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Schömberg bis Schönaich-Carolath (Bd. 6, Sp. 944 bis 947)
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Artikelverweis Schömberg, 1) Stadt im preuß. Regbez. Liegnitz, Kreis Landeshut, an der Zieder, nahe der böhmischen Grenze und an der Kleinbahn Landeshut-Albendorf, 532 m ü. M., hat eine neue evangelische und eine kath. Kirche, Amtsgericht, Leinweberei, Appreturanstalten, Holzrouleau- und Jalousienfabrik, Elektrizitätswerk, Fabrikation von Würstchen, Dampfsägemühle und (1905) 1716 meist kath. Einwohner. Südöstlich die Adersbacher und Wekelsdorfer Felsen. S. kam durch Kauf an das Kloster Grüssau. 2) Stadt im württemberg. Schwarzwaldkreis, Oberamt Rottweil, 676 m ü. M., an der Schlichem, hat 2 kath. Kirchen (davon eine Wallfahrtskirche), eine Mundharmonikafabrik, Baumwollweberei, Säge- und Ölmühlen und (1905) 1271 meist kath. Einwohner.
 
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Schomburgk, Sir Robert Hermann, Reisender, geb. 5. Juni 1804 in Freyburg a. d. Unstrut, gest. 11. März 1865 in Schöneberg bei Berlin, wurde Kaufmann, ging 1829 nach Nordamerika und von hier 1830 nach Westindien, wo er sich geographischen Studien zuwandte und 1835 mit der Erforschung von Britisch-Guayana beauftragt wurde. Nach vierjährigen Reisen in diesem Lande nach Europa zurückgekehrt, erhielt er von der Londoner Geographischen Gesellschaft die große goldene Medaille, übernahm aber schon

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1840 mit seinem Bruder Richard eine neue, gleichfalls vierjährige Reise nach Guayana. Bei seiner Rückkehr 1845 in den Ritterstand erhoben, kam S. als britischer Konsul 1848 nach Haïti und 1857 nach Bangkok, von wo er 1864 krank zurückkehrte. Er veröffentlichte: »Description of British Guiana« (Lond. 1840; deutsch, Leipz. 1841); das Prachtwerk »Twelve views in the interior of Guiana« (Lond. 1841); »History of Barbadoes« (das. 1848) und eine neue Ausgabe von Sir W. Raleighs »Discovery of the empire of Guiana« (das. 1848). Seine Berichte an die Geographische Gesellschaft in London wurden von seinem Bruder Otto (geb. 25. Aug. 1809 in Freyburg, gest. 1857 als Geistlicher in Südaustralien) deutsch herausgegeben u. d. T.: »Reisen in Guiana und am Orinoko« (Leipz. 1841). Sein Bruder Richard (geb. 5. Okt. 1811 in Freyburg), begleitete ihn 1840 nach Guayana, ging 1849 nach Australien und wurde 1865 Direktor des Botanischen Gartens in Adelaïde, wo er 24. März 1891 starb. Er schrieb: »Reisen in Britisch-Guiana 18401844« (Leipz. 184748, 3 Bde.); »Catalogue of the plants under cultivation in the Government Botanic Garden, Adelaide« (Adelaïde 1871); »The grasses and fodder plants in South Australia« (1874); »The flora of South Australia« (1875); »On the naturalized weeds and other plants in South Australia« (1879) u. a.
 
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Schomlau (magyar. Somlyó-Vásárhely, spr. schomlō-wāschārhelj), Kleingemeinde im ungar. Komitat Veszprim, an der Staatsbahnlinie Kis-Czell-Stuhlweißenburg, mit (1901) 1894 magyarischen (römisch-kath.) Einwohnern, bekannt durch ihren Weißwein, der auf dem nahen Berg Nagy-Somlyó, einem 459 m hohen Basaltkegel des Bakonygebirges, gedeiht.
 
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Schomrôn, Stadt, s. Samaria.
 
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Schon, Fluß in Indien, s. Meyers Son.
 
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Schön ist der wichtigste Begriff der Ästhetik und wird in dieser in zwiefachem, nämlich in einem engern und in einem weitern Sinne gebraucht: in dem letztern ist s. gleichbedeutend mit ästhetisch; unter dieses Schöne im weitern Sinne fallen also auch z. B. das Tragische, Erhabene, Satirische, Humoristische etc. (s. den Artikel »Ästhetik«). Im engern und ursprünglichen Sinn ist aber s. ein auszeichnendes Prädikat besonders wertvoller und anziehender Eindrücke der ästhetischen Wahrnehmung, solcher nämlich, die in dem Auffassenden das Gefühl ausgesprochener Befriedigung erwecken. Das Wort s. hängt etymologisch mit »schauen« zusammen: es ist das, was den Sinnen sich darbietet, dann das die Sinne Erfreuende, und hieraus entwickelt sich die Grundbedeutung des Wortes, die noch jetzt überall durchschimmert: s. ist das, was so ist, wie es sein soll. Diese etymologische Betrachtung zeigt bereits, daß das Schöne in der Anpassung der Eindrücke an unser Ich besteht, in der Harmonie, die sich zwischen ihnen und den ursprünglichen Eigenschaften unsrer Natur sowie den Forderungen, die wir an die Dinge heranbringen, geltend macht; eine Erklärung, die zugleich auch die historische Wandelbarkeit und die örtlichen Verschiedenheiten der Vorstellungen über s. und häßlich verständlich macht. Dieses Prinzip der Übereinstimmung des Gegenstandes mit unserm Ich läßt zugleich die Anwendbarkeit des Begriffes s. auf die verschiedensten Lebensgebiete, auf Erscheinungen der Natur wie des Geisteslebens, als einleuchtend erkennen. Schon die einfachen Sinnesempfindungen, Licht, Farbe, Ton, Duft, Wärme etc., können den Bedingungen unsers Ich besonders angepaßt sein und Elemente des Schönen enthalten. Aber in bedeutsamerer Form tritt das Schöne erst bei den zusammengesetzten Eindrücken hervor: bestimmte Anordnungen der Gesichts- und Gehörswahrnehmungen (Harmonie der Farben, Formen, Klänge und die rhythmische Folge der Tonvorstellungen) sind unsrer Natur wohlgefällig. Bei allen komplexern Eindrücken liegt aber der Grund der wohltuenden Gefühlserregung darin, daß sie den Bildern, die wir von ihnen in der Seele tragen, entsprechen, daß sich also z. B. ein Eichbaum oder ein menschliches Antlitz den Ideen, die wir uns von ihnen gebildet haben, oder die als Typen in unsrer Seele schlummern, wohl angepaßt erweisen. Bei mannigfaltig zusammengesetzten Wahrnehmungen, wie z. B. einer Waldlandschaft, wird sich der Totaleindruck des Schönen aus dem Wohlgefallen an dem Ganzen und vieler Einzelheiten vereinigen. Die hohe Befriedigung, die wir von einem solchen Anblick gewinnen können, wird sich dadurch erklären, daß wir die schaffenden Kräfte der Natur in normaler Weise, so, wie es uns richtig erscheint, sich auswirken und betätigen sehen, von innen heraus, frei und ungehemmt, daß also das, was die Natur geplant hat, restlos in die Erscheinung tritt. Nach demselben Prinzip beurteilen wir auch das Schöne der innern Welt. Ein Denken, Fühlen, Wollen und Handeln ist s., wenn es gewissen Anschauungen, die unverlierbar in unsrer Seele wohnen, gemäß ist. Dabei kann das Schöne in vielen Fällen mit dem sittlich Guten zusammenfallen; aber der Maßstab der Beurteilung ist doch hier und dort ganz verschieden. Zunächst ist das Gebiet des Schönen viel weiter als das des Sittlichen: das sittliche Urteil erstreckt sich immer auf die Betätigung des Willens und dessen Motive; s. können aber auch viele Vorgänge unsers Vorstellungs- und Gefühlslebens sein, die ganz und gar jenseits von Gut und Böse verharren. Aber auch da, wo es sich um Willensbewegungen der menschlichen Seele handelt, also um Vorgänge, die Gegenstand sittlicher Beurteilung werden können, wird das ästhetische Urteil von einem ganz abweichenden Gesichtspunkt aus und daher auch vielfach in ganz anderm Sinn als das sittliche gefällt. Sittlich sind diejenigen Handlungen und diejenigen Motive von Handlungen, die sich mit dem Sittengesetz, mit den Normen der Sittlichkeit in Übereinstimmung befinden; über die Art und Weise, wie sich diese Handlungen aus der Seele des Menschen herausbilden, sagt das sittliche Urteil nichts aus. Das Urteil über s. und häßlich der Willensimpulse bezieht sich dagegen gerade auf die Art und Weise der Betätigung; s. ist dasjenige Handeln, das sich frei und ungehemmt entfaltet, das aus dem Urgrund der Seele mit innerer Notwendigkeit aufsteigt, das ganz der Natur des Menschen entspricht; freilich aber der Natur, von der uns ein typisches Bild in der Seele wohnt. Gerade an dieser Stelle zeigt sich die Wandelbarkeit des Schönheitsbegriffes, von der auch die ästhetischen Kundgebungen der Kulturvölker die deutlichsten Zeugnisse ablegt, ganz zu geschweigen von denen der Naturvölker. Bei diesem Maßstab des Urteils über das Schöne der innern Welt ist es zu verstehen, daß manche Forderungen der Sittlichkeit, z. B. einige, die das sexuelle Leben betreffen, mit den Forderungen des Schönen nicht zusammengehen; man denke etwa an Gretchen im »Faust«, der wir Schönheit der Seele im höchsten Grade zusprechen werden, während das bloß sittliche Urteil manches an ihr auszusetzen findet. Aber in den wesentlichen Zügen stimmen die Forderungen der Sittlichkeit und des Schönen überein, und die Künstler und Dichter aller Zeiten haben in der

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Ausdeutung solcher Willensregungen, die auch dem sittlichen Fortschritt dienten, ihre höchste Aufgabe gefunden. Nur ist die Forderung, daß das Schöne dem Sittlichen dienstbar gemacht werden solle, theoretisch unhaltbar und durch die besten Muster der Kunst aller Zeiten widerlegt. Die Vermischung des engern und weitern Begriffes s., die in der modernen Ästhetik so überaus häufig hervortritt, erklärt sich nun in letzter Linie dadurch, daß wir in der Regel von den Werken der Künstler und Dichter selbst verlangen, sie sollen s. im engern Sinne des Wortes sein: es soll sich in dem Kunstgebilde, abgesehen von seinem Inhalt, das Schöne offenbaren, d. h. der Schaffende soll die Dinge der Welt an dem Ideal des Schönen abmessen, und er soll in seiner Schöpfung, in seiner Darstellung selbst eine Kraft an den Tag legen, der wir das Prädikat des Schönen beimessen können. Diese Forderung ist jedoch keine unverbrüchliche, und neben der Kunst, die überall dieses Ideal des Schönen erkennen läßt, steht eine solche, die das Charakteristische, die treue Wiedergabe des Wirklichen und Möglichen, in den Vordergrund stellt. Vgl. Stil.
 
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Schön, 1) Heinrich Theodor von, preuß. Staatsmann, geb. 20. Jan. 1773 in Schreitlauken in Preußisch-Litauen, gest. 23. Juli 1856 in Arnau, studierte in Königsberg die Rechte, trieb unter Kant auch eingehende philosophische Studien, trat 1793 in preußische Staatsdienste, reiste 1798 nach England, wurde darauf Kriegs- und Domänenrat in Bialystok und 1802 Geheimer Finanzrat im Generaldirektorium zu Berlin. Nach der Katastrophe von Jena begleitete er den Hof nach Königsberg, wo er als Geheimer Staatsrat Abteilungsdirektor im Ministerium wurde. Sein Gutachten über die Aufhebung der Erbuntertänigkeit bildet die Grundlage für das darüber erlassene Gesetz; auch Steins »Politisches Testament« beruht auf einem Entwurf Schöns. Nach St eins Rücktritt wurde S. in dem neugebildeten Ministerium Leiter des staatswirtschaftlichen Departements, aber bald Regierungspräsident in Gumbinnen. Daß er keine leitende Stellung im Ministerium erhielt, verletzte seine Eitelkeit und erbitterte ihn gegen Stein und Hardenberg. Als 1813 bald nach dem Abschluß des Yorckschen Waffenstillstandes russische Truppen in Preußen einrückten und die Erhebung Preußens gegen Napoleon begann, schloß sich S. an, wurde 15. März 1813 Generalgouverneur des Landes zwischen der Weichsel und der russischen Grenze, dann Mitglied des Verwaltungsrats der von den Verbündeten besetzten deutschen Provinzen, kehrte im September wieder nach Gumbinnen zurück und wurde 1816 Oberpräsident von Westpreußen, 1824 von ganz Preußen. Als beim Thronwechsel 1840 die Provinz Preußen die Berufung der Reichsstände von neuem in Anregung brachte, unterstützte dies S. durch seine Denkschrift »Woher und wohin?«, ward von dem ihm befreundeten König Friedrich Wilhelm IV. unter Beibehaltung seines Postens als Oberpräsident zum Staatsminister ernannt und wiederholt nach Berlin berufen. Da jedoch seine Ansichten mit denen des Königs nicht übereinstimmten, verließer 1842 den Staatsdienst und wurde zum Burggrafen von Marienburg ernannt, dessen Schloß er zu restaurieren begonnen hatte. S. lebte seitdem auf seinem Gut Arnau bei Königsberg. Über seine Memoiren und Briefe, die sein Sohn u. d. T.: »Aus den Papieren des Ministers und Burggrafen von Marienburg, Th. v. S.« (Halle u. Berl. 187583, 6 Bde.) herausgab, entspann sich ein lebhafter Streit, da verschiedene Behauptungen Schöns über seinen Anteil an der Steinschen Reform und seine Urteile über Zeitgenossen angefochten wurden. Vgl. M. Lehmann, Knesebeck und S. (Leipz. 1875) und Stein, Scharnhorst und S. (das. 1877). Zugunsten Schöns spricht die Schrift: »Zu Schutz und Trutz am Grabe Schöns, von einem Ostpreußen« (Berl. 1876). Als Nachtrag zu den genannten Memoiren erschienen: »Studienreisen eines jungen Staatsmannes in England« (Berl. 1891) und »Zur Knaben- und Jünglingszeit Th. v. Schöns nach dessen Papieren, zusammengestellt von seinem Sohn« (das. 1896). Den Briefwechsel Schöns mit G. H. Pertz und J. G. Droysen gab Rühl heraus (Leipz. 1896).
   2) Eduard, geb. 23. Jan. 1825 zu Engelsberg in Schlesien (daher sein Pseudonym E. S. Engelsberg), gest. 27. Mai 1879 zu Deutsch-Jaßnik in Mähren, k. k. Ministerialrat, hatte bei A. M. Storch in Wien gründliche musikalische Studien gemacht und schrieb zahlreiche Kammermusik- und Orchesterwerke, wurde aber besonders als Komponist humoristischer Männerquartette bekannt (»Heini von Steier«, »Der Landtag von Wolkenkuckucksheim«, »Poeten auf der Alm« u. a.), neben denen auch solche ernster Richtung Beifall fanden.
   3) Wilhelm von, deutscher Diplomat, geb. 3. Juni 1851 in Worms, trat 1870 als Kriegsfreiwilliger in das Heer, war als Leutnant im 24. Dragonerregiment zur Dienstleistung beim Auswärtigen Amt in Berlin kommandiert und trat 1877 zur diplomatischen Laufbahn über. Nach einer Tätigkeit als Attaché, Legationssekretär und Geschäftsträger in Madrid, Athen, Bern und Haag wirkte S., 1885 vom Großherzog von Hessen erblich geadelt, als erster Sekretär und Botschaftsrat in Paris, war 189699 Oberhofmarschall des Herzogs Alfred von Sachsen-Koburg-Gotha, wurde 1900 Gesandter in Kopenhagen, wo er den Deutschen Hilfsverein und ein deutsches Seemannsheim gründete, und Anfang 1906 Nachfolger des Grafen von Alvensleben in Petersburg.
 
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Schonach, Gemeinde im bad. Kreis Villingen, Amt Triberg, im Schwarzwald, 887 m ü. M., hat eine kath. Kirche, eine Strohflechtschule, Uhrenfabrikation, Eisengießerei, Schraubenfabrik, Strohflechterei, Sägewerke und (1905) 2740 Einw. S. wird als Luftkurort besucht.
 
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Schönaich, Dorf im württemberg. Neckarkreis, Oberamt Böblingen, in waldreicher Gegend auf dem Schönbuch, hat eine evang. Kirche, mechanische Stickerei und Strickerei, Zigarrenfabrikation, Flachs- und Hanfbau und (1905) 2163 Einw.
 
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Schönaich, 1) Christoph Otto, Freiherr von, Dichter, geb. 11. Juni 1725 zu Amtitz in der Niederlausitz, gest. daselbst 15. Nov. 1807, wurde als sächsischer Leutnant wegen seines epischen Gedichts »Hermann« (Leipz. 1751, 4. Aufl. 1805) von Gottsched in Leipzig 1752 zum Dichter gekrönt und Klopstock und dessen Freunden entgegengestellt. Aber schon das Epos »Heinrich der Vogler« (Berl. 1757) sowie mehrere Oden, Trauerspiele etc., noch mehr die gegen Klopstock, Haller und Bodmer gerichtete Schmähschrift »Die ganze Ästhetik in einer Nuß, oder Neologisches Wörterbuch« (das. 1754; Neudruck, mit Einleitung von Köster, das. 1900) erwiesen die Borniertheit des Verfassers; gleichwohl ist das letztere Werk für die Geschichte der deutschen poetischen Sprache nicht uninteressant. Vgl. O. Ladendorf, Christoph Otto, Freiherr v. S. (Dissertation, Leipz. 1897).
   2) Franz, österreich. Reichskriegsminister, geb. 27. Febr. 1844 in Wien, trat 1862 als Jägerleutnant

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in die Armee, machte die Feldzüge von 1864 und 1866 mit, bezog dann die Kriegsschule, wurde 1870 Hauptmann im Landesbeschreibungsdepartement und 1871 ins Reichskriegsministerium versetzt. 1878 zum Major ernannt, wurde er Chef des Generalstabs der 30., dann der 21. Truppendivision in Lemberg und Přemysl. Später in Bruck a. d. Mur, Judenburg, Wien und Preßburg verwendet, war er 188795 dem Generaltruppeninspektor Erzherzog Albrecht zu persönlicher Dienstleistung zugeteilt, erhielt nach dessen Tode (1895) das Kommando der 8. Infanterietruppendivision und wurde Feldmarschalleutnant. 1899 wurde er erster Sektionschef im Kriegsministerium, 1902 Kommandant des 9. Korps in Josephstadt, 1904 Feldzeugmeister, 11. März 1905 und zum zweiten Male 2. Juni 1906 Minister für Landesverteidigung, schließlich 24. Okt. 1906 nach dem Rücktritt v. Pitreichs Reichskriegsminister.
 
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Schönaich-Carolath, fürstl. Familie, s. Meyers Carolath.

 

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