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Schonnebeck bis Schöntal (Bd. 6, Sp. 5 bis 6)
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Artikelverweis Schonnebeck, Gemeinde im preuß. Regbez. Düsseldorf, Landkreis Essen. hat eine kath. Kirche, einen Kaiser Wilhelm-Gedächtnisturm, Steinkohlenbergbau und (1905) 7268 Einw.
 
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Schönobāt (griech.), Seiltänzer.
 
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Schoenocaulon A. Gray (Sabadilla Brandt, Asagraea Lindl.), Gattung der Liliazeen, Zwiebelgewächse mit grasartigen Wurzelblättern, schaftständiger, gedrängter, vielblütiger Ähre und eiförmiger oder länglicher, papierartiger, vielsamiger Kapsel. Fünf Arten in Nord- und Mittelamerika. S. officinale A. Gray (mexikanisches Läusekraut, Cebadilla, Cabadilla), mit 0,51,25 m langen Blättern, bis 1 m hohem Blütenschaft und gelben Blüten, wächst am östlichen Abhang der Anden von Mexiko, in Guatemala und Venezuela, wird besonders bei Veracruz kultiviert und liefert die früher arzneilich benutzten Fructus sabadillae (Sabadillsamen). Diese enthalten Fett, Harz, Bitterstoff und Veratrin; sie dienten früher als Läusekörner gegen Ungeziefer etc. und werden jetzt zur Darstellung von Veratrin benutzt. Die Pflanze und deren Gebrauch wurde zuerst von Monarda 1517 beschrieben; die Droge kam 1726 nach Deutschland, die Zwiebel dient in Mexiko als Wurmmittel.
 
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Schönos, Hafen des alten Meyers Korinth (s. d., S. 495).
 
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Schönrebe, s. Meyers Eccremocarpus.
 
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Schönsee, 1) Stadt im bayr. Regbez. Oberpfalz, Bezirksamt Oberviechtach, an der Ascha, 655 m ü. M., hat eine kath. Kirche, Glasschleif- und Polierwerke, ein Sägewerk, Bierbrauerei und (1905) 1403 kath. Einwohner. 2) (Poln. Kowalewo) Stadt im preuß. Regbez. Marienwerder, Kreis Briefen, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Posen-S., Bromberg-S., S.-Straßburg i. W. u. a., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, Reste einer Ordensburg, ein Pädagogium, eine Zuckerfabrik, eine Kalksandsteinfabrik, eine Dampfmahl- und 3 Dampfschneidemühlen, Dampfmolkerei und (1905) 2352 meist kath. Einwohner.
 
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Schönsittich, s. Meyers Papageien, S. 384 (7).
 
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Schönstedt, Karl Heinrich, preuß. Justizminister, geb. 6. Jan. 1833 in Broich bei Mülheim a. d. Ruhr, studierte 185053 die Rechte, trat in den Staatsjustizdienst, war Kreisrichter in Broich und Duisburg, dann Hilfsarbeiter im Justizministerium, Appellationsgerichtsrat in Glogau, wurde 1880 Landgerichtsdirektor in Frankfurt a. M., dann Landgerichtspräsident

[Bd. 6, Sp. 6]


in Kassel und Oberlandesgerichtspräsident in Celle. Als Nachfolger Meyers Schellings (s. d. 3) war er 18941905 Justizmimster, seit 1895 Kronsyndikus und Mitglied des Herrenhauses.
 
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Schönstein, Marktflecken in Steiermark, Bezirksh. Windischgraz, am Pockbach (Zufluß der Sann), an der Staatsbahnlinie Zeltweg-Cilli, Sitz eines Bezirksgerichts, hat eine Burgruine (Pustihrad), ein neues Schloß, Lederfabrikation, Sägewerke und (1900) 1096, mit der Gemeinde S.-Umgebung 3022 slowen. Einwohner. Nordwestlich das Dorf Topolschitz mit kohlensäurehaltiger Therme (30°), Wasserheilanstalt und 1234 Einw.
 
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Schönsteinhöhle, Höhle bei Streitberg in der Fränkischen Schweiz, 102 m lang, hat schöne Stalaktiten und eine merkwürdige, 60 m hohe Dolomitenfelsgruppe, den sogen. Schwibbogen.
 
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Schöntal, Dorf im württemberg. Jagstkreis, Oberamt Künzelsau, an der Jagst, an der Eisenbahn Möckmühl-Dörzbach, hat eine schöne kath. Kirche (ehemalige Klosterkirche, in deren Kreuzgang Götz von Berlichingen begraben liegt), ein evangelisch-theologisches Seminar, ein Forstamt und (1905) 470 Einw. S. war ehedem reichsfreie Cistercienserabtei, wurde 1802 säkularisiert und fiel als Entschädigung an Württemberg. Vgl. Bossert, E. Paulus und Schmid, Schöntal. Beschreibung und Geschichte des Klosters und Seminars (Stuttg. 1884).

 

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