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Schonerkuff bis Schongau (Bd. 6, Sp. 2 bis 3)
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Artikelverweis Schonerkuff, s. Meyers Kuff.
 
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Schöne Seele, durch Goethe (im Anschluß an die »belle âme« in Rousseaus »Nouvelle Héloïse«) in »Wilhelm Meisters Lehrjahren« (»Bekenntnisse einer schönen Seele«, s. Meyers Klettenberg) eingeführte und seitdem üblich gewordene Bezeichnung für solche Naturen, deren Seelenleben durch zarte Empfindsamkeit und Hinneigen zu mystischer Auffassung in Dingen der Religion und des weltlichen Lebens charakterisiert wird. Der Begriff wird aber auch in weiterm Sinne für harmonische Naturen gebraucht, die aus bloßem Herzenstrieb immer das Edle tun und denken.
 
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Schönewalde, Stadt im preuß. Regbez. Merseburg, Kreis Schweinitz, Güternebenstelle von Holzdorf an der Staatsbahnlinie Jüterbog-Röderau, hat eine evang. Kirche, eine Zementsteinfabrik, Dampfmolkerei, Dampfmahl-, Dampfsäge- und -Ölmühle und (1905) 920 Einw.
 
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Schöneweide, s. Meyers Ober- und Nieder-Schöneweide.
 
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Schöne Wissenschaften, dem Französischen (bol les-lettres) entnommene Bezeichnung der Dicht- und Redekunst im Gegensatz zu den eigentlichen Wissenschaften; der Ausdruck war im 18. Jahrh. gang und gäbe.
 
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Schönfeilner, s. Meyers Weinstock.
 
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Schönfeld, 1) Stadt in Böhmen, Bezirksh. Falkenau, mit Bergbau auf Zinn- und Wolframerz,

[Bd. 6, Sp. 3]


Kammgarnspinnerei, Porzellanfabrik, Erzeugung von Papierdosen und Posamentierwaren, Zinngießerei, Bierbrauerei, Gerberei und (1900) 3084 deutschen Einwohnern. 2) Dorf bei Přibyslau (s. d.). 3) Schloß, s. Meyers Wehlheiden.
 
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Schönfeld, 1) Anton, Freiherr von, österr. General, geb. 3. Juli 1827 in Prag, gest. 7. Jan. 1898 in Wien, absolvierte die Neustädter Militärakademie, trat 1845 in die Armee, machte 1849 den Feldzug in Italien, 1864 den gegen Dänemark mit, wurde 1865 Oberst und nahm als Militärbevollmächtigter beim 8. Bundesarmeekorps an dem Mainfeldzug 1866 teil. 1869 zum Brigadier in Cattaro ernannt, hatte er an der Niederwerfung der Insurrektion in Dalmatien hervorragenden Anteil. 1870 in den Freiherrenstand erhoben und zum Generalmajor befördert, fungierte S. 1874 als Delegierter bei der Brüsseler Konferenz über Kriegs- und Völkerrecht, wurde 1876 Chef des Generalstabes, avancierte 1886 zum Feldzeugmeister, wurde 1888 Kommandant des 3. Korps und kommandierender General in Graz, 1889 in gleicher Eigenschaft zum 2. Korps nach Wien versetzt und 1895 zum General-Truppeninspektor ernannt.
   2) Eduard, Astronom, geb. 22. Dez. 1828 in Hildburghausen, gest. 1. Mai 1891 in Bonn, wurde 1853 Assistent an der Sternwarte in Bonn, 1859 Direktor der Sternwarte in Mannheim und 1875 Professor der Astronomie und Direktor der Sternwarte in Bonn. Er lieferte besonders Untersuchungen über veränderliche Sterne und Beobachtungen von Nebelflecken und Sternhaufen (Mannh. 1862 und Karlsr. 1875). An der von Argelander unternommenen »nördlichen Bonner Durchmusterung« (s. Meyers Durchmusterung) hat er wesentlichen Anteil, und nach seiner Rückkehr nach Bonn setzte er dieses bedeutsame Werk nach Süden fort und lieferte in dem »Bonner Sternverzeichnis, vierte Sektion« (Bonn 1889) einen Katalog von 133,659 Sternen zwischen 2 und 23° südl. Deklination, nur auf eignen Beobachtungen beruhend.
   3) Luise, Gräfin S.-Neumann, s. Meyers Haizinger 2).
 
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Schönfließ (S. in der Neumark), Stadt im preuß. Regbez. Frankfurt, Kreis Königsberg, an der Rörike und der Staatsbahnlinie Stargard i. P.-Jädickendorf, hat noch eine Stadtmauer mit vielen Türmen aus dem Mittelalter, 2 alte Stadttore, eine evang. Kirche aus dem 14. Jahrh., ein altes Rathaus aus dem 15. Jahrh., Anbau von Korbweiden, Sägemühlen, ein Elektrizitätswerk, Molkerei, besuchte Pferdemärkte und (1905) 2593 meist evang. Einwohner. S. wird zuerst 1281 urkundlich erwähnt.
 
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Schonga, westafrikan. Stadt in Meyers Nupe (s. d.).
 
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Schongau, Bezirksamtsstadt im bayr. Regbez. Oberbayern, auf einer Anhöhe links am Lech und an der Staatsbahnlinie Landsberg-S., 681 m ü. M., hat 4 kath. Kirchen (darunter eine Wallfahrtskirche), ein Schloß, ein ehemaliges Karmeliterkloster mit großer Kirche, Amtsgericht, Forstamt, Wasserheilanstalt, Wachswaren-, Papier- u. Holzstoffabrikation, Dampfbrauerei und (1905) 2772 meist kath. Einwohner. S. war ehemals ein Stamm- und Erbgut der Welfen. In der Nähe der Hohe Meyers Peißenberg (s. d.) und Bad Sulz, mit Schwefel- und Eisenquelle.

 

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