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Schönhausen bis Schönichel (Bd. 6, Sp. 3 bis 4)
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Artikelverweis Schönhausen, Dorf im preuß. Regbez. Magdeburg, Kreis Jerichow II, Knotenpunkt der Staatsbahnlinie

[Bd. 6, Sp. 4]


Wustermark-Hannover-Hamm und der Kleinbahn Genthin-S., hat eine evang. Kirche aus dem 13. Jahrh. und (1905) 2069 Einw.; S. ist Geburtsort des Fürsten von Bismarck. Im Schlosse Museum mit den meisten der dem Kanzler an seinen Geburtstagen etc. gewidmeten Geschenke. S. ist Sitz der Schönhauser Stiftung, die durch Statut vom 21. Mai 1885 begründet und 9. Aug. d. J. genehmigt wurde; sie verfügt über ein Kapital von 1,200,000 Mk., das dazu vom Fürsten Bismarck aus der bei Gelegenheit seines 70. Geburtstags gesammelten Summe überwiesen wurde. Sie verfolgt den Zweck, Kandidaten des höhern Schulamts von deutscher Nationalität vor ihrer besoldeten Anstellung, behufs wissenschaftlicher Studien, sowie Witwen und Kinder von Lehrern des höhern Lehrfaches zu unterstützen. Vgl. G. Schmidt, S. und die Familie v. Bismarck (2. Aufl., Berl. 1898); Grousiliers, Das Bismarckmuseum in Bild und Wort (das. 1898).
 
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Schönheide, Flecken in der sächs. Kreish. Zwickau, Amtsh. Schwarzenberg, an der Zwickauer Mulde und mit den Stationen S. und Ober-S. an der Staatsbahnlinie Wilkau-Karlsfeld, 550690 m ü. M., hat eine evang. Kirche, Oberförsterei, bedeutende Bürstenfabrikation (2100 Arbeiter), Wollweberei, Papier- und Schürzenfabrikation, Stickerei, ein Elektrizitätswerk und (1905) 7669 Einw. Dabei Schönheider Hammer, an der Staatsbahnlinie Aue-Adorf, mit Eisenhütte, Eisengießerei und (1905) 1193 Einw. In der Nähe der Kuhberg (792 m) mit dem Prinz-Georgturm und schöner Aussicht.
 
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Schönheit, s. Meyers Schön und Meyers Ästhetik.
 
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Schönheitengalerie, Sammlung weiblicher Bildnisse, früher ein Sport von kunstliebenden Fürsten. Die bekannteste S. ist im Festsaalbau der Residenz zu München (36 Bildnisse von Stieler).
 
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Schönheitsfehler, s. Meyers Viehzucht (Exterieur).
 
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Schönheitslinie nennt Hogarth die Wellenlinie, weil sie nach seiner Meinung in besonderer Weise Einheit und Mannigfaltigkeit miteinander verbindet. Eine absolute S. gibt es indessen nicht.
 
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Schönheitsmittel, s. Kosmetik.
 
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Schönheitspflästerchen (Schönpflästerchen, Schminkpflästerchen, franz. Mouches), kleine schwarze Pflästerchen in verschiedenen Formen, die im 17. und 18. Jahrh. nach einer aus Frankreich gekommenen Sitte von den Damen im Gesicht und auf dem Busen getragen wurden, ursprünglich um kleine Fehler zu verdecken, dann, unter gleichzeitiger Anwendung der Schminke, um die Weiße der Haut hervortreten zu lassen oder auf eine Schönheit hinzuweisen. Auch Modenarren unter den Männern beklebten sich damit.
 
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Schönherr, 1) Johann Heinrich, Theosoph, geb. 30. Nov. 1770 in Angerburg, gest. 15. Okt. 1826 in Königsberg, studierte Rechtswissenschaft und Philosophie in Königsberg, Rinteln und Leipzig, lebte seit 1794 als privatisierender Sonderling in Leipzig. Sein theosophisches System, auf Grund dessen er den vollen Einklang der Offenbarung mit den Ergebnissen der Naturwissenschaft glaubte festlegen zu können, beeinflußte zeitweilig den von J. W. Ebel (s. Meyers Ebel 2) geleiteten pietistischen Kreis. Vgl. Olshausen, Lehre und Leben des Königsberger Theosophen Johann Heinrich S. (Königsb. 1834) und die bei dem Artikel »Ebel« erwähnte Literatur.
   2) Louis, Techniker, geb. 22. Febr. 1817 in Plauen, besuchte 183334 die technische Bildungsanstalt in Dresden und bemühte sich zuerst mit seinen Brüdern, seit 1839 allein um den Bau mechanischer Webstühle. Er arbeitete 184144 in der damaligen sächsischen Maschinenbaukompanie und seit 1849 bei Richard Hartmann in Chemnitz, wo er den Webstuhlbau einführte. 1851 etablierte er sich für letztern Industriezweig, und 1872 verkaufte er sein Geschäft an eine Aktiengesellschaft (Sächsische Webstuhlfabrik). Er lebt auf dem Rittergut Thoßfell bei Neuensalz im Vogtland.
 
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Schönholthausen, Dorf im preuß. Regbez. Arnsberg, Kreis Meschede, hat eine kath. Kirche, eine Meßwerkzeugfabrik und (1905) 4228 meist kath. Einwohner.
 
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Schönichel, Dorf bei Meyers Oderberg (s. d. 2).

 

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