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Schneiderschulen bis Schneifel (Bd. 6, Sp. 926)
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Artikelverweis Schneiderschulen (Schneiderakademien, Modeakademien), Anstalten, die junge Schneider hauptsächlich im Zuschneiden nach theoretischen Grundsätzen ausbilden. Die Schulen sind meist Privatunternehmungen mit zweiwöchentlichen bis zweijährigen Kursen. Die in mehreren Städten gegründeten und für Lehrlinge bestimmten Innungsschulen (in Preußen ca. 20, die wichtigsten in Berlin, Breslau, Magdeburg, Merseburg, Hildesheim, Frankfurt a. O., Potsdam, Stettin, Trier; in Bayern zwei: München, Bayreuth; in Sachsen drei: Chemnitz, Plauen, Zwickau) dienen dem gleichen Zwecke. In Köln, Hannover und Posen werden alljährlich für Schneider Meisterkurse abgehalten. Die teilnehmenden Handwerker erhalten staatliche und kommunale Unterstützung.
 
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Schneidervogel (Orthotomus Bennettii Horsf), Sperlingsvogel aus der Familie der Timalien (Timeliidae), 17 cm lang, auf dem Scheitel rostrot, auf dem Mantel gelblichgrün, auf der Unterseite weiß, mit olivenbraunen Schwingen und Steuerfedern, von denen sich die beiden mittelsten beim Männchen verlängern, lebt in Ostindien, auf Ceylon, Java, in Birma etc. in Wäldern, Gärten, Rohrdickichten, nährt sich von Kerbtieren und baut sein Nest (s. Tafel Meyers »Nester II«, Fig. 7) aus fest ineinander verwobenen Fasern und Haaren zwischen zwei Blättern, die er mit einem Faden zusammenheftet, wobei er mit dem Schnabel die nötigen Löcher sticht. Der Eingang zum Nest befindet sich in der Nähe der Blattstiele.
 
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Schneideschlinge, s. Meyers Galvanokaustik.
 
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Schneidewalze, eine Walze mit herumlaufenden Schneiden, die beim Rollen über eine Platte aus weicher Masse diese in Streifen zerschneidet.
 
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Schneidewin, Friedrich Wilhelm, Philolog, geb. 6. Juni 1810 in Helmstedt, gest. 10. Jan. 1856 in Göttingen, studierte seit 1829 in Göttingen und ward 1833 Lehrer am Obergymnasium in Braunschweig, 1836 Privatdozent in Göttingen, 1837 außerordentlicher, 1842 ordentlicher Professor. Unter seinen Arbeiten sind hervorzuheben: »Delectus poesis Graecorum elegiacae, iambicae, melicae« (Göttingen 183839, 3 Tle.); Ausgaben von Martial (Grimma 1842, 2 Bde.; Text, Leipz. 1853 u. 1866), Pindar (das. 1850, 2. Aufl. 1865); »Heraclidis Politiarum quae exstant« (Götting. 1847); Sophokles mit deutschen Anmerkungen (Leipz. u. Berl. 1849 bis 1854, 7 Bde.; oft erneuert, seit 1856 durch Nauck, seit 1897 durch Bruhn); Babrios (Leipz. 1853, 2. Aufl. 1865); »Hyperidis orationes duae« (Götting. 1853); Äschylos' »Agamemnon« mit deutschen Anmerkungen (Berl. 1856); Hippolyts »Refutatio omnium haeresium« (mit L. Duncker, Götting. 1859). Mit v. Leutsch bearbeitete er den 1. Band des »Corpus paroemiographorum graecorum« (Götting. 1839). Auch begründete er 1846 den »Philologus. Zeitschrift für das klassische Altertum« (Götting.).
 
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Schneidezähne, s. Meyers Gebiß.
 
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Schneidklinge, s. Meyers Schraube.
 
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Schneidmodul, Werkzeug zum Abschneiden gleichbreiter Streifen von dünnen Holzblättern etc., besteht aus einem Anschlag mit Stange, an der eine verstellbare Schneide sitzt, die beim Verschieben des Anschlags an einer geraden Kante einen geraden Schnitt ausführt.
 
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Schneidrad, eine scheibenförmige Fräse.
 
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Schneidwerk, ein Walzwerk aus kreisförmigen Scheiben, die wie Kreisscheren wirken und eingeschobene Platten, Bleche oder Flachschienen fingerartig in schmale Streifen schneiden, z. B. behufs der Drahtfabrikation, der Anfertigung von Stäben zum Nagelschmieden etc. Vgl. Eisenspalterei.
 
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Schneifel (Schnee-Eifel), s. Eifel, S. 439.

 

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