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Schleimsäure bis Schleinitz (Bd. 6, Sp. 843)
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Artikelverweis Schleimsäure (Milchzuckersäure) C6H10O8 oder COOH.(CHOH)4. COOH entsteht meist neben Weinsäure oder Zuckersäure bei Oxydation von Galaktose, Dulcit, Gummi, Milchzucker etc. mit Salpetersäure. Sie bildet ein weißes, sandiges Kristallpulver, löst sich schwer in kaltem, leicht in kochendem Wasser, nicht in Alkohol, schmilzt bei 210° unter Zersetzung, gibt beim Kochen mit Wasser Laktonsäure C6H8O7, mit Salzsäure eine Furfurondikarbonsäure, mit Salpetersäure Traubensäure und Oxalsäure, mit schmelzendem Ätzkali Essigsäure und Oxalsäure. Sie bildet schwer oder nicht lösliche Salze.
 
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Schleimschicht, s. Meyers Haut, S. 902.
 
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Schleimschläuche (Schleimbehälter), s. Meyers Absonderung 3), S. 55.
 
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Schleimsteine (Chondroïten), steinartige Bildungen aus verhärtetem Schleim mit Kalksalzen, Fett etc., die sich oft um einen als Kern zu betrachtenden Fremdkörper bilden, finden sich in den mit Schleimhaut ausgekleideten Höhlen, wie in der Nasenhöhle, den Bronchien, Mandeln, in den weiblichen Geschlechtsteilen etc.
 
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Schleimstoff, s. Meyers Schleim.
 
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Schleimsucht, s. Meyers Verschleimung.
 
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Schleimtiere, s. Meyers Bauchtiere.
 
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Schleimünde, s. Meyers Schlei (Meeresbucht).
 
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Schleimzellen, s. Meyers Hautdrüsen.
 
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Schleimzucker, s. Meyers Fruchtzucker.
 
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Schleinitz, 1) Alexander, Graf von, preuß. Staatsminister, geb. 29. Dez. 1807 in Blankenburg am Harz, gest. 19. Febr. 1885, trat 1828 in den preußischen Staatsdienst, ward 1835 Gesandtschaftsattaché, 1841 vortragender Rat im Ministerium des Auswärtigen, im Juli 1848 Minister des Auswärtigen im Ministerium Camphausen, gab aber diese Stellung nach wenigen Tagen wieder auf und vertrat hierauf Preußen am hannoverschen Hof. Im Mai 1849 leitete S. die Friedensverhandlungen mit Dänemark, übernahm im Juli 1849 im Ministerium Brandenburg wieder das Auswärtige, trat aber 26. Sept. 1850 zurück, lebte in Koblenz in nahem Verkehr mit dem Hofe des Prinzen von Preußen, nach dessen Regierungsantritt er von November 1858 bis Oktober 1861 wieder Minister des Auswärtigen und als solcher Bismarcks Vorgesetzter war. 186185 Minister des königlichen Hauses, ward er 1879 Graf. Vgl. »Fürst Bismarcks Briefwechsel mit dem Minister Freih. v. S. 18581861« (Stuttg. 1905); »Aus den Papieren der Familie von Schleinitz«, mit einer Vorbemerkung von F. v. Zobeltitz (Berl. 1905); »Geschichte des Schleinitzschen Geschlechts« (das. 1898).
   2) Georg Emil Gustav, Freiherr von, deutscher Admiral, geb. 17. Juni 1834 in Bromberg, trat 1849 in die preußische Marine, machte 1856 die Fahrt der Korvette Danzig nach Marokko und als Leutnant zur See die Expedition nach Ostasien (1860 bis 1862) mit, kämpfte 1864 auf der Arkona bei Jasmund gegen die Dänen, ward sodann Dezernent in der Admiralität, unternahm 186971 als Kommandant der Arkona eine Weltreise, befehligte, nachdem er 187173 wieder Dezernent in der Admiralität gewesen, 187476 die Korvette Gazelle auf einer wissenschaftlichen Reise nach der Südsee, ward sodann Vorstand des Hydrographischen Instituts, 1883 Konteradmiral, nahm 1886 als Vizeadmiral den Abschied und war bis 1888 im Dienst der Neuguinea-Kompanie Landeshauptmann von Neuguinea. Gegenwärtig lebt S. auf Haus Hohenborn bei Pyrmont.

 

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