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Schnalzlaute bis Schnarcheule (Bd. 6, Sp. 914)
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Artikelverweis Schnalzlaute (engl. Clicks), ihrer Entstehung nach Sauglaute, die bei geschlossenem Kehlkopf hervorgebracht werden. Während bei zivilisierten Völkern die S. nur beim Anrufen der Pferde, bei geräuschvollem Essen oder Küssen, dem sogen. Schmatzen, bei Äußerungen der Ungeduld u. dgl. gehört werden, bilden sie in einigen südafrikanischen Sprachen einen regelmäßigen Bestandteil der Sprache. Die Kaffern besitzen drei verschiedene S., die Hottentotten vier, die Buschmänner mindestens sechs, die auch mehrfach im nämlichen Wort vorkommen können und in wenigen Wörtern ganz fehlen. Die Mundstellung bei Hervorbringung der S. ist die nämliche wie bei der Aussprache des t, k, p, nur wird die hinter der Zunge oder den Lippen eingesperrte Luft eingesogen, anstatt ausgestoßen. Von den Buschmännern gingen sie auf die Hottentotten über; von ihnen haben die Kaffern drei Arten von Schnalzlauten entlehnt. Vereinzelt finden sich S. auch in Sprachen andrer Weltteile, z. B. in nordamerikanischen Indianersprachen, in Guatemala und bei den Negrito der melanesischen Inseln.
 
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Schnäpel, Fisch, s. Meyers Renke, S. 802.
 
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Schnäpper (Schnepper), s. Meyers Armbrust; auch chirurgisches Instrument, s. Meyers Schnepper.
 
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Schnapphahn, Wegelagerer zu Pferde, gewissermaßen ein nach Beute (etwa einem Hahn) schnappender Mensch; in Niedersachsen Spitzname für Gerichtsdiener.
 
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Schnapphahn, früher Bezeichnung einer seit 1500 am Niederrhein und in Lüttich, 79 aus der seinen Mark, halbfein geprägten Silbermünze mit einem als Raubritter (Snap'han) gedeuteten Reiter im Galopp auf dem Revers; es gab auch doppelte, vier- und achtfache Stücke.
 
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Schnapphahnschloß, s. Meyers Handfeuerwaffen, S. 749.
 
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Schnapptuch, s. Meyers Jagdzeug.
 
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Schnappweife, s. Meyers Haspel.
 
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Schnarchen, das bekannte Geräusch, das die Atmung der mit offenem Munde Schlafenden begleitet, entsteht dadurch, daß der Luftstrom das Gaumensegel in Schwingungen versetzt. S. tritt zuweilen plötzlich ein, wenn das Gaumensegel gelähmt wurde, wie z. B. nach Diphtherie, nach einem Schlaganfall, bei Kopfverletzungen mit Hirndruck, wo es, mit Bewußtlosigkeit verbunden, ein schlechtes Zeichen zu sein pflegt.
 
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Schnarcherklippen, s. Meyers Schierke.
 
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Schnarcheule, s. Meyers Eulen, S. 159.

 

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