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Schiseophōn bis Schiwah (Bd. 6, Sp. 813)
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Artikelverweis Schiseophōn (griech.), von de Place angegebenes Instrument zur Auffindung fehlerhafter Stellen in Metallen, eine Kombination von Mikrophon mit Telephon und einem Perkussionsstift. Letzterer schlägt aus dem Mikrophon heraus auf das Untersuchungsstück und prallt frei zurück. In den Stromkreis des Mikrophons ist eine Batterie eingeschaltet und eine Induktionsspule, die sich aber in einem andern Zimmer befindet und auf dem Nullpunkt eines geteilten Stabes befestigt ist, auf dem entlang eine zweite Spule verschiebbar ist. Im Stromkreis dieser letzten Spule befinden sich zwei Telephone, die an das Ohr des Beobachters gebracht werden. Liegt die Spule dicht neben der erstern und stößt der Perkussionsstift gegen eine fehlerhafte Stelle des Materials, so erleidet der normale Ton eine mit unbewaffnetem Ohr nicht wahrnehmbare Veränderung, die im Mikrophon eine Änderung seines Widerstandes hervorbringt. Dadurch wird das Gleichgewicht der Induktionsspulen unterbrochen, und in den Telephonen wird ein ganz bestimmter Ton hörbar, der in dem Maß schwächer wird, wie sich beide Spulen voneinander entfernen. Das S. zeigt in Schienen, Geschützrohren, Geschossen, Gußstahlblöcken etc. ganz leichte Poren, Risse etc. an, selbst wenn sie 18 cm unter der Oberfläche liegen.
 
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Schisma (griech., Trennung) bedeutet im Sprachgebrauch der katholischen Kirche im Unterschied von Meyers Häresie (s. d.) die Lostrennung vom Gemeinschaftsverband der Kirche mit grundsätzlicher Gehorsamsweigerung gegenüber ihrem Haupte, die das Ausscheiden aus der »alleinseligmachenden Meyers Kirche« (s. d.) bedeutet. Auch die infolge der Ausstellung oder Wahl mehrerer Päpste entstandenen Spaltungen werden als Schismen bezeichnet, z. B. das große S. von 13781417. In der Musik der kleinste bei der mathematischen Tonbestimmung in Betracht kommende Wert, der des Intervalls c: his (= 32,805: 32,768).
 
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Schismatiker, Anhänger einer durch ein Meyers Schisma (s. d.) hervorgerufenen Kirchenpartei.
 
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Schistoskop (griech.), von Brücke angegebener Apparat zur Erzeugung komplementärer Farben, besteht aus einer dichroskopischen Lupe, durch die eine Gipsplatte im polarisierten Licht betrachtet wird. Um verschiedene Paare von Komplementärfarben zu erhalten, werden Gipsplatten von verschiedener Dicke angewandt.
 
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Schistostega, s. Meyers Leuchten der Pflanzen.
 
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Schistova (Sistova, Svistov), bulgar. Stadt, s. Meyers Swischtow.
 
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Schita (Tën, Tao), in Anam Getreidemaß zu 2 Hao = 56,54 Lit.
 
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Schiti, bedrucktes Kalikogewebe in Sansibar zu Decken, Bettbezügen und Vorhängen, von England und Indien geliefert.
 
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Schitomir, Stadt, s. Shitomir.
 
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Schivelbein (Schiefelbein), Kreisstadt im preuß. Regbez. Köslin, an der Rega, Knotenpunkt der Staatsbahnlinien Stettin-Belgard und S.-Gramenz, hat eine evangelische und eine kath. Kirche, Synagoge, ein altes Schloß (vormals Residenz eines Johanniterkomturs), ein Denkmal Kaiser Wilhelms I., Landwirtschaftsschule, Amtsgericht, Hauptsteueramt, Wollwarenfabrikation, Damastweberei, Mostrich-, Essig- und Dachpappefabrikation, Dampfmahl- u. Schneidemühlen und (1905) 7219 meist evang. Einwohner. S. ist Geburtsort R. Virchows (vgl. »Drei historische Arbeiten Virchows zur Geschichte seiner Vaterstadt S.«. neu hrsg., Berl. 1903).
 
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Schiwah (hebr., »sieben«), bei den Israeliten Bezeichnung der sieben Trauertage nach der Beerdigung.

 

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