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Schnetz bis Schnirkelmuschel (Bd. 6, Sp. 933)
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Artikelverweis Schnetz, Jean Victor, franz. Maler, geb. 15. Mai 1787 in Versailles, gest. 17. März 1870 in Paris, lernte in Paris unter David. Sein erstes größeres Gemälde war der barmherzige Samariter (1819, Kathedrale in Valence), dem Jeremias, auf den Trümmern von Jerusalem weinend, folgte. Für Versailles malte er die Schlacht bei Ceresole 1544, die Prozession der Kreuzfahrer um Jerusalem und die Schlacht bei Ascalon (1099), Graf Odo verteidigt Paris gegen die Normannen 885886 u. a., für die Kirche Notre-Dame de bonne Nouvelle eine heil. Elisabeth. Daneben schuf er viele Bilder aus dem italienischen Volksleben, zum Teil lebensgroß, wie das fast 5 m breite Gelübde an die Madonna (im Louvre). 1840 ward er zum Direktor der französischen Akademie in Rom ernannt, wo er bis 1847 und dann wieder von 1852 bis 1866 tätig war.
 
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Schneuß, in der gotischen Baukunst soviel wie Meyers Fischblase (s. d. und Dreischneuß).
 
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Schneverdingen, Dorf im preuß. Regbez. Lüneburg, Kreis Soltau, an der Staatsbahnlinie Soltau-Buchholz, hat eine evang. Kirche, 5 Schuhfabriken und (1905) 2039 Einw.
 
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Schnibbe, s. Meyers Abzeichen.
 
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Schnickschnack, s. Meyers Schnack.
 
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Schnierlach (franz. La Poutroie), Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis Rappoltsweiler, am Weißbach, in den Vogesen und an der Linie Kolmar-S. der Kaisersberger Taleisenbahn, hat eine kath. Kirche, Amtsgericht, Baumwollspinnerei, mechanische Weberei, Holzstoff-, Käse- und Kirschwasserfabrikation und (1905) 2095 meist kath. Einwohner. Westlich der Fauxkopf (1222 m), nördlich der Bludenberg (1231 m).
 
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Schnigge, kleines Hansaschiff, jetzt ein- oder zweimastiges Küstenfahrzeug in der Nordsee.
 
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Schnin, Stadt, s. Meyers Znin.
 
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Schnippchen, eine Handgebärde, kurzes Fingerknipsen (engl. snip); S. schlagen, durch Fingerschnalzen andeuten, daß einem eine Sache nicht mehr wert sei als dies. So hatte sich Sardanapal darstellen lassen, wie er der ganzen Welt ein S. schlägt, und ebenso wurden häufig antike Faune und Satyrn dargestellt. Davon schnippisch, kurz angebunden.
 
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Schnipp-Schnapp-Schnurr-Burr-Basilorum, einfaches Kartenspiel mit Pikett- oder Whistkarte, je nach Anzahl der Teilnehmer. Vorhand spielt ein Blatt aus und sagt Schnipp, wer das nächsthöhere Blatt gleicher Farbe hat, wirft es zu und sagt Schnapp, ebenso folgen Schnurr, Burr und Basilorum. Basilorum zieht den Stich ein und spielt wieder aus. Es gilt, so auszuspielen, daß man selbst Basilorum machen kann und möglichst auch Freiblätter übrigbehält, auf welche die andern Spieler nichts zuwerfen können. Wer seine Blätter zuerst los ist, hat gewonnen.
 
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Schnirkelmuschel, s. Meyers Austern, S. 163.

 

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