Wörterbuchnetz
Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Schneealge bis Schneeberger Schnupftabak (Bd. 6, Sp. 919 bis 920)
Abschnitt zurück Abschnitt vor
Artikelverweis Schneealge, s. Meyers Algen, S. 317 (4).
 
Artikelverweis 
Schneealpe, plateauartiger Gebirgsstock der Österreichischen Alpen, an der steirisch-niederösterr. Grenze, nördlich, westlich und südlich von der Mürz umflossen, östlich durch das Altenberg- und Naßtal von der Raxalpe geschieden, erreicht im Windberg 1904 m Höhe und ist leicht zugänglich (am nächsten von Neuberg).
 
Artikelverweis 
Schneeammer, s. Meyers Spornammern.
 
Artikelverweis 
Schneeamsel, s. Meyers Drossel, S. 211.
 
Artikelverweis 
Schneeballstrauch, s. Meyers Viburnum.
 
Artikelverweis 
Schneeballsystem, s. Meyers Hydrasystem.
 
Artikelverweis 
Schneebeere, s. Meyers Chiococca und Meyers Symphoricarpus.
 
Artikelverweis 
Schneeberg, 1) Bergstock der Österreichischen Alpen, von der Raxalpe (südwestlich) durch das enge, von der Schwarza durchflossene Höllental getrennt, nordöstlich gegen das Puchberger Tal schroff abfallend, erreicht im Kaiserstein 2061, im Klosterwappen 2075 m. Der S. wird wegen seiner schönen Fernsicht namentlich von Wien aus häufig besucht und ist durch die 10 km lange Zahnradbahn Abtschen Systems Puchberg-Hochschneeberg zugänglich gemacht. Auf dem S. befinden sich der Alpengasthof Baumgartner (1436 m), das große Hotel Hochschneeberg (1795 m), das Kaiserin Elisabethkirchlein (1800 m) und mehrere Unterkunftshütten. Vgl. Leeder, Der S. (Wien 1883); Kempf, Touristisch-botanischer Wegweiser auf den S. (das. 1889); Benesch, Spezialführer auf den S. (das. 1897). 2) (Ewiger S.) s. Meyers Übergossene Alm. 3) (Krainer S.) höchster Berggipfel im nördlichen Karst, 1796 m hoch, mit schöner Aussicht, wird von St. Peter aus bestiegen. 4) (Großer oder Spieglitzer S.) Berggipfel der Sudeten, höchster Punkt des Glatzer Schneegebirges, an der Grenze von Preußisch-Schlesien, Böhmen und Mähren gelegen, 1422 m hoch, mit meteorologischer Höhenstation und 30 m hohem Aussichtsturm, wird über die dem Prinzen Friedrich Heinrich von Preußen gehörige Schweizerei (1218 m) bestiegen. Am Südabhang des Berges entspringt die March. 5) Höchster Berg des Fichtelgebirges, südlich von Weißenstadt, zwischen den Quellen der Eger und des Mains, 1051 m hoch. Auf seinem Gipfel das »Backöfele«, eine 7 m hohe Granitmasse, und eine Schutzhütte, an seinem Nordostabhange die »Drei Brüder« (834 m), drei Granitfelsen, deren mittlerer einem Wolf ähnelt, und weiter der Rudolfstein (880 m), aus großartigen Felskolossen bestehend, die früher durch Mauern zu einer Burg verbunden waren. 6) (Hoher S.) höchster Gipfel des Elbsandsteingebirges (Sächsische Schweiz), westlich von Tetschen in Böhmen gelegen, 723 m hoch, mit 33 m hohem Turm, Gasthaus und schöner Fernsicht.
 
Artikelverweis 
Schneeberg, Stadt in der sächs. Kreish. Zwickau, Amtsh. Schwarzenberg, am Schlemaer Bach, mit der Nachbarstadt Neustädtel zusammenhängend und an der Staatsbahnlinie Niederschlema-S.-Neustädtel, 466 m ü. M., hat eine schöne, 151640 erbaute evang. Hauptkirche mit einem Altargemälde von Lukas Cranach, eine Hospitalkirche, Gymnasium, Schullehrerseminar, Handelsschule, Zeichenschule, Spitzenklöppelmusterschule, Klöppelschule, Stickereifachschule, ein Waisen- und ein Rettungshaus, Amtsgericht, eine Klöppelschulinspektion, Maschinenstickerei, Ultramarin-, Korsett-, Puppen-, Buntpapier-, Tüll-, Porzellanfarben-, Schuh- und Konfektionswarenfabrikation, Spitzenklöppelei, Bergbau auf Silber (seit 1471),

[Bd. 6, Sp. 920]


Kobalt und Wismut und (1905) 9034 meist evang. Einwohner. In der Nähe der Filzteich, der 1783 seine Dämme durchbrach und bedeutenden Schaden anrichtete, ferner der 16 km lange, teilweise in Felsen gesprengte Flößgraben, der tiefe Fürstenstollen und der Marx-Semler-Stollen, welche die meisten Gruben der Umgegend lösen. Die Stadt verdankt ihr Entstehen dem Bergbau; 6. Febr. 1471 wurde die Zeche St. Georg erschürft, und bereits 1481 erhielt S. Stadtrechte. Vgl. Lehmann, Chronik von S. (Schneeb. 183740, 3 Bde.).
 
Artikelverweis 
Schneeberger, Helene, Schauspielerin, s. Meyers Hartmann 5).
 
Artikelverweis 
Schneeberger Schnupftabak, Mischung aus gepulverten aromatischen Kräutern, Wurzeln und Blüten (grüner besonders aus Angelica Archangelica, weißer aus Convallaria majalis), wird in und bei Schneeberg bereitet und bei Schnupfen benutzt.

 

Eingabe
Wörterbuchtext:
Stichwort: