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Meyers Großes Konversationslexikon Bibliographische AngabenLogo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf · Logo textgrid zeno bmbf
 
Schlagwaffen bis Schlammbeißer (Bd. 6, Sp. 826)
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Artikelverweis Schlagwaffen (Hiebwaffen), s. Meyers Hieb.
 
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Schlagwaldbetrieb, Betrieb des Meyers Ausschlagwaldes (s. d.).
 
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Schlagwasser (Melissenwasser), s. Meyers Karmelitergeist.
 
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Schlagweite, elektrische, der größte Abstand zweier Körper, bei dem sich ihre entgegengesetzten Elektrizitäten in Form eines elektrischen Funkens ausgleichen, wächst mit der Spannung oder der elektrischen Potentialdifferenz. Vgl. Leidener Flasche und Elektrische Entladung, S. 610.
 
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Schlagwerk, Vorrichtung zum Stanzen mittels eines vertikal geführten Stempels, der durch Hammerschläge zur Wirkung gebracht wird; bei Uhren die Vorrichtung, welche die Glockenschläge hervorbringt.
 
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Schlagwetter (Schlagende Wetter), s. Meyers Grubenexplosionen.
 
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Schlagwirtschaft, s. Meyers Landwirtschaftliche Betriebssysteme, Nr. 3 b, S. 141. Im forstlichen Sinn umfaßt S. die Betriebsformen, bei denen die Verjüngung des Bestandes sich nicht auf die ganze Umtriebszeit, sondern nur auf einen Teil derselben erstreckt. Je nachdem ein gleichalteriger, nahezu gleichalteriger oder ungleichalteriger Bestand nachgezogen werden soll, unterscheidet man Kahl-, Samen-, Femelschlagwirtschaft.
 
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Schlagworte sind Wendungen und Ausdrücke, »denen sowohl eine prägnante Form, wie auch ein gesteigerter Gefühlswert eigentümlich ist, insofern sie nämlich entweder einen bestimmten Standpunkt für oder wider im Streben, eine Einrichtung, ein Geschehnis nachdrücklich betonen oder doch wenigstens gewisse Untertöne des Scherzes, der Satire, des Hohnes u. dgl. mit erklingen lassen«. Sie sind also wohl zu unterscheiden von »geflügelten Meyers Worten« (s. d.). Politik, Literatur und Kunst sind besonders ihr Feld. Im übrigen und insbes. in der Bühnensprache ist Schlagwort soviel wie Meyers Stichwort (s. d.).
 
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Schlagzither, s. Meyers Zither.
 
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Schlamm, eine Mischung von pulverförmigen anorganischen und organischen Substanzen mit viel Wasser. Man unterscheidet Flußschlamm und Meeresschlamm. Beiderlei Arten wirken durch ihren Gehalt an Mineralstoffen und organischen Substanzen düngend und verbessern oft auch die physikalische Beschaffenheit des Bodens. So dient bei Wiesen der S., den das überstauende Wasser mit sich führt, als Dünger, und seit alten Zeiten ist die durch den S. des Nils und des Mississippi herbeigeführte Fruchtbarkeit bekannt; mehrfach wird S. in großem Maßstab als Dünger benutzt (Meerschlamm in der Normandie). Einen wichtigen Bestandteil des Meerschlammes bilden lebende Wesen (Plankton), von den die chlorophyllhaltigen organische Substanz erzeugen und den vorhandenen niedern Tieren als Nahrung dienen. Auch die Reste abgestorbener Pflanzen und Tiere sinken in den Gewässern zu Boden und bilden einen S., der am Grunde der Seen und Meere weite Flächen bedeckt (Seekreide, Tiefseekreide, Globigerinenschlamm etc.). Mineralschlamm bildet sich oft bei Mineralquellen und besteht aus verwittertem Gesteinsmaterial, aus kohlensaurem Kalk und Eisenhydroxyd, die sich aus dem Mineralwasser abgeschieden haben, aus organischen Substanzen (Verwesungsresten von Pflanzen, die sich in dem S. angesiedelt hatten), durchtränkt mit dem Mineralwasser. In stillen Buchten an den Meeresküsten bilden sich ähnliche Ablagerungen, die wie die erstern in Form von Bädern (Schlammbäder, Seeschlammbäder) etwa bei denselben Leiden wie Moorbäder benutzt werden. Zur Bestimmung des in fließendem Wasser vorhandenen Schlammes hat Bouquet de la Grye ein Pelometer konstruiert.
 
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Schlammbeißer (Schlammpitzger), s. Meyers Schmerle.

 

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