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Schlauder bis Schlechter (Bd. 6, Sp. 833)
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Artikelverweis Schlauder, s. Meyers Anker (Bauwesen, Fig. 17).
 
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Schlaufe (schweizer.), soviel wie Schleife.
 
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Schlawa (Slawe), Stadt im preuß. Regbez. Liegnitz, Kreis Freystadt, am See S., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Spiritusbrennerei, Molkerei und (1905) 766 Einw.
 
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Schlawe, Kreisstadt im preuß. Regbez. Köslin, an der Wipper, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Praust-Karthaus und Zollbrück-Rügenwalde sowie der Schlawer Kreisbahn, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Progymnasium, Amtsgericht, Reichsbanknebenstelle, Eisengießerei, Bierbrauerei, eine große Mahlmühle, Sägemühlen, Viehhandel und (1905) 6221 meist evang. Einwohner.
 
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Schlebäuchen, s. Meyers Dämpfigkeit.
 
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Schlebusch, Dorf im preuß. Regbez. Düsseldorf, Landkreis Solingen, an der Dhüne, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Gruiten-Mülheim a. Rh. und Speldorf-Mülheim a. Rh. sowie an einer elektrischen Straßenbahn, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Weberei, Sensen- und Sprengstoffabrikation und (1905) 4376 Einw. Dicht bei S. das Schloß Morsbroich mit Park.
 
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Schlechta-Wssehrd, Ottokar, Freiherr von, Orientalist, geb. 20. Juli 1825 in Wien, gest. daselbst 18. Dez. 1894, Sohn des als Dichter bekannten Franz Freiherrn von S., studierte auf der k. k. orientalischen Akademie, war 184860 Dragoman in Konstantinopel, wurde 1861 provisorischer Direktor der orientalischen Akademie, bekleidete 187074 den Posten eines Generalkonsuls in Bukarest und wurde einige Jahre später zum bevollmächtigten Minister in Persien ernannt. S. war einer der vorzüglichsten Kenner der persischen und türkischen Literatur. Seine namhaftesten Veröffentlichungen sind: »Der Frühlingsgarten von Dschâmi« (pers. Text mit Übersetzung, Wien 1846); »Der Fruchtgarten von Saadi« (auszugsweise übertragen, das. 1852); »Ibn Jemîns Bruchstücke« (a. d. Pers., das. 1852; 2. Aufl., Stuttg. 1879); »Jussuf und Suleicha« von Firdôsi (deutsch, Wien 1889) und »Moralphilosophie des Morgenlandes« (Übertragungen persischer Gedichte, Leipz. 1892). Sonst schrieb er: »Die osmanischen Geschichtschreiber der neuern Zeit« (Wien 1856); »Die Kämpfe zwischen Persien und Rußland in Transkaukasien seit 18041813« (das. 1864); »Die Revolutionen in Konstantinopel in den Jahren 1807 und 1808« (das. 1882). Besondere Beachtung verdient noch das in türkischer Sprache von ihm verfaßte »Europäische Völkerrecht« (Wien 184748, 2 Bde.) und »Manuel terminologique français-ottoman« (das. 1870).
 
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Schlechtd., bei Pflanzennamen Abkürzung für D. F. L. v. Meyers Schlechtendal (s. d.).
 
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Schlechte, in der Geologie, s. Meyers Schlächte; im Wasserbau soviel wie Bühne.
 
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Schlechtendal, Dietrich Franz Leonhard von, Botaniker, geb. 27. Nov. 1794 in Xanten, gest. 12. Okt. 1866 in Halle, studierte in Berlin, ward 1819 Kustos des königlichen Herbariums, 1828 Professor der Botanik und 1833 Direktor des Botanischen Gartens in Halle. Er schrieb: »Animadversiones botanicae in Ranunculaceas« (Berl. 181920); »Adumbrationes plantarum« (das. 182532, enthält Filices capenses); »Flora Berolinensis« (das. 182324); »Hortus Hallensis« (Halle 1841); »Flora von Deutschland« (mit Langethal und Schenk, Jena 184164, mit 2400 Tafeln; 5. Aufl. von Hallier, Gera 18801887); »Abbildung und Beschreibung aller in der Pharmacopoea borussica aufgeführten Gewächse« (Berl. 183037, 3 Bde.). Auch gab er die »Linnäa« (Halle, seit 1826) und mit Hugo v. Mohl die »Botanische Zeitung« (Berl. u. Leipz., seit 1843) heraus.
 
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Schlechter, Karl, Schachmeister, geb. 2. März 1874 in Wien, teilte nach vorangegangenen kleinern Erfolgen 1900 in München den ersten und zweiten Preis mit Pillsbury, gewann 1902 in Karlsbad mit 71/2 gegen 21/2 Partien einen Wettkampf gegen Janowski und erstritt in dem umfänglichen internationalen Turnier zu Ostende 1906 den ersten Preis. Er ist seit 1899 Mitherausgeber der »Deutschen Schachzeitung« und lebt in Wien. Sein Spiel ist nach der Wiener Schule sehr sicher, doch seltener glänzend.

 

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