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Schnirkelschnecken bis Schnittlauch (Bd. 6, Sp. 933 bis 934)
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Artikelverweis Schnirkelschnecken (Helicidae), Familie der Lungenschnecken, Tiere mit äußerer, wohlentwickelter, spiraliger Schale, die meist das ganze Tier aufnimmt, vier Tentakeln, rechts unter dem Rande des Mantels liegender Atemöffnung, in der Regel gemeinsamer Geschlechtsöffnung, meist gestreiften oder gerippten, halbmondförmigen Kiefern und viereckigen, die Zähne tragenden Platten auf der Radula. Die Familie umfaßt etwa 5000 lebende und 400 fossile Arten in den Gattungen Helix, Bulimus, Achatina, Buliminus, Balea, Clausilia, Pupa, Vitrina, Zonites, Hyalina, Succinea. Zur Gattung Helix L., mit scheibenförmiger, kugeliger oder kegelförmiger, oft gebänderter Schale, schräger, mehr breiter als hoher Mündung, gehören etwa 3000 über die ganze Erde verbreitete Arten und 200 fossile Arten vom Eocän an. Im Winter verschließen die Tiere ihre Schale mit einem Deckel. Mehrere Arten werden gegessen, wie die Weinbergschnecke (H. pomatia L.) in Süddeutschland und der Schweiz, H. aperta (la tapade) u. a. in Frankreich etc. Vgl. Pfeiffer, Monographia heliceorum viventium (Leipz. 184877, 8 Bde.); »Familie der Helizeen« (Abt. 13 von Pfeiffer, Abt. 46 von Kobelt, Nürnb. 18461906).
 
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Schnitt zweier geometrischer Gebilde heißt der Inbegriff aller Punkte, die diese Gebilde gemeinsam haben, in denen sie also einander schneiden. Zwei verschiedene Linien können einander in Punkten schneiden (den Schnittpunkten), ebenso eine Linie und eine Fläche, zwei Flächen in Linien (Schnittlinie, Durchdringungskurve), ein Körper und eine Fläche, z. B. eine Ebene in einer Fläche (Schnittfläche).
 
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Schnitt, bei Büchern s. Meyers Buchbinden, S. 525; auch soviel wie Durchschnitt oder Lochmaschine (s. Meyers Lochen); bei Edelsteinen die Schlifform; in der Zeichenkunst soviel wie Querschnitt und Längsschnitt (s. Profil). S. auch Meyers Schnittmuster.
 
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Schnitt, ein aus den Regeln des »Pharo« und »Meine, deine Tante« kombiniertes Kartenhasardspiel, das daher den Namen hat, daß der Bankier mit einem Blatte in die volle Karte einschneidet und so selbst kupiert, indem er die obere Hälfte des Talons nach unten legt.
 
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Schnittapparat, s. Meyers Gasdruckmesser.
 
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Schnittblumen, Blüten, die in der Blumenbinderei verwendet werden. Sie müssen nach dem Abschneiden wenigstens einen Tag lang frisch bleiben und dürfen gegen Druck und Stoß nicht zu empfindlich sein, auch sollen sie langstielig sein oder wenigstens an schlanken Zweigen sitzen; in letzterm Falle muß aber das Laub in seiner Gesamtwirkung gegen die Blumen am Zweige zurücktreten. Erwünscht sind ferner: graziöser Bau der Blüte, gute Haltung (aufrecht oder leicht geneigt, nicht hängend), reine Färbung und Duft. Die Anzucht geschieht in freiem Land, in Mistbeeten oder Gewächshäusern. Durch Treiben oder durch Anwendung von Kälte werden manche Pflanzen zu außergewöhnlicher Jahreszeit (Maiblumen) zur Blüte gebracht. Die Freilandschnittblumen sind hauptsächlich Stauden. Zwiebel- und Knollenpflanzen werden, außer Hyazinthen, Tulpen, Narzissen und einigen andern, weniger in Deutschland als in Südengland, Südfrankreich und an der Riviera zur Schnittblumenkultur verwendet; ihre Blumen werden besonders während der Wintermonate aus Südfrankreich und der Riviera nach Deutschland, Nordfrankreich, Nordengland und Rußland ausgeführt. Von Freilandschnittblumen sind die wichtigsten: Anemonen, *Aquilegien, Astern, Georginen (Dahlien), Goldlack, Helichrysum (für Trockenbindereien), Kornblumen, *Lathyrus, Levkojen, Lupinen,

[Bd. 6, Sp. 934]


*Maiblumen, Mohn, Nelken, Penseen, *Reseda, Skabiosen, Sonnenblumen, Statice, *Veilchen, *Vergißmeinnicht, Gladiolen, Schneeglöckchen, Schwertlilien, *Flieder, *Rosen, *Schneeball. (Die mit * bezeichneten werden auch getrieben.) In Gewächshäusern oder Mistbeeten werden zur Blüte gebracht: Alpenveilchen, Azaleen, Chrysanthemum, Erica, Myrten, chinesische Primeln, Tuberosen; Anthurium, Begonien, Eucharis, Fuchsien, Gardenien, Lapagerien, Montbretia, Pelargonien, Stephanotis und verschiedene Orchideen. Vgl. Schnurbusch, Der praktische Schnittblumenzüchter (3. Aufl., Leipz. 1906, 2 Tle.).
 
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Schnittbrenner, s. Meyers Leuchtgas, S. 464.
 
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Schnittfläche, s. Meyers Schnitt (Math.).
 
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Schnittholz, das zu Brettern, Furnieren, Latten, Säulen, Radfelgen und -Speichen, Fußstäben etc. zu benutzende Holz.
 
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Schnittkohl, soviel wie Blattkohl, s. Meyers Kohl.
 
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Schnittlauch, s. Meyers Lauch, S. 236.

 

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