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Schirmpflanzen bis Schirrmacher (Bd. 6, Sp. 811 bis 812)
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Artikelverweis Schirmpflanzen, s. Umbelliferen.
 
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Schirmquallen, s. Meyers Medusen.
 
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Schirmschlag (Schirmschlagbetrieb), forstlicher Verjüngungsbetrieb, bei dem die Holznachzucht unter dem Schirme eines gelichteten Holzbestandes erfolgt. Man unterscheidet Samenschirmschläge (Samenschlagbetrieb, s. d.) und Anbauschirmschläge. Bei den erstern vollzieht sich die Verjüngung durch den Samenabfall des Schirmbestandes, bei den letztern durch Anbau mittels Saat oder Pflanzung.
 
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Schirmstoffe, seidene, halbseidene oder Baumwollgewebe, verschieden benannt, als Austria, Gloria, Herkules, Nova, Satin de chin, Zanella u. dgl.
 
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Schirmvogel (Stiervogel, Regenschirmvogel, Cephalopterus ornatus Geoffr.), Sperlingsvogel aus der Familie der Schwätzer (Cotingidae), 51 cm lang, mit 18 cm langem Schwanz, starkem helmförmigen, aufrichtbarem Federbusch auf dem Kopf und rundem, befiedertem Hautlappen am Unterhals, ist ziemlich gleichmäßig schwarz. Er bewohnt die Ostabhänge der Kordilleren Perus, südwärts bis Chile, nordwärts bis zum Rio Negro, lebt in kleinern Gesellschaften in den Baumwipfeln und nährt sich von Früchten und Kerbtieren. Seine Stimme gleicht dem fernen Brüllen eines Stieres. Das Nest steht auf der Spitze der höchsten Bäume, und das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern.
 
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Schirmvogt, Schutzherr, Meyers Kirchenvogt (s. d.).
 
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Schirmwirkung, der Schutz, den eine zur Erde abgeleitete leitende Platte gegen elektrische Influenz bietet, sowie der Schutz einer starken Eisenplatte gegen magnetische Influenz, z. B. beim Panzergalvanometer (s. Meyers Galvanometer, S. 306).
 
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Schirokko (ital. scirocco, fälschlich Sirokko), im Mittelmeer allgemein der Süd- oder Südostwind, dann speziell ein vorzugsweise in Italien wehender, ungewöhnlich warmer südlicher Wind. Im allgemeinen

[Bd. 6, Sp. 812]


ist der S. ein feuchter, schwüler, regenbringender Wind, wie er an der Ostseite eines barometrischen Minimums überhaupt auftritt. Der S. ist der charakteristische Wind der Regenzeit des Mittelmeergebiets, also des Winterhalbjahrs. Ein andrer S. in Sizilien und zum Teil in Süditalien (sowie der Leveche Spaniens) ist heiß, sehr trocken, heftig und staubführend. Die Luft ist dabei dunstig, der Himmel gelblich bis bleifarben, Menschen und Tiere leiden an Mattigkeit und Unlust zu jeder Tätigkeit. Kein Monat ist frei von ihm, und im Juli tritt er mit denselben charakteristischen Eigenschaften auf wie im Januar. Am häufigsten ist er im Frühling und kommt aus Südosten bis Südwesten. Regen bringt dieser S. nur ausnahmsweise. Zuweilen schlägt sich bei ihm ein seiner, rötlicher Staub nieder, der aus der Sahara und dem Sudân stammt (s. Meyers Staubregen).
 
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Schirren, Karl Christian Gerhard, deutscher Geschichtsforscher, geb. 20. Nov. 1826 in Riga, studierte in Dorpat, habilitierte sich 1856 daselbst und ward 1858 Professor der Geschichte, kämpfte seit 1863 im »Dorpater Tageblatt« für die deutschen Landesrechte gegen die Russifizierung, verlor 1869 wegen seiner »Livländischen Antwort« (Leipz. 1869) sein Amt, siedelte nach Deutschland über und ward 1874 Professor der neuern Geschichte in Kiel. 1907 trat er vom Lehramt zurück. Er schrieb außer seiner Dissertation über Jordanes und Kassiodor (Dorp. 1858): »Quellen zur Geschichte des Untergangs livländischer Selbständigkeit« (Reval 186181, 8 Bde.; »Neue Quellen«, das. 188386, Bd. 13); »Die Rezesse der livländischen Landtage 16811711« (Dorp. 1865); »Die Kapitulationen der livländischen Ritter- und Landschaft« (das. 1865); »Beiträge zur Kritik älterer holsteinischer Geschichtsquellen« (Kiel 1876) u. a.
 
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Schirrholz, s. Meyers Sattelholz.
 
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Schirrmacher, Friedrich Wilhelm, deutscher Geschichtsforscher, geb. 28. April 1824 in Danzig, gest. 19. Juni 1904 in Rostock, studierte in Berlin und Bonn, war 184954 Lehrer am Friedrichswerderschen Gymnasium in Berlin, danach Professor der Geschichte an der Ritterakademie in Liegnitz und seit 1866 an der Universität Rostock, seit 1896 auch Oberbibliothekar daselbst. Er schrieb: »Kaiser Friedrich II.« (Götting. 185965, 4 Bde.), »Die letzten Hohenstaufen« (das. 1871), »Albert von Possemünster, genannt der Böhme« (Weim. 1871), »Die Entstehung des Kurfürstenkollegiums« (Berl. 1873), »Johann Albrecht I., Herzog von Mecklenburg« (Wism. 1885, 2 Tle.), »Geschichte von Spanien 11081516« (als Bd. 47 des Werks von Lembke u. Schäfer, Gotha 18811902) und gab heraus: »Urkundenbuch der Stadt Liegnitz« (Liegn. 1866), »Beiträge zur Geschichte Mecklenburgs, vornehmlich im 13. Jahrhundert« (Rost. 187275, 2 Bde.), »Briefe und Akten zur Geschichte des Religionsgesprächs zu Marburg 1529 und des Reichstags zu Augsburg 1530« (Gotha 1876).

 

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