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Schmiege bis Schmierkur (Bd. 6, Sp. 904 bis 905)
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Artikelverweis Schmiege (Schrägwinkel, Schrägmaß, Stellwinkel), Winkelmaß mit drehbaren und durch eine Schraubenmutter in jeder beliebigen Stellung festzustellenden Schenkeln; Gliedermaßstab, Zollstock aus scharnierartig verbundenen Teilen.

[Bd. 6, Sp. 905]



 
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Schmiegel, Kreisstadt im preuß. Regbez. Posen, hat 2 evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Amtsgericht, Schuhmacherei, Molkerei, Ziegelbrennerei, Dampfbrauerei, 3 Dampfsägewerke, 49 Windmühlen und (1905) 3872 meist kath. Einwohner. S. war im 16. Jahrh. ein Hauptsitz der Sozinianer. Vgl. Podelwitz, Geschichte der evangelischen Gemeinde S. 16051905 (Schmiegel 1905).
 
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Schmiegen, s. Meyers Schiften.
 
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Schmiegungsebene, s. Meyers Krümmung.
 
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Schmiele, Grasart, s. Meyers Aira.
 
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Schmierapparate, s. Meyers Schmiervorrichtungen.
 
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Schmierbrand, s. Meyers Brandpilze II.
 
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Schmiere (Schmire, v. neuhebr. schemirah, »Wache«), in der Gaunersprache soviel wie Wache; daher S. stehen, Wache halten, aufpassen. Dann auch vulgäre Bezeichnung für eine herumziehende Theatergesellschaft.
 
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Schmierhahn, s. Meyers Schmiervorrichtungen.
 
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Schmierige Luft, seemännische Bezeichnung für graue Bewölkung mit dunkeln Wolkenfetzen.
 
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Schmierkur (Friktionskur, Inunktionskur), die Verreibung von grauer Quecksilbersalbe auf größern Hautflächen bei Syphilis. Man verreibt je nach Alter und Kräftezustand des Kranken 24 Wochen lang täglich 14 g Salbe und sorgt dabei für kräftige Ernährung, gehörige Bewegung in guter Luft und größte Reinlichkeit des Mundes durch Spülen mit einer Lösung von chlorsaurem Kali. Man reibt am Abend des ersten Tages den Rücken, am zweiten die Arme (Innenseite), am dritten Brust und Weichen, am vierten die Oberschenkel, am fünften die Unterschenkel und beginnt dann von neuem. Die eingeriebenen Teile werden mit Flanell umwickelt, und am nächsten Vormittag wird ein warmes Bad genommen, nach dem man bisweilen den Kranken schwitzen läßt. S. mit grüner Seife (wöchentlich mehreremal Mengen von Walnußgröße) benutzt man bei Drüsengeschwülsten, bei Wasseransammlungen im Brustfellsack, in der Bauchhöhle etc.

 

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