügels an den Rand der Rinne streifen. Anstatt die Radperipherie mit einzelnen Gefäßen zu besetzen, führt man auch den ganzen Radkranz als Hohlraum aus, der durch Scheidewände, die der Radachse parallel sind, in Zellen geteilt wird (Zellenräder). Diese Zellen erhalten auf der Peripherie oder seitlich die zum Schöpfen und Ausgießen erforderlichen Öffnungen. Das Trommelrad (das Tympanum der Alten) ist ganz als Hohlraum mit Scheidewänden ausgebildet, wobei das Schöpfen am Umfange, das Ausgießen bei der Achse erfolgt. Die S. sind meist auch als Wasserräder ausgebildet (sofern sie aus fließendem Wasser schöpfen), können aber auch durch Menschen- oder Tierkräfte oder einen andern Motor in Gang gesetzt werden.

 

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