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Schnabel bis Schnabelkerfe (Bd. 6, Sp. 912 bis 913)
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Artikelverweis Schnabel, im Maschinenwesen, s. Meyers Kran, S. 567.
 
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Schnabel, Fisch, s. Meyers Nase, S. 430.
 
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Schnabel, Johann Gottfried, Schriftsteller, dessen Lebensumstände im einzelnen unbekannt sind, machte in seiner Jugend Reisen und Feldzüge in der Umgebung des Prinzen Eugen mit, scheint später in

[Bd. 6, Sp. 913]


Diensten eines der jüngern Grafen Stolberg-Stolberg gestanden zu haben und ward 1731 gräflich Stolbergscher Hofagent in Stolberg am Harz, gab hier 1731 bis 1738 eine Zeitung: »Stolbergische Sammlung neuer und merkwürdiger Weltgeschichte«, heraus und veröffentlichte unter dem Namen Gisander: »Lebens-, Helden- und Todesgeschichte des berühmtesten Feldherrn Eugenii Francisci von Savoyen« (Stolb. 1737) und sein Hauptwerk, den Roman: »Wunderliche Fata einiger Seefahrer, vornehmlich Alberti Julii, eines gebornen Sachsen, und seiner auf der Insel Felsenburg zustande gebrachten Kolonien« (Nordh. 173142 u. ö., 4 Tle.; Neudruck von Ulrich, 1. Teil, Berl. 1902; bearbeitet hrsg. von Tieck, Bresl. 1827, 4 Bde.), der, wenigstens in seinem 1. Teil, weit über die Masse der Robinsonaden hervorragt und neben vielem abenteuerlichen einen wahrhaft poetischen Kern enthält. Vgl. Ad. Stern, Der Dichter der »Insel Felsenburg« (in Riehls »Historischem Taschenbuch für 1880«); Kippenberg, Robinson in Deutschland bis zur Insel Felsenburg, 17311743 (Hannov. 1892).
 
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Schnabeldelphin (Platanista), s. Meyers Delphine, S. 619.
 
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Schnäbele, franz. Polizeikommissar in Pagny a. d. Mosel, aus dem Elsaß gebürtig, betrieb von seinem an der deutschen Grenze gelegenen Posten Spionage in Elsaß-Lothringen. Es wurde daher 1887 ein Verhaftungsbefehl vom Reichsgericht gegen S. erlassen. Als er 20. April 1887 auf Einladung des deutschen Polizeikommissars Gautsch in Metz sich zu einer amtlichen Besprechung nach Novéant begeben wollte, wurde er auf deutschem Gebiet auf Grund jenes Haftbefehls festgenommen. Obwohl S. seine Spionage eingestand, ward er dennoch 30. April von der deutschen Reichsregierung freigelassen, weil sie annahm, daß die amtliche Einladung ihm zugleich freies Geleit zugesichert habe. In Frankreich wollte der Kriegsminister Boulanger den Fall S. benutzen, um Deutschland den Krieg zu erklären, was aber von der Mehrheit der Minister abgelehnt wurde.
 
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Schnabelfisch, der eigentliche Delphin, s. Meyers Delphine, S. 619.
 
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Schnabelfisch (Mormyrus L.), Gattung der Edelfische aus der Familie der Schnabelfische (Mormyridae), mit 51 Arten, von denen 11 im Nil leben. Der Nilaal (M. oxyrhynchus Geoffr.), 1 m lang, mit kegelförmiger, verlängerter und leicht abwärts gebogener Schnauze, besitzt zu beiden Seiten des Schwanzes ein aus Platten aufgebautes elektrisches Organ, mit dem er schwache Schläge auszuteilen vermag. Der Fisch wurde von den alten Ägyptern verehrt und häufig abgebildet; er durfte nicht gegessen werden, weil er einer der drei war, die ein Glied vom Körper des Osiris verzehrt hatten. Der Nilkarpfen (M. cyprinoides L.), 1 m lang, mit stumpfer, mäßig langer Schnauze, im Nil und in Westafrika, besitzt ebenfalls elektrische Organe, mit denen er aber keine Schläge auszuteilen vermag.
 
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Schnabelfliegen, s. Meyers Skorpionfliegen.
 
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Schnabelflöte (Flûte à bec, Flûte douce), s. Meyers Flöte.
 
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Schnabelhasel, s. Meyers Haselstrauch, S. 859.
 
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Schnabelkerfe, s. Meyers Halbflügler.

 

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