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Schizogonīc bis Schjöth (Bd. 6, Sp. 813 bis 814)
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Artikelverweis Schizogonīc (griech.), die bei manchen Tieren vorkommende Erscheinung, ohne Vorbereitung Teile von ihrem Körper abzuschnüren, die sich zu neuen Individuen ausbilden. Besonders tritt dies bei manchen See- und Schlangensternen ein, deren abgetrennte Arme zu vollständigen Tieren auswachsen können.
 
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Schizolithe, Spaltungsgesteine, s. Meyers Magma.
 
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Schizomyzēten (Spaltpilze), soviel wie Bakterien (s. d.).
 
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Schizoneura (Blutlaus), s. Meyers Blattläuse; fossile Pflanzengattung, s. Meyers Equisetinen, S. 882.
 
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Schizophyten (Spaltpflanzen), die niederste Gruppe der Pflanzenwelt, welche die Spaltpilze (Bakterien, s. d.) und die Spaltalgen (blaugrünen Algen, s. Meyers Algen) umfaßt. Die S. bestehen aus rundlichen, elipsoidischen, zylindrischen oder schraubigen Zellen. Ihre zur Verquellung geneigte Zellhaut bildet häufig eine Gallerthülle, in der die Individuen in mehr oder minder regelmäßiger Anordnung zu Kolonien vereinigt sind. Dem Zellinhalt fehlen der typische Zellkern und der Farbstoffträger. Die Vermehrung findet immer auf ungeschlechtlichem Wege durch einfache Zweiteilung (Spaltung) der Zelle oder durch Ausbildung je einer Dauerspore im Innern vegetativer Zellen statt. Viele Formen sind zu freier Ortsbewegung durch schwingende Geißeln oder undulierende Zellmembranen befähigt.
 
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Schizophyzeen (Spaltalgen), soviel wie blaugrüne Algen, s. Meyers Algen, S. 315.
 
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Schizopŏda, soviel wie Meyers Spaltfüßer (s. d.).
 
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Schizuoka, Hauptstadt der japan. Provinz Suruga und des Ken S. (2401 qkm mit [1898] 1,195,286 Einw.), 7 km von der Südostküste der Insel Nippon, an der Eisenbahn Tokio-Osaka, mit (1903) 48,744 Einw., die Lackwaren, Rotanggeflechten. a. anfertigen. S. war Residenz des letzten Schôgun.
 
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Schizymenĭa (Iridaea edulis), s. Halymenia.
 
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Schjerning, Otto, Mediziner, geb. 4. Okt. 1853 in Eberswalde, studierte seit 1873 am Friedrich Wilhelms-Institut in Berlin, wurde 1878 Assistenzarzt, 1886 Stabsarzt und nach längerer Kommandierung zur Dienstleistung im Kriegsministerium 1894 Oberstabsarzt und Referent der Medizinalabteilung. Als Generalarzt wurde er 1900 Abteilungschef und etatmäßiges Mitglied des Wissenschaftlichen Senats der Kaiser Wilhelm-Akademie und 1903 dessen stellvertretender Vorsitzender. Nach Leutholds Tod erfolgte seine Ernennung zum Generalstabsarzt der Armee, Chef des Sanitätskorps und der Medizinalabteilung im Kriegsministerium sowie zum Direktor der Kaiser Wilhelm-Akademie. Auch wurde er ordentlicher Honorarprofessor an der Universität. Unter der Leitung und im Verein mit dem Generalstabsarzt v. Coler hat S. lebhaften Anteil an der wissenschaftlich vertieften Ausbildung der Militärärzte und an der Hebung des Sanitätskorps genommen. Er hat mehrere Beiträge zur allgemeinen und Kriegschirurgie, zum Heeresgesundheitswesen und zur Lehre von den ansteckenden Krankheiten geliefert und mehrere groß angelegte wissenschaftliche Untersuchungen durchführen lassen, wie namentlich die Arbeit über die

[Bd. 6, Sp. 814]


Wirkung und die kriegschirurgische Bedeutung der neuen Handfeuerwaffen (Berl. 1894). 1895 redigierte er die Festschrift zur 100jährigen Stiftungsfeier des Friedrich Wilhelms-Instituts, und 1901 begründete er die »Bibliothek v. Coler« (Berl., bis 1906: 24 Bde.). 1896 veröffentlichte er mit Kranzfelder Versuche zur Feststellung der Verwertbarkeit der Röntgenstrahlen für medizinisch-chirurgische Zwecke und 1899 eine Arbeit über die Tuberkulose in der Armee. Auch arbeitete er über Entstehung und Verhütung des Typhus bei den im Felde stehenden Truppen, über die Behandlung des Tetanus in der Armee, über die Schußverletzungen durch die modernen Feuerwaffen und über Körperlängsschüsse.
 
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Schjöth, Hans, norweg. Schulmann und Historiker, geb. 24. Juni 1844 in Christiania, studierte 186167 klassische Philologie, Geschichte und altnorwegische Sprache und Literatur und wirkt seit 1875 am Kathedralgymnasium und an zwei Lehrerinnenseminaren in Christiania. In den Jahren 1869, 1871, 1874 und 1897 unternahm er Studienreisen nach Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich. Er ist Mitarbeiter an den »Jahresberichten der Geschichtswissenschaft« (Berl.) seit ihrer Gründung (1878) und an Helmolts »Weltgeschichte« (Bd. 6, Leipz. 1906); 1880 wurde er korrespondierendes Mitglied der historischen Gesellschaft in Berlin. Als Schriftsteller wesentlich für die Schule tätig, schrieb er: »Weltgeschichte für die Mittelschule« (4. Ausg., Christiania 1893), »Frankreichs Geschichte für die Gymnasien« (2. Ausg., das. 1896) und gab eine »Schulkarte von Norwegen« (6. Ausg., das. 1900) heraus.

 

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