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Schollenbrecher bis Scholten (Bd. 6, Sp. 943)
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Artikelverweis Schollenbrecher, mit Vorsprüngen versehene Walze (besonders die Croskillwalzen) zum Zertrümmern der harten Ackerkruste und der Erdschollen.
 
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Schöllenen, s. Meyers Reuß (Fluß).
 
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Schollengebirge, ein Gebirge, das aus Schollen (s. Meyers Scholle) besteht.
 
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Schollenland, westeuropäisches, s. Textbeilage zur »Geologischen Karte von Deutschland«, S. II (Bd. 4, S. 764).
 
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Schollenlava, eine Lava mit einer in plattenförmige Blöcke zerfallenden Erstarrungsrinde.
 
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Schollenmuskel (Musculus soleus), umfangreicher Muskel in der tiefern Muskelschicht der Rückseite des Unterschenkels (s. Tafel Meyers »Muskeln des Menschen«, Fig. 2).
 
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Schoeller, Max, Afrikareisender, geb. 28. Juli 1865 in Düren, studierte Philosophie und Naturwissenschaft und widmete sich dann industriellen und kolonialen Unternehmungen. Nach wiederholten Reisen nach Ägypten und Kleinasien bereiste er 1894 mit Schweinfurth und dem Topographen Kaiser die italienische Kolonie Erythräa und zog 1896 von Pangani zum Kilimandscharo und Meru, dann durch die Massaisteppe zum Victoriasee und nach Uganda; 1897 besuchte er Südafrika. S. veröffentlichte: »Mitteilungen über meine Reise in der Colonia Eritrea, Nord abyssinien« (Berl. 1895) und »Mitteilungen über meine Reise nach Äquatorial-Ostafrika und Uganda 18961897« (das. 190204, 3 Bde.).
 
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Schollerde (Bunkerde), oberste, aus wenig zerfetzter, lockerer Pflanzenmasse bestehende Schicht der Hochmoore.
 
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Schollern, 45 cm tief gefrornen Boden mit der Radehacke in großen Schollen aufbrechen, die über Winter liegen bleiben, befördert Lockerung des Bodens und Vernichtung von Insektenlarven u. Unkrautsamen.
 
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Schöllkraut (Schöllwurz), s. Chelidonium.
 
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Scholten, Johannes Henricus, holländ. protestantischer Theolog, geb. 17. Aug. 1811 in Bleuten, gest. 10. April 1885 in Leiden, nahm 1831 an dem Feldzug gegen Belgien teil, wurde 1838 reformierter Pfarrer in Meerkerk, 1840 Professor am Athenäum in Franeker und 1843 an der Universität Leiden. S. war das Haupt der kritischen Theologie in Holland. Der erste Teil seiner Wirksamkeit war der Dogmatik und der Religionsphilosophie gewidmet. Die bezüglichen Schriften sind: »De leer der hervormde kerk in hare grondbeginselen« (Leid. 184850,4. Ausg. 186162; deutscher Auszug von Nippold in der »Zeitschrift für historische Theologie«, 1865) und die auch deutsch erschienenen Werke: »Geschichte der Religion und Philosophie« (Leid. 1853, 3. Aufl. 1863; deutsch von Redepenning, Elberf. 1868) und »Der freie Wille« (Leid. 1859; deutsch von Manchot, Berl. 1873). Später wandte er sich der Kritik des Neuen Testaments zu und gewann als Bibelkritiker in Holland eine ähnliche Stellung wie einst F. Ch. Baur in Deutschland. Unter seinen vielen hierher gehörigen Werken nennen wir: »Historisch-kritische inleiding tot de schriften des Nieuwen Testaments« (Leid. 1855, 2. Aufl. 1856); »Geschiedenis der christelijke godgeleerdheid gedurende het tijdperk des Nieuwen Testaments« (das. 1856, 2. Aufl. 1857); »Het evangelie naar Johannes« (das. 1864; deutsch von Lang, Berl. 1867); »De oudste getuigenissen aangaande de schriften des Nieuwen Testaments« (1866; deutsch von Manchot, Brem. 1867); »Het oudste evangelie« (Leid. 1868; deutsch von Redepenning, Elberf. 1869); »Het Paulinisch evangelie« (Leid. 1870; deutsch von Redepenning, Elberf. 1881); »De apostel Johannes in Klein-Azië« (Leid. 1871; deutsch von Spiegel, Berl. 1872); »Historisch-kritische bijdragen naar aanleiding van de nieuwste hypothese aangaande Jezusen Paulus« (Leid. 1882). Eine Übersicht über seine theologische Entwickelung gibt seine »Afscheidsrede bij het neerleggen van het hoogleeraarsambt« (Leid. 1881). Vgl. Kuenen, Levensbericht van J. Henricus S. (Amsterd. 1885).

 

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