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Schmarotzer bis Schmarrn (Bd. 6, Sp. 883 bis 885)
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Artikelverweis Schmarotzer (Parasiten), Tiere oder Pflanzen, die an oder in andern Tieren und Pflanzen (ihren Wirten) leben und sich auf deren Kosten ernähren. Es handelt sich also nicht um ein Zusammenleben zu gegenseitigem Nutzen, wie bei der Symbiose, sondern der S. schädigt den Wirt. In der Zoologie unterscheidet man meist folgende Abstufungen des Parasitismus: echte Parasiten, die sich ganz von andern Tieren ernähren; Kommensalen (Tischgenossen, Mitesser), die von der Nahrung andrer mit genießen; Mutualisten, die gegenseitig auseinander angewiesen sind; endlich Pseudoparasiten, d. h. Tiere, die nur ausnahmsweise schmarotzen (z. B. Fliegenlarven im Menschen). Der Kommensalismus und Mutualismus äußert sich sehr verschieden; das eine Tier kann das andre, den Wirt, lediglich als Wohnung benutzen, wie z. B. der Schlangenaal (Fierasfer), der sich im Leib einer Seegurke aufhält, aber von Krebsen lebt und auch meist den Kopf aus der hintern Öffnung seiner lebenden Behausung herausstreckt. Sehr viele Kommensalen finden sich unter Krebsen und Würmern, von denen ein großer Teil zum Leben der beständigen Hilfe andrer Tiere bedarf, wie der Einsiedlerkrebs (s. d.) der Seerose; sie erhält durch den Krebs Futter, während die Gefährlichkeit ihrer Nesselorgane die Annäherung vieler dem Krebse nachstellender Tiere hindert. Manche Insekten, die auf Säugetieren und Vögeln wohnen und sich von deren abfallenden Hautschuppen nähren, dürfen, insofern ihre Anwesenheit dem Wirt von Nutzen ist, gleichfalls zu den Mutualisten gezählt werden; dasselbe gilt von gewissen Milben, die auf echte Schmarotzermilben Jagd machen und so die Haut der Säugetiere und Vögel von diesen lästigen Parasiten befreien (Hilfsschmarotzer). Der Organismus mancher Tiere scheint für die parasitische Lebensweise besonders geeignet zu sein, soz. B. derjenige der Krebse, die viele tierische Parasiten, ganz besonders aus der niedern Abteilung der Entomostraken, liefern. Auch Protozoen kommen sehr häufig als S. vor (vgl. Sporozoen). Vor allem spielen aber die Würmer als echte Parasiten eine große Rolle und finden sich wohl bei den meisten höhern und vielen niedern Tieren. So beherbergt allein der Mensch häufig verschiedene Bandwürmer im Darm, Distomen in Leber, Darm und Blut, Nematoden im Darm oder im Blut etc. Am Menschen leben außerdem noch Läuse, Flöhe und Wanzen, zuweilen Zecken, ferner einzellige S., wie Amöben, Flagellaten, Infusorien und Sporozoen. Diese echten S. nähren sich von den Bestandteilen des lebenden Körpers und erzeugen häufig Krankheiten, selbst den Tod. Die S. sind meist an bestimmte Wirte, oft an bestimmte Körperteile des Wirtes gebunden. Auf oder in Schmarotzern hausen manchmal andre S. Viele S. erreichen nicht in ein und demselben Wirt oder wenigstens nicht in demselben Organ ihre volle Entwickelung, treten daher Wanderungen an oder gelangen passiv in einen andern Wirt, indem dieser z. B. das Tier frißt, das den unreifen S. enthält, der sich nun im neuen Wirte zur Geschlechtsreife entwickelt (Wirtswechsel der Hämosporidien, Saug-, Band- und Spulwürmer, z. B. der Trichine, die aus der Muskulatur des Schweines in den Darmkanal des Menschen übertragen wird). Von manchen Tieren schmarotzt nur das eine Geschlecht. Nach dem Aufenthalt in oder auf dem Wirt unterscheidet man Ento- und Ektoparasiten (Binnen- und Außenschmarotzer, Ento- oder Entero- und Epizoen). Zu den in jedem Alter freien Schmarotzern gehören die Blutegel, b Nücken, Fliegen, Flöhe, Läuse, Wanzen, Milben etc.; sie siedeln sich niemals auf dem Wirt an, nähren sich zwar von dessen Blut, nehmen ihm aber nie das Leben (Halbschmarotzer). Andre S. sind nur in der Jugend frei, siedeln sich später in einem andern Tiere an und verändern dann mitunter ihre Gestalt ungemein. Auch schmarotzt wohl das Männchen in oder auf dem (mitunter selbst schon parasitischen) Weibchen, z. B. bei dem Wurm Bonellia sowie bei Schmarotzerkrebsen. Von manchen Tieren leben nur die Jugendformen parasitisch, die Erwachsenen dagegen frei, z. B. die Schlupfwespen, die ihre Eier in Insektenlarven legen, die Bremsen, die als Glochidien bekannten Larven der Flußmuscheln, die in der Jugend am Körper von Fischen schmarotzen, u. a. Einen meist bedeutenden Einfluß übt das Schmarotzertum auf den S. selbst, einen meist viel geringern auf den Wirt aus. Letzterer wird manchmal mißgestaltet, blutarm, verliert zuweilen die Fähigkeit zur Fortpflanzung (parasitäre Kastration) etc.; ersterer aber büßt in dem Maß, wie er sich an die neue, bequemere Lebensweise auf Kosten eines andern gewöhnt, seine eignen Organe ein. Daher sind viele Parasiten mehr oder weniger blind, haben verkümmerte Gliedmaßen, ein rückgebildetes Nerven- und Blutgefäßsystem, selbst der Ernährungsapparat kann, wie z. B. bei den Bandwürmern, zurückgebildet werden, ja manche bestehen nur noch aus einem sackförmigen Körper, der außer den Geschlechtsorganen kaum noch etwas andres enthält. Zu solchen der sogen. regressiven Metamorphose verfallenen Tieren gehören z. B. unter den niedern Krebsen die Wurzelkrebse (s. Meyers Rankenfüßer), die man früher längere Zeit geradezu für Geschwülste ihrer Wirte gehalten hat, bis man die aus ihnen hervorkommende Brut als echte junge Krebschen, die munter umherschwimmen und fressen, erkannte. Entstanden muß man sich den Parasitismus dadurch denken, daß schwächere Tiere sich zu besserm Nahrungserwerb in den Schutz stärkerer Tiere begaben, aus welchem Zusammenleben sich dann allmählich der Parasitismus entwickelte. Diejenigen Tierformen, die in der Jugend frei und erst später als S. leben, geben also einen Hinweis auf die Entstehungsweise des Parasitismus und durchlaufen gewissermaßen noch die Entwickelung, die dieser genommen hat. Vgl. van Beneden, Die S. des Tierreichs (Leipz. 1876); Perty, Über den Parasitismus in der organischen Natur (2. Aufl., Berl. 1874); Leuckart, Die menschlichen Parasiten (u. Aufl., Leipz. 1879 ff.) und Allgemeine Naturgeschichte der Parasiten (das. 1879); Robin, Histoire naturelle des végétaux parasites que croissent sur l'homme et sur les animaux vivants (Par. 1858); Giebel-Nitzsch, Insecta epizoa (Leipz. 1874); Küchenmeister und Zürn, Die menschlichen Parasiten (2. Aufl., das. 187881); Zürn, Die S. auf und in dem Körper unsrer Haussäugetiere (2. Aufl., Weim. 188188, 2 Bde.); Huber, Bibliographie der klinischen Helminthologie (Münch. 189195); Braun, Die tierischen Parasiten des Menschen (3. Aufl., Würzburg 1903); Looß, Schmarotzertum in der Tierwelt (Leipz. 1892); Mosler-Peiper, Tierische Parasiten (2. Aufl., Wien 1903).
 
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Schmarotzerbienen (Kuckucksbienen), Bienengattungen, bei denen die Weibchen keine Sammelhaare besitzen und daher auch keinen Blütenstaub

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sammeln. Sie legen ihre Eier in die fertigen Zellen eines Wirtes und schaffen vielleicht auch das rechtmäßige Ei beiseite. Ihre Ähnlichkeit mit dem Wirt erleichtert ihnen das Eindringen in das fremde Nest.
 
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Schmarotzergewächse, s. Meyers Schmarotzerpflanzen.
 
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Schmarotzerhummeln, s. Meyers Hummel.
 
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Schmarotzerkrebse, alle parasitischen Krebstiere; unpassend nur die Schmarotzer unter den Ruderfüßern.
 
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Schmarotzermilan, s. Meyers Weihen.
 
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Schmarotzermilben, s. Meyers Milben.
 
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Schmarotzerpflanzen (hierzu Tafeln Meyers »Schmarotzerpflanzen I u. II«). Pflanzen, die ihren Bedarf an organischen Baustoffen nicht durch eigne Assimilationstätigkeit gewinnen, sondern ganz oder teilweise lebenden Tieren oder Pflanzen entziehen. Die S. entwickeln sich auf der Oberfläche (epiphyle S.) oder innen im Gewebe (endophyte S.) ihres Wirtes und bringen meistens an ihm bestimmte Krankheiten (s. Meyers Pflanzenkrankheiten) hervor, die sehr häufig die befallenen Organe zerstören oder den Wirt töten. Meyers Epiphyten (s. d.), wie die baumbewohnenden Orchidazeen, Arazeen, Moose und Flechten, ferner Lianen, wie der Efeu u. a., sind Scheinschmarotzer (Pseudoparasiten), da sie ihre Nahrung nicht aus der lebenden Pflanze, sondern höchstens aus abgestorbenen Rindenteilen und aus den durch Staub und Regen zugeführten Stoffen beziehen. Ebenso gehören auch die Raumparasiten (Wohnparasiten), niedere Algen, die in den natürlichen Körperhöhlen höherer Pflanzen wohnen, ohne ihren Wirt durch Nährstoffentziehung zu schädigen (s. Meyers Algen, S. 318), nicht zu den echten S. Gefährlichste S. sind gewisse Spaltpilze (s. Bakterien), die am tierischen und menschlichen Körper verheerende Seuchen, Milzbrand, Tuberkulose, Cholera, Typhus, Starrkrampf u. a. verursachen können. Von den echten Pilzen verursacht eine außerordentlich große Zahl schmarotzender Arten Pflanzenkrankheiten. Einige niedere Pilzformen können auch bei Menschen und höhern Tieren schädigend wirken (Soorpilz, Favuspilz, Schimmelpilze). Den Insekten werden die Entomophthorazeen (z. B. Empusa) verhängnisvoll, und unter den Askomyzeten die Arten der zu den Pyrenomyzeten gehörigen Gattung Cordyceps (Tafel II, Fig. 513), ferner die ausschließlich aus S. bestehenden Gruppen der Exoaszeen (Taphrina, s. d. und Tafel II, Fig. 1) und der Meltaupilze (Erysipha, Uncinula, Tafel II, Fig. 4). Zu den Basidiomyzeten gehören die Meyers Brandpilze (s. d.) und Meyers Rostpilze (s. d.). Unter den höhern Basidiomyzeten ist dagegen die Zahl der echten S. gering. Dahin gehören der Feuerschwamm (Tafel II, Fig. 2) und der Hallimasch (Tafel II, Fig. 3). Dieser bildet mit andern Arten die fakultativen S., die wohl lebendes Holz befallen, aber auch als Saprophyten mit dem toten Holz von Zäunen und Bretterwänden fürlieb nehmen.
   Unter den Blütenpflanzen ist die Zahl der S. verhältnismäßig gering (etwa 1400). Zum Zwecke der Nahrungsaufnahme sind sie mit eigenartigen Organen zur Anheftung und Ernährung versehen, wie Haftscheiben, Haftwurzeln, Rindensaugwurzeln, Saugwarzen oder Haustorien, Saugscheiben, Saugfortsätze oder Senker, Saugfäden oder myceliale Thallushyphen. Manche Pflanzen (Halbschmarotzer, Hemiparasiten) wurzeln in der Erde und sind mit normalen, grünen Laubblättern ausgestattet, sie besitzen jedoch an ihren Wurzeln warzen- oder zangenartige Haftorgane (Haustorien), mit denen sie fremde Wurzeln oder Rhizome ergreifen; hierher gehören viele Rhinanthoideen und Santalazeen, wie Rhinanthus, Euphraria, Thesium u. a.
   Eine zweite Untergruppe der Halbschmarotzer veranschaulicht unsre einheimische Mistel (Viscum album, Tafel I, Fig. 1). Bei ihr, wie bei den meisten übrigen Loranthazeen, findet zwar noch selbständige Kohlensäurezersetzung mittels der chlorophyllhaltigen Teile statt; allein ihre Samen keimen und wurzeln nur auf der Rinde andrer Holzgewächse (Kiefern, Pappeln, Obstbäumen, selten auch auf Eichen); die Mistel bildet Rindensaugstränge, die parallel der Längsrichtung der Nährzweige in deren Rinde verlaufen und senkrecht zu ihrer Hauptrichtung gestellte, keilartige Senker in das umgebende Nährholz eintreiben, um sich mit den Leitungsbahnen (Gefäßröhren) desselben in Verbindung zu setzen. Diese Senker halten durch eine Zellbildungsschicht mit dem Jahresringzuwachs des Wirtes gleichen Schritt. Bei der auf Eichen und Edelkastanien Ost- und Südeuropas schmarotzenden Riemenblume (Loranthus europaeus, Tafel I, Fig. 4) wachsen die Saugstränge innerhalb der Kambial- und Jungholzschichten der Nährbäume; die allmählich erhärtenden Holzzellen leisten den Strängen schließlich solchen Widerstand, daß letztere treppenartig ausbiegen und ihre fortwachsenden Spitzen um 58 mm nach außen verlegen müssen.
   Von der Mistelform weichen in der äußern Tracht die Schlingschmarotzer ab, die durch einige Arten der Gattung Cuscuta (Teufelszwirn, Flachs- und Kleeseide, s. Meyers Cuscuta) in der heimischen Flora vertreten sind. Sie umwickeln mit fadenförmigen Stengeln die Nährpflanzen und setzen sich an ihnen mit Hilfe übereinander stehender Haftorgane fest; auch hier entspringt der Unterseite derselben ein in das Innere der Nährpflanze eindringender Saugstrang.
   Die Braunschuppschmarotzer (Orobanchazeen), zu denen die Sommerwurz (Orobanche ramosa, Tafel I, Fig. 8) gehört, entwickeln oberhalb der Erde einen dicken, fleischigen, mit Schuppenblättern besetzten Blütensproß, der unterwärts in eine Art von Knolle übergeht; letztere sitzt der Wurzel einer Nährpflanze auf und trägt an ihrer Basis eine Anzahl kurzer Fasern, von denen sich einige ebenfalls der Nährwurzel anheften. Die verwandte Schuppenwurz (Lathraea squamaria, Tafel I, Fig. 12) besitzt ein fleischiges, weiß gefärbtes, dicht mit Blattschuppen besetztes Rhizom, dessen Enden sich über die Erde erheben und violettrötlich überlaufene Blütenstände tragen, und dessen Adventivwurzeln in dickliche, fadenförmige Ästchen mit Haftscheiben und Saugfortsätzen auslaufen, die sich einer Nährwurzel (Hasel, Hainbuche u. a.) anheften.
   Bei einer vierten Reihe der S., den Knollensproßschmarotzern, zu der die pilzähnlichen Formen der Balanophoreen gehören, bildet der Vegetationskörper eine Art von Knollen, aus dem die blütentragenden Sprosse hervorwachsen. In Europa wird sie nur durch den Malteserschwamm (Cynomorium coccineum, Tafel I, Fig. 6) vertreten, während die übrigen Arten vorzugsweise die tropischen Urwälder Südasiens und Südamerikas bewohnen und dort auf Wurzeln von Holzgewächsen schmarotzen. Das in Brasilien einheimische Lophophytum mirabile (Tafel I, Fig. 10) bildet 0,515 kg schwere Knollen, aus denen die 11,5 cm langen, fingerdicken, weißlichen oder rötlichen Spindeln mit gelben oder orangefarbigen Blütenköpfchen entspringen. Verzweigte Strünke mit zapfenähnlichen Blütenständen zeichnen die in

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Brasilien und Mexiko einheimische Langsdorffia hypogaea aus (Tafel I, Fig. 3). Pilzähnliche Formen bildet die amerikanische Gattung Scybalium (Tafel I, Fig. 9).
   Für die letzte Reihe, die Thallussproßschmarotzer, die von der Familie der Rafflesiazeen gebildet wird, ist die Bildung eines im Gewebe der Nährpflanze zwischen Holz und Rinde auftretenden, thallus- oder myceliumartigen Vegetationskörpers bezeichnend, aus dem die Blütensprosse hervorgehen; die gewöhnliche Gliederung der höhern Pflanzen erscheint damit völlig aufgegeben. Die Familie umfaßt nur 24 Arten, von denen eine einzige, nämlich der auf Cistrosen schmarotzende, durch verzweigte Blütenstengel und gelbe Blüten mit hochroten Deckblättern ausgezeichnete Cytinus Hypocistis (Tafel I, Fig. 7), in Südeuropa einheimisch ist. Bei der amerikanischen Apodanthes Flacourtiana (Tafel I, Fig. 2) und bei den Arten der Gattung Pilostyles, von denen P. Haussknechtii (Tafel I, Fig. 5) auf Tragantsträuchern in Syrien vorkommt, durchbrechen die sehr kleinen Blütensprosse herdenweise die befallene Nährrinde, während die 56 Arten der Gattung Rafflesia auf Java, Sumatra und den Philippinen sich durch ihre tellerförmigen, fünflappigen, dicht den Nährwurzeln aufliegenden Riesenblumen auszeichnen; die kleinste Art (Rafflesia Rochussenii) in Westjava hat Blüten von 0,15 m, die größte, R. Arnoldi (Tafel I, Fig. 11) auf Sumatra, deren Blüte einem riesigen Kohlkopf gleicht, zeigt 1 m Durchmesser und rote Blumenblätter mit hellern, flachen Warzen.
   Vgl. Solms-Laubach, Über den Bau und die Entwickelung parasitischer Pflanzenorgane (in Pringsheims »Jahrbüchern für wissenschaftliche Botanik«, Bd. 6, Leipz. 1867) und das Haustorium der Loranthazeen und der Thallus der Rafflesiazeen und Balanophoreen (in den »Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Halle«, Bd. 13, 1873); Schimper, Die Vegetationsorgane von Prosobanche Burmeisteri (ebenda, Bd. 10, 1867); Koch, Die Klee- und Flachsseide (Heidelb. 1880) und Untersuchungen über die Entwickelung der Orobancheen (in den »Berichten der Deutschen Botanischen Gesellschaft«, 1883); Kerner v. Marilaun, Pflanzenleben, Bd. 1 (2. Aufl., Leipz. 1896); Heinricher, Biologische Studien an der Gattung Lathraea (in den »Berichten der Deutschen Botanischen Gesellschaft«, 1893).
 
Artikelverweis 
Schmarotzerpilze, die auf andern Organismen lebenden Pilze im Gegensatz zu den Fäulnispilzen oder Saprophyten (s. Meyers Pilze und Meyers Schmarotzerpflanzen).
 
Artikelverweis 
Schmarotzerwespen, s. Meyers Wespen.
 
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Schmarrn, in den Alpenländern Österreichs und Bayerns heimisches Gericht, eine Art Eierkuchen, aus Mehl, Semmel, Grieß, Reis mit Milch, Eiern, Salz oder Zucker bereitet. Der S. wird in heißer Butter auf einer Seite gebacken, dann umgewendet und in Brocken zerrissen. Eine feinere Art ist der Kaiserschmarrn.

 

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