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Schliersee bis Schließmundschnecke (Bd. 6, Sp. 867 bis 868)
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Artikelverweis Schliersee, See in Oberbayern, am Nordfuß der Bayrischen Alpen, 778 m ü. M., ist 3 km lang, 1 km breit und 54 m tief. An seinem Nordende in freundlicher Lage das Dorf S., an der Staatsbahnlinie München-S., mit kath. Kirche, Forstamt, Bauerntheater, Glasfabrikation, Dampfsägewerk und (1905) 1156 Einw. S. wird besonders von Münchenern stark als Sommerfrische und Luftkurort besucht. Vgl. Dreselly, S. und Umgebung (5. Aufl., Münch. 1905).
 
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Schließblech, beim Schloß die durchbrochene Blechplatte, in welche der Riegel beim Zuschließen eintritt.
 
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Schließen, eine Seitwärtsbewegung der Kavallerie nur auf kurze Entfernungen (wenige Schritte) ohne Veränderung der Front. Beim S. und Öffnen der Artillerie werden die Zwischenräume der Geschütze in der Vor- oder Zurückbewegung verringert, bez. erweitert. Über S. in der Buchdruckerkunst s. d. S. 529.
 
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Schließende Offiziere und Unteroffiziere, in Deutschland hinter der Front der Kompanie, Eskadron oder Batterie verteilte Offiziere und Unteroffiziere.
 
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Schließfächer, s. Meyers Postabholungsfächer.
 
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Schließfrüchte, alle trockenhäutigen, nicht ausspringenden Früchte, wie die Nuß, die Karyopse, das Achenium. Den Gegensatz zu den Schließfrüchten bilden die Springfrüchte (s. Meyers Frucht, S. 176).
 
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Schließkopf, s. Meyers Nieten.
 
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Schließlein, s. Meyers Flachs, S. 647.
 
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Schließmann, Hans, Zeichner, geb. 6. Febr 1852 in Mainz, kam schon als fünfjähriger Knabe mit seinen Eltern nach Österreich und trat 1866 als Lehrling in die xylographische Anstalt von Waldheim in Wien ein, wo sich seine zeichnerische Begabung so schnell entwickelte, daß er bereits 1874 als Zeichner an Kliçs »Humoristischen Blättern«, an den »Neuen Fliegenden Blättern« und später am »Kikeriki« beschäftigt wurde. Seine Spezialität sind typische Einzelfiguren und Szenen aus dem Wiener Volksleben, die er meist mit wenigen Strichen, bisweilen nur in den Umrißlinien, aber stets sehr charakteristisch und ohne Übertreibung zum Grotesken wiedergibt. Er schöpft seine Motive zumeist aus den niedern Ständen, weiß aber auch die Schwächen und Modetorheiten der höhern Gesellschaftsklassen mit satirischem Griffel zu geißeln. 1881 wurde er als Zeichner für das Witzblatt »Wiener Luft« (Beilage zum »Figaro«) gewonnen, und daneben hat er auch Beiträge für die Münchener »Fliegenden Blätter«, die »Leipziger Illustrierte Zeitung«, »Über Land und Meer« u. a. geliefert. Sammlungen seiner Zeichnungen erschienen als »Schließmann-Album« (Wien 1890) und »Wiener Schattenbilder« (mit Text von Pötzl, das. 1892).

[Bd. 6, Sp. 868]



 
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Schließmohn, s. Papaver.
 
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Schließmundschnecke (Clausilia Drap.), Gattung der Lungenschnecken, Schnecken mit spindelförmiger, schlanker Schale, deren birnförmige Mündung durch mindestens zwei Lamellen verengert ist. Zwischen diesen befindet sich ein ovales, nach oben in einen langen gebogenen Stil endendes Schließplättchen, das die Schale verschließt, wenn sich das Tier zurückzieht. Man kennt etwa 600 Arten, die in Europa, Asien, Afrika und Südamerika an Felsen, alten Mauern und Baumstrünken leben. In Deutschland finden sich 25 Arten, eine der häufigsten, C. plicata Drap., wird 13 mm lang. C. laminata Küst., 17 mm lang, in ganz Europa mit Ausnahme Spaniens, s. Tafel Meyers »Schnecken II«, Fig. 9. Man kennt auch 20 fossile Arten vom Eocän an.

 

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