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Schmarotzerpilze bis Schmeckwerkzeuge (Bd. 6, Sp. 885)
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Artikelverweis Schmarotzerpilze, die auf andern Organismen lebenden Pilze im Gegensatz zu den Fäulnispilzen oder Saprophyten (s. Meyers Pilze und Meyers Schmarotzerpflanzen).
 
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Schmarotzerwespen, s. Meyers Wespen.
 
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Schmarrn, in den Alpenländern Österreichs und Bayerns heimisches Gericht, eine Art Eierkuchen, aus Mehl, Semmel, Grieß, Reis mit Milch, Eiern, Salz oder Zucker bereitet. Der S. wird in heißer Butter auf einer Seite gebacken, dann umgewendet und in Brocken zerrissen. Eine feinere Art ist der Kaiserschmarrn.
 
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Schmarsow, August, Kunsthistoriker, geb. 26. Mai 1853 in Schildfeld bei Boitzenburg, studierte in Zürich, Straßburg und Bonn Kunstwissenschaft, war darauf Hilfsarbeiter im königlichen Kupferstichkabinett zu Berlin, habilitierte sich 1881 als Privatdozent für Kunstgeschichte in Göttingen, wurde 1882 Professor daselbst, ging im Oktober 1886 in gleicher Eigenschaft an die Universität Breslau und wurde 1893 nach Leipzig berufen. Im Oktober 1888 begründete er das kunsthistorische Institut in Florenz. Er schrieb außer Biographien von David d'Angers, Ingres und Prudhon in Dohmes »Kunst und Künstler«, Aufsätzen im »Jahrbuch der königlich preußischen Kunstsammlungen«, in den Abhandlungen der königlich sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften etc.: »Leibniz und Schottelius« (Straßb. 1877); »Raphael und Pinturicchio in Siena« (Stuttg. 1880); »Bern. Pinturicchio in Rom« (das. 1882); »Melozzo da Forlì« (das. 1886, mit 27 Tafeln); »Donatello« (Leipz. 1886); »Giovanni Santi, der Vater Raphaels« (Berl. 1887); »S. Martin von Lucca und die Anfänge der toskanischen Skulptur im Mittelalter« (Bresl. 1889); »Die Bildwerke des Naumburger Domes« (Magdeb. 1892); »Masaccio-Studien« (Kassel 189599, 5 Tle., mit 134 Lichtdrucktafeln; der Textband u. d. T.: »Masaccio, der Begründer des klassischen Stils der italienischen Malerei«, 1900); »Das Wesen der architektonischen Schöpfung« (Leipz. 1894); »Beiträge zur Ästhetik der bildenden Künste« (das. 189699,3 DE.); »Grundbegriffe der Kunstwissenschaft, am Übergang vom Altertum zum Mittelalter kritisch erörtert« (das. 1905).
 
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Schmarting, geteerter Segeltuchstreifen zum Bewickeln (Schmarten) des stehenden Guts.
 
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Schmaschen, s. Meyers Lammfelle.
 
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Schmätzer, s. Meyers Steinschmätzer, Meyers Wiesenschmätzer und Wasserstar.
 
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Schmauchen, Tonwaren durch gelindes Feuer (Schmauchfeuer) vor dem Brennen trocknen.
 
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Schmeckbecher, s. Meyers Zunge.
 
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Schmeckostern, s. Meyers Ostergebräuche.
 
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Schmeckwerkzeuge (Geschmacksorgane), die Vorrichtungen zum Schmecken. Bei der Schwierigkeit der Verständigung über die Empfindung des Schmeckens sowie bei der anatomisch nicht scharf definierbaren Beschaffenheit der S. lassen sich diese bei niedern Tieren kaum und auch bei den meisten Wirbeltieren nur vermutungsweise erkennen. Man sucht sie immer in der Mundhöhle und faßt daher deren nervöse Apparate, soweit man keine andre Deutung für sie hat, als S. auf. Bei vielen Wirbeltieren hat die Zunge solche Organe in Form der sogen. Geschmacksknospen oder Schmeckbecher (s. Meyers Zunge). Aber auch die sogen. becherförmigen Organe in der äußern Haut oder in der Mundhöhle mancher Würmer und Weichtiere, Fische, Amphibien und Reptilien dürften hierher gehören.

 

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