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Schnepfenthal bis Schnierlach (Bd. 6, Sp. 932 bis 933)
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Artikelverweis Schnepfenthal, bekannte Erziehungsanstalt am Nordfuß des Thüringer Waldes, 4 km von Waltershausen, an der Staatsbahnlinie Fröttstedt-Georgenthal, wurde 1784 von Christian Gotthilf Meyers Salzmann (s. d.) gegründet und nach dessen Tod (1811) von seinem Sohn Karl weitergeführt, der sie 1847 an seinen Neffen Wilhelm Ausfeld übergab (»Festschrift«, Leipz. 1884).
 
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Schnepff, Erhard, Reformator Württembergs, geb. 1. Nov. 1495 in Heilbronn, gest. 1. (nicht 28.) Nov. 1558 in Jena, wurde als Student in Heidelberg für Luthers Lehre gewonnen und folgte, nachdem er in Nassau-Weilburg die Reformation eingeführt, 1527 einem Ruf an die neugegründete Universität Marburg. 1534 übernahm er die Einführung der Reformation in Württemberg unterhalb der Staig, während Meyers Blarer (s. d.) oberhalb der Staig dem Evangelium Bahn brach. Seine Stellung als Generalsuperintendent in Stuttgart vertauschte er, am Hofe mißliebig geworden, 1544 mit einer Professur in Tübingen. Durch das Interim 1548 aus Württemberg vertrieben, wirkte er seit 1549 als Professor in Jena. Vgl. Hartmann, Erhard S. (Tübing. 1870).

[Bd. 6, Sp. 933]



 
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Schnepper (Schnäpper), chirurg. Instrument, bei dem mittels einer Stahlfeder eine oder mehrere in einer Kapsel verborgene scharfe Klingen hervorgeschnellt werden können. Der Aderlaßschnepper (Phlebotomus) besaß nur eine Klinge; über den Schröpfschnepper (Scarificatorium) s. Meyers Schröpfen. Vgl. auch Armbrust.
 
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Schnepperer, s. Meyers Rosenblüt.
 
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Schnerfer, in Nordtirol der Meyers Rucksack (s. d.).
 
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Schnetz, Jean Victor, franz. Maler, geb. 15. Mai 1787 in Versailles, gest. 17. März 1870 in Paris, lernte in Paris unter David. Sein erstes größeres Gemälde war der barmherzige Samariter (1819, Kathedrale in Valence), dem Jeremias, auf den Trümmern von Jerusalem weinend, folgte. Für Versailles malte er die Schlacht bei Ceresole 1544, die Prozession der Kreuzfahrer um Jerusalem und die Schlacht bei Ascalon (1099), Graf Odo verteidigt Paris gegen die Normannen 885886 u. a., für die Kirche Notre-Dame de bonne Nouvelle eine heil. Elisabeth. Daneben schuf er viele Bilder aus dem italienischen Volksleben, zum Teil lebensgroß, wie das fast 5 m breite Gelübde an die Madonna (im Louvre). 1840 ward er zum Direktor der französischen Akademie in Rom ernannt, wo er bis 1847 und dann wieder von 1852 bis 1866 tätig war.
 
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Schneuß, in der gotischen Baukunst soviel wie Meyers Fischblase (s. d. und Dreischneuß).
 
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Schneverdingen, Dorf im preuß. Regbez. Lüneburg, Kreis Soltau, an der Staatsbahnlinie Soltau-Buchholz, hat eine evang. Kirche, 5 Schuhfabriken und (1905) 2039 Einw.
 
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Schnibbe, s. Meyers Abzeichen.
 
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Schnickschnack, s. Meyers Schnack.
 
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Schnierlach (franz. La Poutroie), Kantonshauptstadt im deutschen Bezirk Oberelsaß, Kreis Rappoltsweiler, am Weißbach, in den Vogesen und an der Linie Kolmar-S. der Kaisersberger Taleisenbahn, hat eine kath. Kirche, Amtsgericht, Baumwollspinnerei, mechanische Weberei, Holzstoff-, Käse- und Kirschwasserfabrikation und (1905) 2095 meist kath. Einwohner. Westlich der Fauxkopf (1222 m), nördlich der Bludenberg (1231 m).

 

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