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Schleifer bis Schleifscheiben (Bd. 6, Sp. 840 bis 841)
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Artikelverweis Schleifer, 1) der langsame Meyers Walzer (s. d.). 2) (Franz. Coulé) musikal. Verzierung, bestehend aus dem Vorschlag von zwei oder mehr Noten in Sekundfolge (in der Regel von unten nach oben), wird in kleinen Noten vorgeschrieben, z. B.:


 
Artikelverweis Schleiferkrankheit, durch Einatmen von Schleiferstaub erzeugte Lungenkrankheit, s. Meyers Artikel »Staubeinatmungskrankheiten«.
 
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Schleifglas, das schönste weiße Glas, das zu geschliffenen Gegenständen verarbeitet wird.
 
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Schleifgrund (Grund), s. Meyers Goldleisten.
 
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Schleifkanne, eine aus Holzdauben zusammengefügte Kanne mit Deckel und Henkel (Schleife) über der Öffnung, seit dem Mittelalter in Gebrauch.
 
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Schleifkontakt, Vorrichtung zur Zu- oder Ableitung von elektrischem Strom bei rotierenden Teilen elektrischer Maschinen, besteht aus zwei Metallringen, auf denen Metallfedern oder -Bürsten schleifen; s. Meyers Elektrische Maschinen, S. 634.
 
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Schleifleinen, Leinwand, die mit einer dünnen Schicht Schmirgel-, Feuerstein-, Sand- oder Glaspulver beklebt ist und zum Schleifen dient. Bei der Anwendung von Papier statt Leinwand erhält man das Schleifpapier.
 
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Schleifmaschine, mechanische Vorrichtung zum Schärfen (Schärfmaschine) der schneidenden Werkzeuge und zum Schleifen bei der Metall- und Holzbearbeitung, besitzt gewöhnlich als Werkzeug eine oder mehrere Schleifscheiben, die auf einer Achse sitzen und von dieser in schnelle Drehung versetzt werden. Mitunter bedient man sich auch endloser, mit Schleifmaterial belegter Riemen, die um rotierende Scheiben gespannt sind (Bandschleifen). Die Scheiben drehen sich in Vertikal- oder Horizontalebenen, für bestimmte Zwecke zugleich oft an hängenden oder liegenden Schwingrahmen, nach allen Seiten beweglich, und sind für besondere Zwecke (Sägeschärfen, Schleifen von Fräszähnen, Spiralbohrern etc.) eigens geformt, wodurch eine große Mannigfaltigkeit in der Ausführung der S. entsteht. Fig. 1 u. 2 zeigen eine S. von Mayer u. Schmidt (Offenbach a. M.) mit zwei Schleifscheiben S S, die durch eine Riemenstufenscheibe mit drei verschiedenen Geschwindigkeiten in Drehung versetzt werden können. Der großen Geschwindigkeit wegen erhalten die Schmirgelscheiben eine Wellblechhaube a zum Schutz

[Bd. 6, Sp. 841]


der Arbeiter. Zur Entfernung des Schleifstaubes ist mit dem Hohlraum H ein Ventilator V verbunden und die das Arbeitsstück stützenden Vorlagen b, b sind als Ausaugerohre ausgebildet und durch die Ansätze c, c ebenfalls an H angeschlossen, so daß der Staub unmittelbar am Entstehungsort abgesogen und in die Kammer H geschafft wird, die Filtriermaterial (gewöhnlich Koksstücke) aufnimmt, das allen Staub zurückhält und zugleich damit die Wiedergewinnung von wertvollem Metallschliff (Kupfer etc.) gestattet. Die S. ist vielfach für besondere Arbeiten ausgebildet; dazu gehört unter anderm die S. zum Rundschleifen von zylindrischen Körpern, z. B. Walzen, wobei das Arbeitsstück sich langsam unter der schnell drehenden Schmirgelscheibe umdreht, während letztere sich längs des Arbeitsstückes bewegt. Zum Schleifen von Holz, Glas und sonstigen plattenförmigen Körpern dient eine S. (Fig. 3) mit einer rotierenden Scheibe a, die eine mit Sand bekleidete Kautschukplatte trägt und nach und nach über die ganze Fläche T hinweggeführt wird. Zu diesem Zwecke befindet sich die Schleifscheibe an dem vordern Ende eines Armes b c, der sowohl bei o als bei u um vertikale Achsen drehbar, also wie ein Armgelenk konstruiert ist, um somit leicht nach allen Stellen des Tisches geführt werden zu können. Die sehr schnelle Drehung der Schleifscheibe erfolgt von der Riemenscheibe 1 aus durch die Transmissionen 2,2,3,4. Vgl. Steinbearbeitungsmaschinen; über die Glaslinsenschleifmaschine s. Meyers Linse, S. 585. Vgl. Pregél, Neuere Werkzeugmaschinen für die Metallbearbeitung, Fräse- u. Schleifmaschinen (Stuttg. 1892).
 
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Schleifmühle, s. Meyers Schleifwerk.
 
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Schleifpapier, s. Meyers Schleifleinen.
 
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Schleifscheiben, schleifende Werkzeuge aus runden Holzscheiben, die an der Peripherie mit Schmirgel-, Bimsstein- etc. Pulver versehen werden oder zum Schärfen von Werkzeugen und zur Oberflächenbearbeitung von Metallgegenständen, namentlich Maschinenbestandteilen, an Stelle der Meißel, Feilen, Fräsen und der verschiedensten Werkzeuge an Drehbänken, Shapingmaschinen u. dgl., auf Schleifmaschinen zur Wirkung gebracht werden. Man benutzt auch aus Sandstein, Tonschiefer u. dgl. gearbeitete Scheiben, häufiger künstliche S. aus Schmirgel (Schmirgelscheiben), Karborundum, Quarzsand, Feuerstein, Glas, die viel größere Gleichmäßigkeit in der Masse besitzen. Der Schmirgel wird in Pochwerken zerkleinert und durch Sieben und Schlämmen in Sorten von gleichmäßiger Korngröße gebracht, die den einzelnen Arbeiten anzupassen sind. Als Bindemittel benutzt man feuerfesten Ton, mit dem man Schmirgel mischt, dann formt und brennt, Zement aus Magnesia und Chlormagnesiumlösung, Leim mit Tannin (Tanniteschmirgelscheiben), besonders aber Schellack, mit dem Schmirgel gemischt und genügend heiß in Formen gepreßt wird. Neuerdings verwendet man auch den beim Thermitverfahren gewonnenen künstlichen Korund (Korubin) wie Schmirgel zu S. Die S. erhalten sehr verschiedene Oberflächengeschwindigkeiten, je nach Material etc. von 345 m in der Sekunde, also eine um so größere Umdrehzahl, je kleiner ihr Durchmesser ist.

 

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