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Schlier bis Schließfrüchte (Bd. 6, Sp. 867)
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Artikelverweis Schlier, ein etwas sandiger und glimmerhaltiger Ton oder Mergel (Tegel) im Wiener Becken, s. Meyers Tertiärformation.
 
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Schlierbach, Max, Pseudonym, s. Meyers Seydel 2).
 
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Schlieren, fadenförmige oder streifige Partien im Glas, die in der Dichtigkeit von der übrigen Glasmasse abweichen und dadurch, ohne zugleich eine verschiedene Farbe zu besitzen, sichtbar werden. Sie sind besonders in optischen Gläsern sehr störend, weil schlierenhaltige Linsen wegen der unregelmäßigen Strahlenbrechung unklare optische Bilder geben, die starke Vergrößerungen nicht vertragen. Zu ihrer Entdeckung im Glas hat Töpler einen besondern Apparat konstruiert (»Beobachtungen nach einer neuen optischen Methode«, Bonn 1864; Neudruck in Ostwalds »Klassikern der exakten Wissenschaften«, Nr. 157, Leipz. 1906, dort auch als Nr. 158 »Beobachtungen nach der Schlierenmethode« aus Poggendorffs Annalen). Derselbe gestattet auch optische Ungleichförmigkeiten (Dichtigkeitsunterschiede) in der Luft wahrzunehmen, und bei Momentbeleuchtung durch den elektrischen Funken lassen sich die Explosionswellen einer elektrischen Entladung und die durch ein fliegendes Geschoß in der Luft erzeugten Wellen nachweisen und photographisch fixieren. Bei Anwendung Nikolscher Prismen eignet sich der Apparat zur Untersuchung der Doppelbrechung. In der Petrographie nennt man S. die in Struktur, Mineralbestand und in der chemischen Zusammensetzung von der Hauptmasse eines Eruptivgesteins abweichend ausgebildeten Partien, die lager- oder gang förmige Gestalt besitzen, jedoch meist nicht scharf begrenzt, sondern durch Übergänge mit dem Hauptgestein verknüpft sind.
 
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Schlieren, seemännisch soviel wie rutschen, gleiten.
 
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Schlierig, von Gesteinen, soviel wie Meyers Schlieren (s. d.) enthaltend.
 
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Schliersee, See in Oberbayern, am Nordfuß der Bayrischen Alpen, 778 m ü. M., ist 3 km lang, 1 km breit und 54 m tief. An seinem Nordende in freundlicher Lage das Dorf S., an der Staatsbahnlinie München-S., mit kath. Kirche, Forstamt, Bauerntheater, Glasfabrikation, Dampfsägewerk und (1905) 1156 Einw. S. wird besonders von Münchenern stark als Sommerfrische und Luftkurort besucht. Vgl. Dreselly, S. und Umgebung (5. Aufl., Münch. 1905).
 
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Schließblech, beim Schloß die durchbrochene Blechplatte, in welche der Riegel beim Zuschließen eintritt.
 
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Schließen, eine Seitwärtsbewegung der Kavallerie nur auf kurze Entfernungen (wenige Schritte) ohne Veränderung der Front. Beim S. und Öffnen der Artillerie werden die Zwischenräume der Geschütze in der Vor- oder Zurückbewegung verringert, bez. erweitert. Über S. in der Buchdruckerkunst s. d. S. 529.
 
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Schließende Offiziere und Unteroffiziere, in Deutschland hinter der Front der Kompanie, Eskadron oder Batterie verteilte Offiziere und Unteroffiziere.
 
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Schließfächer, s. Meyers Postabholungsfächer.
 
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Schließfrüchte, alle trockenhäutigen, nicht ausspringenden Früchte, wie die Nuß, die Karyopse, das Achenium. Den Gegensatz zu den Schließfrüchten bilden die Springfrüchte (s. Meyers Frucht, S. 176).

 

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