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Schnittstanze bis Schnizl (Bd. 6, Sp. 934)
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Artikelverweis Schnittstanze, soviel wie Lochmaschine, s. Meyers Lochen.
 
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Schnittwarenhandel, s. Meyers Ausschnitt.
 
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Schnittzwiebel, s. Meyers Lauch, S. 236.
 
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Schnitzel, Rübenschnitzel, s. Meyers Zucker.
 
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Schnitzel, in der Kochkunst (Wiener S.) ein gebratenes Stück Kalbfleisch aus der Kugel der Keule, mit Zitrone, Sardelle und Kapern garniert.
 
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Schnitzeljagd, Jagdreiten, bei dem die Fährte des Wildes durch Papierschnitzel markiert wird von einem Reiter (»Fuchs«), der selbst die Rolle des zu jagenden Tieres übernimmt. Vorauseilende Reiter (»Hunde«), gewöhnlich zwei, vertreten die Stelle der Meute und geben die Jagdrichtung an.
 
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Schnitzer, Eduard, s. Meyers Emin Pascha.
 
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Schnitzereischulen, Fachschulen zur Ausbildung von Arbeitern für das Schnitzereihandwerk (in Holz und Elfenbein). Über Holzschnitzerschulen s. Meyers Holzindustrieschulen. In Erbach im Odenwald besteht eine Schnitzerschule speziell für Elfenbein.
 
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Schnitzergrün, soviel wie Chromhydroxyd.
 
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Schnitzler, 1) Johann, Mediziner, geb. 10. April 1835 in Groß-Kanizsa, gest. 2. Mai 1893 in Wien, studierte in Budapest und Wien, war 186367 klinischer Assistent Oppolzers, habilitierte sich in dieser Zeit als Privatdozent und wurde 1878 außerordentlicher, 1880 ordentlicher Professor in Wien. Seine Arbeiten betreffen besonders die Krankheiten der Atmungs- und Kreislaufsorgane und deren lokale Behandlung. Er schrieb: »Die pneumatische Behandlung der Lungen- und Herzkrankheiten« (Wien 1875, 2. Aufl. 1877); »Zur Diagnose und Therapie der Laryngo- und Tracheostenosen« (das. 1877); »Über Laryngoskopie und Rhinoskopie« (das. 1879); »Die Lungensyphilis und ihr Verhältnis zur Lungenschwindsucht« (das. 1880); »Klinischer Atlas der Laryngologie« (mit Gajer und A. Schnitzler, das. 1895). 186086 redigierte er die »Wiener medizinische Presse«, mit dem Beiblatt »Wiener Klinik«, und seit 1887 gab er die »Internationale klinische Rundschau« und »Klinische Zeit- und Streitfragen« heraus.
   2) Artur, Schriftsteller, Sohn des vorigen, geb. 15. Mai 1862 in Wien, studierte Medizin, wurde zum Doktor promoviert, widmete sich aber bald ausschließlich der Literatur. Er lebt in Wien. Schon sein Erstlingswerk »Anatol« (Berl. 1893, 8. Aufl. 1905), das aus einer Reihe von dramatischen Dialogen besteht, verriet in der Verbindung von leichtfertiger Erotik, scharfer Beobachtung und überaus graziöser Darstellung die Eigenart von Schnitzlers starkem Talent. In ähnlichem Geiste gehalten sind die geistvollen Einakter »Der grüne Kakadu«, »Paracelsus« und »Die Gefährtin« (Berl. 1899, 3. Aufl. 1900), »Lebendige Stunden« (darin der ausgezeichnete Einakter »Literatur«, das. 1902, 5. Aufl. 1903) und »Marionetten« (ebenfalls drei Einakter, das. 1906), und dieselbe, auf die Länge etwas ermüdende Schilderung des Liebeslebens gewisser Wiener Kreise findet sich in den Schauspielen »Liebelei« (das. 1895, 4. Aufl. 1901), »Das Vermächtnis« (das. 1901), »Freiwild« (das. 1895, 2. umgearbeitete Aufl. 1902), »Das Märchen« (das. 1902) und auch, trotz zum Teil veränderten Milieus, in den neuern Werken größern Stils: »Der Schleier der Beatrice« (das. 1901), »Der Ruf des Lebens« (das. 1905, 2. Aufl. 1906), »Der einsame Weg« (das. 1904, 4. Aufl. 1906) und der Komödie »Zwischenspiel« (das. 1906). Auch aus Schnitzlers erzählenden Werken »Sterben« (Berl. 1895, 4. Aufl. 1904), »Frau Berta Garlan« (das. 1901, 4. Aufl. 1904), »Leutnant Gustl« (das. 1901, 12. Aufl. 1906), »Die Frau des Weisen« (das. 1898, 6. Aufl. 1906) und »Die griechische Tänzerin« (Wien 1905) weht uns derselbe Geist entgegen, der sich schließlich in den (zuerst nur durch einen Privatdruck verbreiteten) sehr gewagten zehn Dialogen »Reigen« (das. 1903) in gar zu unbekümmerter Freiheit offenbart. Zuletzt erschien: »Dämmerseelen«, Novellen (1.7. Aufl., Berl. 1907). Vgl. Salkind, Arthur S. (Leipz. 1907).
 
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Schnizl., bei Pflanzennamen Abkürzung für Adelbert Schnizlein, geb. 1813, gest. 24. Okt. 1868 als Professor der Botanik in Erlangen. Schrieb: »Flora von Bayern« (Erlang. 1817); »Farnpflanzen der Gewächshäuser« (das. 1854); »Iconographia familiarum regni vegetabilis« (Bonn 184370, 4 Bde.).

 

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