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Schlußbrief bis Schlüsselgeld (Bd. 6, Sp. 878 bis 879)
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Artikelverweis Schlußbrief, soviel wie Meyers Engagementsbrief (s. d.)
 
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Schlüssel, s. Meyers Schloß (auch Rechtliches, S. 873); über das Symbolische s. Meyers Schlüsselgewalt u. Schlüsselüberreichung; ein Teil des Meyers Hahns (s. d.); s. auch Meyers Telegraph und Geheimschrift.
 
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Schlüssel (franz. Clef, lat. Clavis, engl. Key) heißt in der Musik ein zu Anfang des Liniensystems vorgezeichneter Tonbuchstabe deshalb, weil erst durch ihn die Noten eine bestimmte Tonhöhenbedeutung erhalten. Am gebräuchlichsten sind jetzt der G- oder Violinschlüssel (2. Linie: g') und der F- oder Baßschlüssel (4. Linie: klein f). Zu den ältern C-Schlüsseln gehören der Diskant- (1. Linie: c'), Alt- (3. Linie: c') und Tenorschlüssel (4. Linie: c'):

Früher gebrauchte man auch den G-Schlüssel auf der 1. Linie (französischer [hoher] Violinschlüssel), den C-Schlüssel auf der zweiten (Mezzosopranschlüssel) sowie den F-Schlüssel auf der obersten (Subbaßschlüssel) und mittelsten Linie (Baritonschlüssel).
 
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Schlüssel, elektrischer, soviel wie Stromunterbrecher.
 
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Schlüsselbein, s. Meyers Schultergürtel.
 
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Schlüsselblume, Pflanzengattung, s. Meyers Primula.
 
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Schlüsselburg, Kreisstadt und Festung im russ. Gouv. St. Petersburg. Die Festung, die bis Oktober 1905 als Staatsgefängnis für schwere politische Verbrecher diente, liegt auf einer Insel in der Newa, die Stadt aber auf dem linken Ufer der Newa, 64 km von St. Petersburg, wo der Fluß den Ladogasee verläßt. Bei S. münden die Ladogakanäle (s. Ladogasee), so daß der gesamte Warenverkehr zwischen St. Petersburg und der Wolga und Dwina über S. geht. Das zieht im Sommer große Arbeitermengen in die Stadt, die außer einer Kattunfabrik sonst keinerlei Industrie und Handel hat. Mit St. Petersburg und den Orten am Ladoga- und Onagasee besteht regelmäßige Dampferverbindung. S. hatte 1897: 5285 Einw. S. wurde 1323 von den Nowgorodern im Kriege gegen die Schweden erbaut. König Magnus von Schweden eroberte es 1348 und nannte es Nöteborg. Seit dem 15. Jahrh. war es der Zankapfel zwischen Schweden und Rußland, bis es 1661 schwedisch wurde. Endlich eroberte Peter d. Gr. die Stadt 12. Okt. 1702 und taufte sie in S. um. In S. ward der unglückliche Iwan VI. 175664 in Hast gehalten und endlich ermordet.

[Bd. 6, Sp. 879]



 
Artikelverweis Schlüsseldame, eine Hofwürde, ähnlich der Würde der Palastdame (s. Meyers Dame), dieser jedoch im Range nachstehend.
 
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Schlüsselfeld, Stadt im bayr. Regbez. Oberfranken, Bezirksamt Höchstadt, an der Staatsbahnlinie Strullendorf-S., hat eine kath. Kirche, ein Forstamt, Bierbrauerei, Obstbau und (1905) 700 Einw.
 
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Schlüsselfiedel, ein im 15.17. Jahrh. gebräuchliches Streichinstrument, dessen Saiten nicht durch Greifen mit den Fingern, sondern, wie bei der Drehleier, durch eine Klaviatur verkürzt wurden.
 
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Schlüsselgeld, s. Meyers Herdgeld.

 

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