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Schlammsprudel bis Schlange, eherne (Bd. 6, Sp. 827)
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Artikelverweis Schlammsprudel, s. Meyers Schlammvulkane.
 
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Schlammströme, Schlammassen mit sich führende Wasserergüsse, s. Vulkane.
 
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Schlammteufel (Hellbender, Cryptobranchus [Menopoma] alleghaniensis Harlan.), Amphibie aus der Ordnung der Schwanzlurche und der Familie der Rie enmolche (Menopomidae), 5055 cm lang, mit großem. sehr glattem Kopf, sehr fleischigem Leib, kräftigem, seitlich zusammengedrücktem Schwanz und sehr stark entwickelten Hautsäumen an den Gliedmaßen und äußern Zehen, ist dunkelgrau mit schwarzen Flecken, lebt im Mississippi und in den Flüssen von Louisiana und Nordcarolina, nährt sich von Würmern, Krebsen und Fischen, verläßt niemals das Wasser und heftet seine Eier mit kräftigen Strängen an die Unterlage. Er ist völlig harmlos.
 
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Schlammvulkane (Schlammsprudel, Schlammquellen, Salsen, in Sizilien Maccaluba [Makaluben] nach den schon Strabon bekannten Schlammvulkanen bei Girgenti genannt), kegelförmige Hügel aus tonigem Schlamm aufgebaut, meist nur wenige Meter, in einzelnen Fällen aber auch über 100 m hoch, mit kraterförmiger Einsenkung auf dem Gipfel. Diesem zuweilen mit wässerigem Schlamm erfüllten Krater entströmen Gase (namentlich Kohlenwasserstoffe, daneben auch Kohlensäure oder Wasserdampf) und von Zeit zu Zeit treten explosionsartige Eruptionen auf, welche die Umgebung erschüttern, Steine und Schlamm emporwerfen und mitunter warme, dampfende und salzhaltige, auch wohl mit bituminösen Stoffen, Erdöl, Asphalt etc. gemengte Schlammassen ergießen. Diese Erscheinungen sowie das häufige Vorkommen derartiger S. in vulkanischen Gegenden gaben den Anlaß, vulkanischen Ursprung für sie anzunehmen. Neuere Untersuchungen haben aber gezeigt, daß die S. lediglich Dampf- und Gasquellen ihren Ursprung verdanken. Treten nämlich heiße Quellen oder die dei der Verkohlung der den Schichten beigemengten Organismen entstehenden Gase im Verein mit Wasser zutage, welches das tonige und mergelige Gesteinsmaterial längs der Spalte erweicht, so können S. entstehen. Man sollte den Namen S., als auf irrigen Ansichten beruhend, aufgeben und durch die Bezeichnung Schlammsprudel ersetzen. S. finden sich auf Sizilien, im Gebiete von Bologna, Parma und Modena, auf Island, Java, Celebes, Trinidad, an der Mündung des Mississippi (die Mudlumps, s. Meyers Mud), besonders häufig und mit Petroleumquellen regelmäßig verknüpft am Kaspisee (Kertsch, Baku etc.) und in Sumatra. Als Produkt voralluvialer S. sind die sogen. Argila scagliosa im Apennin und der Flysch (s. Meyers Tertiärformation) gedeutet worden.
 
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Schlan (tschech. Slaný), Stadt in Böhmen, an der Staatsbahnlinie Prag-Brüx-Moldau, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft, eines Bezirksgerichts. und Revierbergamtes, hat eine gotische Dechanteikirche (aus dem 14. Jahrh., 1782 umgebaut), ein Franziskanerkloster mit Kirche, ein Rathaus, ein tschechisches Obergymnasium, eine landwirtschaftliche Winterschule, ein allgemeines Krankenhaus, eine Maschinen- und Kessel-, eine Metallwaren-, eine Fahrräderfabrik, Eisengießerei, Dampfmühle, Baumwollspinnerei, Chemikalienfabrik, Gasanstalt und (1900) 9491 tschech. Einwohner. In der Umgebung wird Steinkohlenbergbau betrieben. Südwestlich liegt das Bad Sternberg mit eisenhaltigen Quellen und Kurhaus und die Stadt Smečno mit Schloß des Grafen Clam-Martinitz (12. und 16. Jahrh.), gotischer Kapelle, Bibliothek, Kupferstichsammlung und Archiv, Dechanteikirche, Rathaus, Bierbrauerei und (1900) 2531 tschech. Einwohnern.
 
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Schlanders, Dorf in Tirol, im Vintschgau, am linken Ufer der Etsch, an der Staatsbahnlinie Meran-Mals gelegen, Sitz einer Bezirkshauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine gotische Kirche, eine Burg (Schlandersberg), Kapuzinerkloster und (1900) 1146 Einw. Nördlich zieht sich das Schlandernauntal gegen die Salurnspitze (3435 m) der Ötztaler Alpen hinauf; südlich befinden sich Marmorbrüche bei Göflan.
 
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Schlange (Serpens), Sternbild des nördlichen Himmels, enthält verschiedene Nebel und Sternhaufen, vgl. Textbeilage zu Artikel und Karte »Fixsterne«.
 
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Schlange, früher 3040, zuweilen noch mehr Kaliber langes Geschütz im Gegensatz zu den Kartaunen; vgl. Feldschlange.
 
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Schlange (Schlangenrohr), ein spiralig gewundenes Metall-, Ton- oder Glasrohr, das zum Erhitzen von Flüssigkeiten durch Dampf oder bei der Destillation zum Abkühlen von Dämpfen benutzt wird.
 
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Schlange der Kleopatra, s. Meyers Brillenschlange.
 
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Schlange, eherne, altisraelit. Kultgegenstand, wahrscheinlich von den Kanaanäern übernommen, nach 4. Mos. 21 von Moses auf Befehl Jahves ausgerichtet, nach 2. Kön. 18 von Hiskia beseitigt.

 

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