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Schir we churschid bis Schistostega (Bd. 6, Sp. 812 bis 813)
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Artikelverweis Schir we churschid (pers., »Sonne und Löwe«), das Nationalwappen Persiens; auch Name des persischen Sonnen- und Löwenordens (s. Meyers Sonnenorden 2).
 
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Schirwindt, Stadt im preuß. Regbez. Gumbinnen, Kreis Pillkallen, am Einfluß des Flusses S. in die Scheschuppe und an der Kleinbahnlinie Grumbkowkaiten-S., der polnischen Stadt Wladislanow gegenüber, hat eine gotische evang. Kirche, Synagoge, Reichsbanknebenstelle, Nebenzollamt I, eine Flachsbereitungsanstalt, Flachs- und Getreidehandel und (1905) 1302 meist evang. Einwohner. S., die östlichste Stadt des Deutschen Reiches, wurde 1724 von Friedrich Wilhelm I. gegründet.
 
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Schische, s. Nargile.
 
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Schisch-Kebab (türk.), s. Kebab.
 
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Schischkin, 1) Nikolaj Pawlowitsch, russ. Diplomat, geb. 1830, wurde 185968 als diplomatischer Agent in verschiedenen Balkanländern verwendet, wurde 1875 Gesandter in Washington, 1880 in Athen und 1884 in Stockholm, 1891 Adjunkt des Ministers des Äußern. Er leitete das Ministerium während der Krankheit und nach dem Tode von Giers (1895) und nach dem Tode des Fürsten Lobanow (1896) und begleitete 1896 den Zaren auf seinem Besuch in Paris, wurde aber 1897 zum Mitglied des Reichsrats ernannt.
   2) Iwan Iwanowitsch, russ. Maler, geb. 13. Jan. 1831 in Jelabuga (Gouv. Wjatka), gest. 26. März 1898 in St. Petersburg, bildete sich auf der Moskauer Akademie, an der er 1873 Professor wurde, und seit 1861 mehrere Jahre im Ausland, in München, Zürich und Genf, wo Koller und Calame auf ihn einwirkten, zuletzt in Düsseldorf. In seinen Landschaften, die meist einen schwermütigen, träumerischen Charakter haben, hat er ganz Rußland, vom unwirtlichen Norden bis zu den Ufern des Schwarzen Meeres, geschildert, am häufigsten aber den russischen Fichtenwald. Einige seiner besten Bilder (Holzfällen im Walde, niedergebrannter Wald, Waldesdickicht u. a.) besitzt die Tretjakowsche Galerie in Moskau, andre das Alexandermuseum und die Akademie in Petersburg, der russische Kaiser etc. Ebenso bedeutend sind seine Federzeichnungen und seine Radierungen, von denen A. F. Marcks in Petersburg 60 herausgegeben hat.
 
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Schisdra, Stadt, s. Meyers Shisdra.

[Bd. 6, Sp. 813]



 
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Schiseophōn (griech.), von de Place angegebenes Instrument zur Auffindung fehlerhafter Stellen in Metallen, eine Kombination von Mikrophon mit Telephon und einem Perkussionsstift. Letzterer schlägt aus dem Mikrophon heraus auf das Untersuchungsstück und prallt frei zurück. In den Stromkreis des Mikrophons ist eine Batterie eingeschaltet und eine Induktionsspule, die sich aber in einem andern Zimmer befindet und auf dem Nullpunkt eines geteilten Stabes befestigt ist, auf dem entlang eine zweite Spule verschiebbar ist. Im Stromkreis dieser letzten Spule befinden sich zwei Telephone, die an das Ohr des Beobachters gebracht werden. Liegt die Spule dicht neben der erstern und stößt der Perkussionsstift gegen eine fehlerhafte Stelle des Materials, so erleidet der normale Ton eine mit unbewaffnetem Ohr nicht wahrnehmbare Veränderung, die im Mikrophon eine Änderung seines Widerstandes hervorbringt. Dadurch wird das Gleichgewicht der Induktionsspulen unterbrochen, und in den Telephonen wird ein ganz bestimmter Ton hörbar, der in dem Maß schwächer wird, wie sich beide Spulen voneinander entfernen. Das S. zeigt in Schienen, Geschützrohren, Geschossen, Gußstahlblöcken etc. ganz leichte Poren, Risse etc. an, selbst wenn sie 18 cm unter der Oberfläche liegen.
 
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Schisma (griech., Trennung) bedeutet im Sprachgebrauch der katholischen Kirche im Unterschied von Meyers Häresie (s. d.) die Lostrennung vom Gemeinschaftsverband der Kirche mit grundsätzlicher Gehorsamsweigerung gegenüber ihrem Haupte, die das Ausscheiden aus der »alleinseligmachenden Meyers Kirche« (s. d.) bedeutet. Auch die infolge der Ausstellung oder Wahl mehrerer Päpste entstandenen Spaltungen werden als Schismen bezeichnet, z. B. das große S. von 13781417. In der Musik der kleinste bei der mathematischen Tonbestimmung in Betracht kommende Wert, der des Intervalls c: his (= 32,805: 32,768).
 
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Schismatiker, Anhänger einer durch ein Meyers Schisma (s. d.) hervorgerufenen Kirchenpartei.
 
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Schistoskop (griech.), von Brücke angegebener Apparat zur Erzeugung komplementärer Farben, besteht aus einer dichroskopischen Lupe, durch die eine Gipsplatte im polarisierten Licht betrachtet wird. Um verschiedene Paare von Komplementärfarben zu erhalten, werden Gipsplatten von verschiedener Dicke angewandt.
 
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Schistostega, s. Meyers Leuchten der Pflanzen.

 

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