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Schlichtegroll bis Schlick (Bd. 6, Sp. 865 bis 866)
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Artikelverweis Schlichtegroll, Adolf Heinrich Friedrich, Gelehrter und Schriftsteller, geb. 8. Dez. 1765 in Waltershausen, gest. 4. Dez. 1822 in München, studierte Theologie, dann Altertumswissenschaften, ward 1797 Lehrer am Gymnasium und 1801 auch Bibliothekar sowie Direktor des Münzkabinetts in Gotha, später Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften und Direktor der Hofbibliothek in München. Von seinen Werken sind der »Nekrolog der Deutschen« (nebst Supplementen, Gotha 17901806, 28 Bde.) und die »Annalen der Numismatik« (das. 180406, 2 Bde.) bemerkenswert.
 
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Schlichten, das Ebenen einer aus dem Groben bearbeiteten Fläche mit Schlichthammer, Schlichtfeile, Schlichthobel etc., in der Weberei die Fäden mit Schlichte versehen.
 
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Schlichter Abschied, s. Meyers Entlassung mit schlichtem Abschied.

[Bd. 6, Sp. 866]



 
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Schlichterwald, s. Meyers Schurwald.
 
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Schlichte Stoffe (glatte Stoffe), s. Meyers Gewebe, S. 777, 2. Spalte.
 
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Schlichtingsheim, Stadt im preuß. Regbez. Posen, Kreis Fraustadt, hat eine evang. Kirche mit Holzschnitzereien und (1905) 748 meist evang. Einwohner. S. wurde 1642 für vertriebene Schlesier angelegt.
 
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Schlichtmaschine, s. Meyers Weben.
 
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Schlichtstahl, s. Meyers Drehstahl.
 
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Schlick, seiner Tonschlamm, s. Meyers Marschland.
 
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Schlick, Adelsfamilie, s. Meyers Schlik.
 
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Schlick, Otto, Ingenieur, geb. 16. Juni 1840 in Grimma, besuchte das Polytechnikum in Dresden, war seit 1869 als Leiter großer Schiffswerften in Dresden, Budapest und Fiume tätig, übernahm 1875 die Leitung der jetzigen Germaniawerft in Kiel und baute eine Reihe von Handelsdampfern und Kriegsschiffen. 1883 ließ er sich als Bevollmächtigter des Bureaus Veritas in Hamburg nieder, ging aber 1895 in gleicher Stellung zum Germanischen Lloyd über. S. war bei dem Entwurf der großen Schnelldampfer Auguste Viktoria und Fürst Bismarck beteiligt. Er lieferte wichtige Untersuchungen über die Schiffsvibrationen, erfand ein Instrument zu deren Messung (s. Meyers Pallograph) und konstruierte eine vierzylindrige Maschine mit ausgeglichener Massenwirkung. Auch erfand er den Schiffskreisel (gyroskopische Schlingerbremse). S. übersetzte mit van Hüllen Whites »Handbuch für den Schiffbau« (Leipz. 1879) und schrieb: »Handbuch für den Eisenschiffbau« (das. 1890, 2. Aufl. 1901); »Die Untersuchung der Vibrationserscheinungen von Dampfern« (das. 1903); »The gyroscopie effect of fly wheels on board ship« (in den »Transactions of the Institution of naval architects«, 1904).

 

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