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Schnaken bis Schnappweife (Bd. 6, Sp. 914)
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Artikelverweis Schnaken, soviel wie Mücken.
 
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Schnalle (Tasche, Nuß), das weibliche Glied der vierfüßigen Raubtiere.
 
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Schnalser Tal, nördliches Seitental des Vintschgaues in Tirol, 30 km lang, wird vom Schnalser Bach durchflossen und enthält die Dörfer Alt- und Neu-Ratteis (941 m), bis wohin aus dem Vintschgau eine Straße führt, Katharinaberg (1241 m), mit hochgelegener Kirche, Karthaus (1323 m) mit ehemaligem Kartäuserkloster, wo das wilde Pfossental mündet, und Unserfrau (1497 m), zusammen mit (1900) 1058 Einw. Von der obersten Häusergruppe des Tales, Kurzras (2011 m), Übergang über das vergletscherte Hochjoch (2885 m) nach Vent im Ötztal. Der Schnalser Bach mündet mit einer malerischen Schlucht 2 km westlich von Naturns in die Etsch. Oberhalb der Mündung liegt die Burg Juval (913 m) aus dem 16. Jahrh., mit Fresken und schöner Aussicht.
 
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Schnalzlaute (engl. Clicks), ihrer Entstehung nach Sauglaute, die bei geschlossenem Kehlkopf hervorgebracht werden. Während bei zivilisierten Völkern die S. nur beim Anrufen der Pferde, bei geräuschvollem Essen oder Küssen, dem sogen. Schmatzen, bei Äußerungen der Ungeduld u. dgl. gehört werden, bilden sie in einigen südafrikanischen Sprachen einen regelmäßigen Bestandteil der Sprache. Die Kaffern besitzen drei verschiedene S., die Hottentotten vier, die Buschmänner mindestens sechs, die auch mehrfach im nämlichen Wort vorkommen können und in wenigen Wörtern ganz fehlen. Die Mundstellung bei Hervorbringung der S. ist die nämliche wie bei der Aussprache des t, k, p, nur wird die hinter der Zunge oder den Lippen eingesperrte Luft eingesogen, anstatt ausgestoßen. Von den Buschmännern gingen sie auf die Hottentotten über; von ihnen haben die Kaffern drei Arten von Schnalzlauten entlehnt. Vereinzelt finden sich S. auch in Sprachen andrer Weltteile, z. B. in nordamerikanischen Indianersprachen, in Guatemala und bei den Negrito der melanesischen Inseln.
 
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Schnäpel, Fisch, s. Meyers Renke, S. 802.
 
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Schnäpper (Schnepper), s. Meyers Armbrust; auch chirurgisches Instrument, s. Meyers Schnepper.
 
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Schnapphahn, Wegelagerer zu Pferde, gewissermaßen ein nach Beute (etwa einem Hahn) schnappender Mensch; in Niedersachsen Spitzname für Gerichtsdiener.
 
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Schnapphahn, früher Bezeichnung einer seit 1500 am Niederrhein und in Lüttich, 79 aus der seinen Mark, halbfein geprägten Silbermünze mit einem als Raubritter (Snap'han) gedeuteten Reiter im Galopp auf dem Revers; es gab auch doppelte, vier- und achtfache Stücke.
 
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Schnapphahnschloß, s. Meyers Handfeuerwaffen, S. 749.
 
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Schnapptuch, s. Meyers Jagdzeug.
 
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Schnappweife, s. Meyers Haspel.

 

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