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Schirmglas bis Schirokko (Bd. 6, Sp. 811)
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Artikelverweis Schirmglas, von Zsigmondy angegebenes durchsichtiges, bläulichgrünes Glas mit einem Gehalt an Cisenoxdul, läßt 8090mal weniger dunkle Wärmestrahlen durch als weißes Spiegelglas von gleicher Stärke und eignet sich deshalb zu Ofen- und Lampenschirmen, Schutzbrillen, Dachziegeln, Deckglas für Treibhäuser etc.
 
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Schirmlaffeten, Mittelpivotlaffeten (s. Laffete, S. 39), die gegen Feuer von vorn, oben und von der Seite durch Schutzschirm gedeckt sind;vgl. Panzerschilde.
 
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Schirmpalme, s. Meyers Corypha.
 
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Schirmpflanzen, s. Umbelliferen.
 
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Schirmquallen, s. Meyers Medusen.
 
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Schirmschlag (Schirmschlagbetrieb), forstlicher Verjüngungsbetrieb, bei dem die Holznachzucht unter dem Schirme eines gelichteten Holzbestandes erfolgt. Man unterscheidet Samenschirmschläge (Samenschlagbetrieb, s. d.) und Anbauschirmschläge. Bei den erstern vollzieht sich die Verjüngung durch den Samenabfall des Schirmbestandes, bei den letztern durch Anbau mittels Saat oder Pflanzung.
 
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Schirmstoffe, seidene, halbseidene oder Baumwollgewebe, verschieden benannt, als Austria, Gloria, Herkules, Nova, Satin de chin, Zanella u. dgl.
 
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Schirmvogel (Stiervogel, Regenschirmvogel, Cephalopterus ornatus Geoffr.), Sperlingsvogel aus der Familie der Schwätzer (Cotingidae), 51 cm lang, mit 18 cm langem Schwanz, starkem helmförmigen, aufrichtbarem Federbusch auf dem Kopf und rundem, befiedertem Hautlappen am Unterhals, ist ziemlich gleichmäßig schwarz. Er bewohnt die Ostabhänge der Kordilleren Perus, südwärts bis Chile, nordwärts bis zum Rio Negro, lebt in kleinern Gesellschaften in den Baumwipfeln und nährt sich von Früchten und Kerbtieren. Seine Stimme gleicht dem fernen Brüllen eines Stieres. Das Nest steht auf der Spitze der höchsten Bäume, und das Gelege besteht aus zwei weißen Eiern.
 
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Schirmvogt, Schutzherr, Meyers Kirchenvogt (s. d.).
 
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Schirmwirkung, der Schutz, den eine zur Erde abgeleitete leitende Platte gegen elektrische Influenz bietet, sowie der Schutz einer starken Eisenplatte gegen magnetische Influenz, z. B. beim Panzergalvanometer (s. Meyers Galvanometer, S. 306).
 
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Schirokko (ital. scirocco, fälschlich Sirokko), im Mittelmeer allgemein der Süd- oder Südostwind, dann speziell ein vorzugsweise in Italien wehender, ungewöhnlich warmer südlicher Wind. Im allgemeinen

[Bd. 6, Sp. 812]


ist der S. ein feuchter, schwüler, regenbringender Wind, wie er an der Ostseite eines barometrischen Minimums überhaupt auftritt. Der S. ist der charakteristische Wind der Regenzeit des Mittelmeergebiets, also des Winterhalbjahrs. Ein andrer S. in Sizilien und zum Teil in Süditalien (sowie der Leveche Spaniens) ist heiß, sehr trocken, heftig und staubführend. Die Luft ist dabei dunstig, der Himmel gelblich bis bleifarben, Menschen und Tiere leiden an Mattigkeit und Unlust zu jeder Tätigkeit. Kein Monat ist frei von ihm, und im Juli tritt er mit denselben charakteristischen Eigenschaften auf wie im Januar. Am häufigsten ist er im Frühling und kommt aus Südosten bis Südwesten. Regen bringt dieser S. nur ausnahmsweise. Zuweilen schlägt sich bei ihm ein seiner, rötlicher Staub nieder, der aus der Sahara und dem Sudân stammt (s. Meyers Staubregen).

 

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