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Schleusingen bis Schlichterwald (Bd. 6, Sp. 865 bis 866)
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Artikelverweis Schleusingen, Kreisstadt im preuß. Regbez. Erfurt, am Südfuß des Thüringer Waldes, am Einfluß der Erle und Nahe in die Schleuse und an der Staatsbahnlinie Themar-Plaue, 397 m ü. M., hat 2 evang. Kirchen, Synagoge, ein Schloß (Bertholdsburg, 1274 erbaut), ein altertümliches Rathaus, eine Johanniter-Ordenskommende (jetzt Schulhaus), ein Gymnasium mit Alumnat (1577 gestiftet), Wiesenbauschule, Provinzial-Taubstummenheim, Amtsgericht, Oberförsterei, Spezialkommission, Kiesernnadelbad, Porzellan-, Glas-, Glasinstrumenten-, Papier-, Pappe-, Holzwaren-, Tüten-, Leder- und Bleiweißfabrikation, mechanische Weberei, Bierbrauerei, Holzhandel und (1905) 4311 meist evang. Einwohner. Nördlich von der Stadt der waldreiche Kohlberg mit Promenaden. S. wird als Sommerfrische besucht. S. war 12451583 Sitz der Hauptlinie der Grafen von Henneberg, gehörte dann bis 1815 zum königlich sächsischen Anteil der ehemaligen Grafschaft Henneberg, seitdem zu Preußen. Vgl. Geßner, Geschichte der Stadt S. (Schleusing. 1861); Schott, Statistik des Kreises S. (das. 1882); Hebecke, Heimatkunde des Kreises S. (das. 1905).
 
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Schlewecke, s. Meyers Harzburg.
 
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Schley, Winfield Scott, nordamerikan. Admiral, geb. 9. Okt. 1839 in Frederick (Maryland), von deutscher Abstammung, trat 1856 in die Marine, befehligte 1884 die arktische Expedition zur Rettung Meyers Greelys (s. d.) und 1898 das fliegende Geschwader vor Cuba im Kriege mit Spanien. Dabei fiel ihm die Einleitung des Seegefechts vor Santiago zu, das mit der Vernichtung der spanischen Flotte endete. Eine durch den Höchstkommandierenden der Flotte, Admiral Meyers Sampson (s. d.), veranlaßte Untersuchung des Militärgerichtshofs endete nach umständlichem Verfahren 1901 mit der Zurückweisung der Ansprüche Schleys auf das Hauptverdienst jenes Siegs. Er schrieb: »The rescue of Greely« (mit Soley, New York 1885) und »Forty-fife years under the flag« (das. 1904).
 
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Schleyer, Johann Martin, s. Meyers Volapük.
 
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Schlich (Schliech, Schlieg), s. Meyers Aufbereitung.
 
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Schlich, William, Forstmann, geb. 28. Febr. 1840 zu Flonheim in Rheinhessen, trat 1862 in hessischen und 1866 in englisch-ostindischen Forstdienst, wurde 1881 Generalinspektor der Wälder in Indien und 1885 Professor und Direktor der forstlichen Abteilung der englisch-indischen Polytechnischen Schule zu Coopers Hill in England. Er schrieb: »Manual of forestry« (Lond. 188995, 3 Bde.; Bd. 1 in 2. Aufl. 1897; Bd. 2 u. 3 in 3. Aufl. 1904; Bd. 4: »Forest protection« und Bd. 5: »Forest utilisation«, 1897, sind Bearbeitungen von Heß' »Forstschutz« und Gayers »Forstbenutzung«, durch W. R. Fischer); »Afforestation in Great Britain and Ireland« (Dubl. 1886); »Forestry in the colonies and in India« (in den »Proceedings of the Royal Colonial Institute of London«, 1890); »Forestry in the United Kingdom« (1904); auch redigierte er 187579 die von ihm gegründete erste indische Forstzeitung: »The Indian Forester«.
 
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Schlichte, klebrige Flüssigkeit zum Tränken der Kettenfäden (Schlichten), um sie glatt und fester zu machen; vgl. Weben. Über S. (Aschewasser) in der Eisengießerei s. d., S. 556.
 
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Schlichtegroll, Adolf Heinrich Friedrich, Gelehrter und Schriftsteller, geb. 8. Dez. 1765 in Waltershausen, gest. 4. Dez. 1822 in München, studierte Theologie, dann Altertumswissenschaften, ward 1797 Lehrer am Gymnasium und 1801 auch Bibliothekar sowie Direktor des Münzkabinetts in Gotha, später Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften und Direktor der Hofbibliothek in München. Von seinen Werken sind der »Nekrolog der Deutschen« (nebst Supplementen, Gotha 17901806, 28 Bde.) und die »Annalen der Numismatik« (das. 180406, 2 Bde.) bemerkenswert.
 
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Schlichten, das Ebenen einer aus dem Groben bearbeiteten Fläche mit Schlichthammer, Schlichtfeile, Schlichthobel etc., in der Weberei die Fäden mit Schlichte versehen.
 
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Schlichter Abschied, s. Meyers Entlassung mit schlichtem Abschied.

[Bd. 6, Sp. 866]



 
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Schlichterwald, s. Meyers Schurwald.

 

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