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Schnellen bis Schnellfliegen (Bd. 6, Sp. 927)
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Artikelverweis Schnellen, hohe, zylindrische, sich nach oben etwas verjüngende Henkelkrüge von eleganter Form und mit reichen Reliefverzierungen, wurden aus weißlichgrauem Steinzeug im 16. u. 17. Jahrh. meist in Siegburg angefertigt (s. Abbild.).
 
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Schnellenberg, Schloß, s. Meyers Attendorn.
 
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Schnellender Finger, Krankheit, s. Meyers Hand, S. 715.
 
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Schneller, die Handlanger der Meyers Büchsenmeister (s. d.) bei der Bedienung der Geschütze; auch ein Garnsträhn und ein süddeutsches Garnmaß, in Bayern (Gebinde) = 200 m, in Österreich soviel wie Strang.
 
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Schneller, in der Musik, s. Meyers Pralltriller.
 
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Schneller, Christian, Dichter und tirol. Sprach- und Altertumsforscher, geb. 5. Nov 1831 zu Holzgau im Lechtal, studierte 185155 in Innsbruck und Wien Philologie und Naturgeschichte, war Gymnasialprofessor in Rovereto und Innsbruck und wurde 1869 zum Landesschulinspektor für die Volksschulen Deutschtirols, 1874 für die Mittelschulen in Deutschtirol und Vorarlberg ernannt. S. trat zuerst als talentvoller Poet mit den Gedichtsammlungen: »Aus den Bergen« (Nürnb. 1857), »Jenseit des Brenners« (Innsbr. 1864), den kleinen epischen Dichtungen: »Am Alpsee« (das. 1860) und »Eldorado« (Gera 1871) und dem Trauerspiel »Der Knappe von Schwaz« (Innsbr. 1880) auf. Wissenschaftlich debütierte er mit den »Märchen und Sagen aus Welschtirol« (Innsbr. 1867), an die sich sein Hauptwerk: »Die romanischen Volksmundarten in Südtirol« (Gera 1870, Bd. 1), anschloß. Seitdem folgten: »Streifzüge zur Erklärung tirolischer Ortsnamen« (Innsbr. 1870); »Landeskunde von Tirol« (das. 1872); »Die Volksschule in Tirol vor 100 Jahren« (das. 1874); die vortrefflichen »Skizzen und Kulturbilder aus Tirol« (das. 1877); »Tirolische Namensforschungen. Orts- und Personennamen des Lagertals in Südtirol« (das. 1890); »Beiträge zur Ortsnamenkunde Tirols« (das. 189396,3 Hefte); »Tridentinische Urbare aus dem 13. Jahrhundert« (Graz 1897); »Südtirolische Landschaften« (Innsbr. 18991900, 2 Bde.); »Innsbrucker Namenbuch« (das. 1905) sowie die Dichtungen: »St. Valentin« (das. 1890), »Der Einsiedler von Fleims« (das. 1895), »Blüten und Garben« (Berl. 1897), »Scherz und Laune« (Innsbr. 1901) und die Erzählungen »Aus alter und neuer Zeit« (das. 1902).
 
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Schnelleröfen, s. Meyers Kalk, S. 478.
 
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Schnellewalde, Dorf im preuß. Regbez. Oppeln. Kreis Neustadt in Oberschlesien, an der Staatsbahnlinie Kandrzin-Deutsch-Wette, hat eine evangelische u. eine kath. Kirche, Dampfziegelei u. (1905) 2002 Einw.
 
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Schnellfeuer, beschleunigtes, aber nicht ungezieltes Feuer, gegen gute Ziele und in schnell vorübergehenden Gefechtsmomenten angewendet, vgl. Magazinfeuer. Das Exerzierreglement für die Infanterie vom 29. Mai 1906 kennt den Ausdruck S. nicht mehr; die Schnelligkeit des Feuers richtet sich stets nach den Gefechtsverhältnissen.
 
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Schnellfeuerkanonen, s. Meyers Geschütz, S. 693 ff.
 
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Schnellfliegen, s. Meyers Mordfliegen.

 

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