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Schlatter bis Schlauchpflanzen (Bd. 6, Sp. 832 bis 833)
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Artikelverweis Schlatter, Adolf, evang. Theolog, geb. 16. Aug. 1852 in St. Gallen, wurde 1888 außerordentlicher Professor in Bern und ordentlicher Professor in Greifswald, 1893 in Berlin und 1898 in Tübingen. Er schrieb: »Der Glaube im Neuen Testament« (Leiden 1885; 3. Aufl., Kalw 1905); »Einleitung in die Bibel« (Kalw 1889, 3. Aufl. 1901); »Erläuterungen zum Neuen Testament« (das. 18861904, 9 Bde., zum Teil wiederholt aufgelegt); »Jason von Kyrene« (Münch. 1891); »Zur Topographie und Geschichte Palästinas« (Kalw 1893); »Israels Geschichte von Alexander d. Gr. bis Hadrian« (das. 1901, 2. Aufl. 1906). Außerdem veröffentlichte er zahlreiche Arbeiten in den von ihm zuerst mit Cremer, dann mit Lütgert herausgegebenen »Beiträgen zur Förderung christlicher Theologie« (Gütersloh 1897 ff.).
 
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Schlaube, Flüßchen, s. Meyers Müllrose.
 
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Schlauch, röhrenförmiges Fabrikat aus Gewebe, Leder, Kautschuk. Bei der Feuerwehr benutzt man Saug- und Druckschläuche. Erstere werden aus Gummistoff hergestellt, auch mit Drahtspiralen oder Blechstreifen durchzogen und unten durch einen Seiher geschlossen. Außerdem fertigt man biegsame Saugichläuche aus Blechspiralen. Druckschläuche bestehen aus sehr dichtem Hanf- oder Flachsgewebe, seltener aus Leder, erstere werden auch mit Tanninlösung imprägniert oder innen mit Gummi überzogen. Man benutzt sie in Stücken (Knoten) von höchstens 1520 m Länge und verbindet diese nach Bedarf untereinander durch Verschraubungen, besser durch Kuppelungen nach dem System Grether-Witte (s. Abbildung). Die Wasserabgabe aus den Schläuchen erfolgt durch Strahlrohre, Kupferrohre mit engerm oder weiterm Mundstück oder Rohre aus stark gummiertem Leinengewebe und mit Drahtspiralen durchzogen.
 
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Schlauch, die Hauttasche längs des Bauches, in der bei Säugetieren die Rute eingeschlossen ist.
 
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Schlauch, Lorenz, Kardinal und ungar. Politiker, geb. 27. März 1824 in Neu-Arad, gest. 10. Juli 1902 in Großwardein, widmete sich dem Kirchenrecht, wirkte als Seminarprofessor in Temesvár, dann als Pfarrer in Merczidorf und Domherr in Temesvár. Er erregte Aufmerksamkeit, als in Ungarn 1868 die Bewegung wegen der katholischen Autonomie entstand. 1873 wurde er Bischof von Szatmár und einige Jahre später Präsident der heiligen Ladislausgesellschaft; seine hervorragenden Reden hier wie im Magnatenhause stempelten ihn zu einem der Führer der ungarischen Bischöfe. Er war auch einer der Begründer der in nationaler Beziehung für Ungarn wichtigen »Kulturvereine«. 1887 wurde er zum Bischof von Großwardein ernannt, 1893 zum Kardinal. Bunyitay veröffentlichte in 3 Bänden (189093) seine Reden kirchlichen und kirchenpolitischen Inhalts; ferner

[Bd. 6, Sp. 833]


erschienen von ihm »Reden und Studien« (2. Aufl., Budapest 1899, 4 Bde.).
 
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Schlauchalgen, s. Meyers Algen (Grünalgen), S. 316.
 
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Schlauchblätter, s. Meyers Epiphyten, S. 870.
 
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Schlauche, in der Schweiz, soviel wie Meyers Klamm (s. d.).
 
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Schlaucheisen, s. Meyers Dachrinne.
 
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Schlauchfrucht (Utriculus), eine bei Carex vorkommende, unechte Fruchtform, bei der die eigentliche, nüßchenartige, einsamige Frucht von einem schlauchförmigen, oft geschnäbelten Blattgebilde (Schlauch, Fruchtschlauch), dem Vorblatt der weiblichen Blüte, eingeschlossen wird; auch soviel wie Perithecium, s. Meyers Pilze, S. 884 (5. Ordnung).
 
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Schlauchpflanzen, Gewächse mit schlauch- oder urnenförmigen Blättern, wie die Arten der Gattungen Nepenthes, Sarracenia, Darlingtonia, Cephalotus, gehören zu den insektenfressenden Pflanzen und werden als Zierpflanzen in Gewächshäusern kultiviert.

 

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