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Schmieden bis Schmierapparate (Bd. 6, Sp. 904 bis 905)
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Artikelverweis Schmieden, 1) Elise, unter dem Pseudonym E. Juncker schreibende Erzählerin, geb. 6. Nov. 1841 in Berlin, gest. daselbst 12. Aug. 1896, erhielt auf dem in der Mark Brandenburg gelegenen Gut ihres Vaters Kobert Privatunterricht und wurde später Schülerin des Predigers Sydow in Berlin. 1860 vermählte sie sich mit dem spätern Kammergerichtsrat S. in Berlin. Sie veröffentlichte die Romane: »Lebensrätsel« (Berl. 1878, 2 Bde.; 3. Aufl. 1896); »Schleier der Maja« (2. Aufl. 1885, 2 Bde.); »Werner Eltze« (1887, 3. Bde.); »Im Schatten des Todes« (1889); »Götterlose Zeiten« (1893, 3 Bde.); »Frühlingsstürme« (1895, 2 Bde.); die Novellen: »Im Zenit« (1880); »Höhere Harmonie« (1884); »Ihr Roman« (1885); »Der Verlobungstag und andre Novellen« (1888); »Im zweiten Rang u. a.« (1891); »Die Klosterschülerin u. a.« (1894); »Unter Kosaken« (1896) u. a.
   2) Architekt, s. Gropius 2).
 
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Schmiedepech, der Rückstand von der trockenen Destillation des Fichtenharzes, gibt, in leichtem Harzöl gelöst, schwarzen Firnis für Eisen und Holz.
 
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Schmiedeschulen, meist von Innungen unterhaltene Anstalten zur theoretischen Ausbildung von Lehrlingen im Hufbeschlag und Fachzeichnen. Der Unterricht, vielfach von Tierärzten erteilt, beschränkt sich auf einige Abendstunden in der Woche während des Winterhalbjahrs. Preußen hat 24 S., z. B. in Breslau, Erfurt, Frankfurt a. O., Magdeburg, Potsdam, Stettin u. a. O., Sachsen 2, in Zittau und Meißen. Vgl. Hufbeschlaglehranstalten. Durch Gesetz vom 5. Mai 1884 wird für Hufschmiede der Befähigungsnachweis verlangt. Meisterkurse für Schmiede werden alljährlich in Köln, Hannover und Posen veranstaltet. Für Kunstschmiede bestehen besondere Abteilungen an den Kunstgewerbeschulen.
 
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Schmiedesinter, soviel wie Hammerschlag.
 
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Schmiedezange, s. Meyers Zange.
 
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Schmiege (Schrägwinkel, Schrägmaß, Stellwinkel), Winkelmaß mit drehbaren und durch eine Schraubenmutter in jeder beliebigen Stellung festzustellenden Schenkeln; Gliedermaßstab, Zollstock aus scharnierartig verbundenen Teilen.

[Bd. 6, Sp. 905]



 
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Schmiegel, Kreisstadt im preuß. Regbez. Posen, hat 2 evangelische und 2 kath. Kirchen, Synagoge, Amtsgericht, Schuhmacherei, Molkerei, Ziegelbrennerei, Dampfbrauerei, 3 Dampfsägewerke, 49 Windmühlen und (1905) 3872 meist kath. Einwohner. S. war im 16. Jahrh. ein Hauptsitz der Sozinianer. Vgl. Podelwitz, Geschichte der evangelischen Gemeinde S. 16051905 (Schmiegel 1905).
 
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Schmiegen, s. Meyers Schiften.
 
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Schmiegungsebene, s. Meyers Krümmung.
 
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Schmiele, Grasart, s. Meyers Aira.
 
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Schmierapparate, s. Meyers Schmiervorrichtungen.

 

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