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Schlauchfrucht bis Schlechta-Wssehrd (Bd. 6, Sp. 833)
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Artikelverweis Schlauchfrucht (Utriculus), eine bei Carex vorkommende, unechte Fruchtform, bei der die eigentliche, nüßchenartige, einsamige Frucht von einem schlauchförmigen, oft geschnäbelten Blattgebilde (Schlauch, Fruchtschlauch), dem Vorblatt der weiblichen Blüte, eingeschlossen wird; auch soviel wie Perithecium, s. Meyers Pilze, S. 884 (5. Ordnung).
 
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Schlauchpflanzen, Gewächse mit schlauch- oder urnenförmigen Blättern, wie die Arten der Gattungen Nepenthes, Sarracenia, Darlingtonia, Cephalotus, gehören zu den insektenfressenden Pflanzen und werden als Zierpflanzen in Gewächshäusern kultiviert.
 
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Schlauchpilze, Schlauchschwämme, soviel wie Askomyzeten, s. Meyers Pilze, S. 883.
 
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Schlauchtiere, s. Meyers Cölenteraten.
 
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Schlauder, s. Meyers Anker (Bauwesen, Fig. 17).
 
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Schlaufe (schweizer.), soviel wie Schleife.
 
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Schlawa (Slawe), Stadt im preuß. Regbez. Liegnitz, Kreis Freystadt, am See S., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Spiritusbrennerei, Molkerei und (1905) 766 Einw.
 
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Schlawe, Kreisstadt im preuß. Regbez. Köslin, an der Wipper, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Praust-Karthaus und Zollbrück-Rügenwalde sowie der Schlawer Kreisbahn, hat eine evang. Kirche, Synagoge, Progymnasium, Amtsgericht, Reichsbanknebenstelle, Eisengießerei, Bierbrauerei, eine große Mahlmühle, Sägemühlen, Viehhandel und (1905) 6221 meist evang. Einwohner.
 
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Schlebäuchen, s. Meyers Dämpfigkeit.
 
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Schlebusch, Dorf im preuß. Regbez. Düsseldorf, Landkreis Solingen, an der Dhüne, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Gruiten-Mülheim a. Rh. und Speldorf-Mülheim a. Rh. sowie an einer elektrischen Straßenbahn, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Weberei, Sensen- und Sprengstoffabrikation und (1905) 4376 Einw. Dicht bei S. das Schloß Morsbroich mit Park.
 
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Schlechta-Wssehrd, Ottokar, Freiherr von, Orientalist, geb. 20. Juli 1825 in Wien, gest. daselbst 18. Dez. 1894, Sohn des als Dichter bekannten Franz Freiherrn von S., studierte auf der k. k. orientalischen Akademie, war 184860 Dragoman in Konstantinopel, wurde 1861 provisorischer Direktor der orientalischen Akademie, bekleidete 187074 den Posten eines Generalkonsuls in Bukarest und wurde einige Jahre später zum bevollmächtigten Minister in Persien ernannt. S. war einer der vorzüglichsten Kenner der persischen und türkischen Literatur. Seine namhaftesten Veröffentlichungen sind: »Der Frühlingsgarten von Dschâmi« (pers. Text mit Übersetzung, Wien 1846); »Der Fruchtgarten von Saadi« (auszugsweise übertragen, das. 1852); »Ibn Jemîns Bruchstücke« (a. d. Pers., das. 1852; 2. Aufl., Stuttg. 1879); »Jussuf und Suleicha« von Firdôsi (deutsch, Wien 1889) und »Moralphilosophie des Morgenlandes« (Übertragungen persischer Gedichte, Leipz. 1892). Sonst schrieb er: »Die osmanischen Geschichtschreiber der neuern Zeit« (Wien 1856); »Die Kämpfe zwischen Persien und Rußland in Transkaukasien seit 18041813« (das. 1864); »Die Revolutionen in Konstantinopel in den Jahren 1807 und 1808« (das. 1882). Besondere Beachtung verdient noch das in türkischer Sprache von ihm verfaßte »Europäische Völkerrecht« (Wien 184748, 2 Bde.) und »Manuel terminologique français-ottoman« (das. 1870).

 

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