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Schnellgerberei bis Schnellpökeln (Bd. 6, Sp. 928)
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Artikelverweis Schnellgerberei, s. Meyers Leder, S. 308.
 
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Schnellhammer, ein mechanischer Hammer, der 400500 Schläge in der Minute ausführt.
 
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Schnelligkeit, s. Meyers Geschwindigkeit.
 
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Schnelligkeitsmesser, s. Meyers Geschwindigkeitsmessung.
 
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Schnellkäfer (Schmiede, Elateridae Leach), Käferfamilie, meist unscheinbare, langgestreckte, mehr oder weniger niedergedrückte Käfer mit gesenktem Kopf, gesägten oder gewedelten Fühlern, kurzen Beinen, fünfgliederigen Tarsen, schnellen sich, wenn sie auf dem Rücken liegen, mit Hilfe eines Bruststachels kräftig in die Höhe und wenden sich während des Sprunges so,-daß sie auf die Beine niederfallen. Die Larven (Drahtwürmer) sind linear, hornig, glatt und glänzend, haben sechs kurze Beine und am letzten Hinterleibssegment oft zwei gezähnelte Vorsprünge und leben meist in abgestorbenem Holz. Man kennt ca. 3000 über die ganze Erde verbreitete Arten. Der Saatschnellkäfer (Agriotes lineatus L., s. Tafel Meyers »Landwirtschaftliche Schädlinge I«, Fig. 1), 10 mm lang, schwarzbraun, grau behaart, an Fühlern, Beinen und Flügeldecken gelblich, an letztern braun gestreift, ist in Deutschland sehr gemein, lebt auf Feldern und Wiesen, überwintert in einem Versteck und paart sich im Frühjahr; seine Larve ist 2 cm lang, mit harter, glänzendgelber Körperbedeckung und stumpfer, brauner Spitze am Körperende, lebt mehrere Jahre und beschädigt die Wurzeln von Getreide, Rüben, Kohlarten, Erbsen, Nelken, Levkojen etc. Als Gegenmittel empfiehlt sich in Gärten das Ködern mit Salatstrünken od. dgl., auf Feldern das zwei bis drei Jahre wiederholte Unterbringen von in haselnußgroße Stückchen zerschlagenem Ölkuchen auf etwa 10 cm Tiefe. Die Puppe ruht ohne Kokon in der Erde, und etwa im Juli schlüpft der Käfer aus. Andre Drahtwürmer (vielleicht die Larve von Lacon murinus L., einem 12 mm langen, kräftig breit gebauten, schwarzen, überall dicht graubraun und weiß marmoriert beschuppten, auf der Oberseite des Hinterleibes lebhaft gelben Käfer) werden in Baumschulen schädlich. Elater sanguineus L., in ganz Europa, bes. unter Kiefernrinde, und Alaus Pareyssii, in Südrußland, s. Tafel Meyers »Käfer I«, Fig. 37 u. 38. Vgl. Candèze, Monographie des Elatérides (Lütt. 185763, 4 Bde.).
 
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Schnellkraft, s. Meyers Elastizität.
 
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Schnellladekanonen, s. Meyers Schnelladekanonen (S. 926).
 
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Schnellläufer, s. Meyers Schnelläufer (S. 926).
 
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Schnellot, s. Meyers Lot, S. 725.
 
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Schnellphotographie (Ferrotypie), ein von Hamilton Smith in Nordamerika 1856 erfundenes Verfahren, photographische Aufnahmen auf schwarz lackiertem, mit Asphalt überzogenem Eisenblech, auf dem das Bild nach der Entwickelung in der Kamera in weißgrauer Farbe erscheint. Die S. wird in der Regel mittels des nassen Kollodiumverfahrens hergestellt, indem man den Asphaltgrund mit einer Schicht jodsalzhaltigen Kollodiums bedeckt, in Silbernitratlösung badet, naß exponiert und das Bild mit saurer Eisenvitriollösung entwickelt. Das Bild ist ein Negativ aus weißem metallischen Silber, das auf dem schwarzen Untergrund wie ein Positiv aussieht. Mit Bromsilbergelatine auf asphaltiertem Eisen wird die Expositionszeit bedeutend abgekürzt. Die Erzeugnisse besitzen keinen Kunstwert; auch wird das Verfahren nur von den Schnellphotographen auf Volksfesten, Jahrmärkten etc. geübt. Vgl. »Ferrotypie, ein amerikanisches Verfahren etc.« (12. Aufl., Düsseld. 1898); Mercator, Die Ferrotypie (Halle 1902).
 
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Schnellpökeln, s. Meyers Einsalzen.

 

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