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Schnabelfliegen bis Schnabelwal (Bd. 6, Sp. 913 bis 914)
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Artikelverweis Schnabelfliegen, s. Meyers Skorpionfliegen.
 
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Schnabelflöte (Flûte à bec, Flûte douce), s. Meyers Flöte.
 
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Schnabelhasel, s. Meyers Haselstrauch, S. 859.
 
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Schnabelkerfe, s. Meyers Halbflügler.
 
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Schnabelkopffries, s. Meyers Fries, S. 147.
 
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Schnabelnuß, s. Meyers Haselstrauch, S. 859.
 
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Schnabelschuhe sollen ihre Entstehung (um 1089) dem Grafen Fulko von Anjou oder Angers zu danken haben, der seiner übelgeformten Füße wegen auf diesen Einfall geraten sei und allerdings schon vorn lang zugespitzte Schuhe trug. Doch ist es wahrscheinlicher, daß sie bei den Polen zuerst in Anwendung kamen, worauf ihr frühester englischer Name, Cracowes (von Krakau), vielleicht hinweist. Sie wurden zuerst im 12. und bis gegen das Ende des 13. Jahrh. getragen, kamen dann eine Zeitlang aus der Mode und tauchten im 14. Jahrh. in Frankreich unter dem Namen Poulaines (Schiffsschnäbel) wieder auf. Sie hatten, auch von den Frauen getragen, bei den vornehmen Ständen bis zu 2 Fuß lange Spitzen, die (um 1360) mit einer Kette oder Agraffe am Bein befestigt (Fig. 1), in Deutschland auch wohl vorn mit einem Glöckchen versehen wurden (Fig. 2). So erhielten sie sich trotz aller Verbote bis gegen das Ende des 15. Jahrh., wo an ihre Stelle die Meyers Entenschnäbel (s. d.) und später die ganz stumpfen Meyers Bärenklauen (s. d.) oder Ochsenmäuler traten. Zu jenen Schnabelschuhen gesellten sich in der ersten Hälfte des 15. Jahrh. bei beiden Geschlechtern besondere Unterschuhe oder Trippen, die aus Holz mit einem Überzug von Leder, genau nach der Form der Sohle, zur Unterstützung der Schnäbel langspitzig gestaltet und zu ihrer Befestigung mit Spannriemen versehen waren (Fig. 3 u. 4).
 
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Schnabelsteine, s. Meyers Rhyncholithen.
 
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Schnabeltier (Ornithorhynchus Blumenb.), Gattung der Kloakentiere, charakteristisch durch den platten, von nackter, horniger Haut überzogenen Schnabel, der an die Schnabelbildung der Entenvögel erinnert und am Grund einen vorspringenden Hautsaum besitzt. Der Schwanz ist abgeplattet; die Beine sind sehr kurz, die fünf Zehen durch eine Schwimmhaut verbunden, die an den Vorderfüßen noch frei über die stumpfen und kleinen Nägel hinausragt. Die Nägel auf den fünf Zehen der nach rückwärts gerichteten Hinterfüße stellen gekrümmte, spitze Krallen dar. Bei den Männchen steht etwas über den Zehen der Hinterfüße ein beweglicher Sporn, den man früher für giftig hielt. O. anatinus Shaw., O. paradoxus Blumenb. (s. Tafel Meyers »Kloakentiere«, Fig. 4) ist 46 cm lang, mit 14 cm langem Schwanz. Der Pelz ist rot- oder schwarzbraun, unterseits gelbbraun, an den Seiten, am Hinterbauch und Vorderhals roströtlich, der Schnabel grauschwarz mit hellern Punkten, vorn blaßrot, unten heller. Das S. lebt in Australien und Tasmania bis Queensland in langen, selbstgegrabenen Röhren, die in einen Kessel münden (vgl. die Tafel), an ruhigen, beschatteten Flußufern und stehenden Gewässern, sucht seine Nahrung, kleine Insekten und Weichtiere, durch entenartiges

[Bd. 6, Sp. 914]


Gründeln im Schlamme zwischen Wurzeln und Blättern der Wasserpflanzen und bewahrt sie zunächst in den Backentaschen auf, um sie später zu verzehren, schwimmt und taucht auch vortrefflich. Das Weibchen legt Eier mit derber, pergamentähnlicher Schale, die im Nest bebrütet werden. Die sehr kleinen Jungen gehen an die zitzenlose Brustdrüse und wachsen hier in einem Brutbeutel, der später wieder verschwindet, schnell heran. Die Australier essen das Fleisch des Schnabeltiers trotz seines widerlichen Fischgeruches.
 
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Schnabelwaid, Flecken im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Pegnitz, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Nürnberg-Eger und S.-Bayreuth, 450 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein Schloß, Forstamt, Eisensteinbergbau und (1905) 550 Einw
 
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Schnabelwal, s. Meyers Finnfische.

 

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