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Schirmbaum bis Schirmschlag (Bd. 6, Sp. 811)
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Artikelverweis Schirmbaum, s. Magnolia.
 
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Schirmbrett, in der Heraldik ein rundes oder fächerförmiges, auch ein sechs- und mehreckiges Helmkleinod, dessen Kanten oder Ecken meist mit Quasten, Kugeln oder Federn besetzt waren. Auf dem Schirmbrett wiederholt sich gewöhnlich das Schildbild in Figur und Farbe.
 
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Schirmbüchse, s. Meyers Tarrasbüchsen.
 
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Schirmeck, Stadt und Kantonshauptort im deutschen Bezirk Unterelsaß, Kreis Molsheim, im Steinatal, an der Breusch und der Eisenbahn Straßburg-Saales, 312 m ü. M., hat eine kath. Kirche, Amtsgericht, Hauptzollamt, Oberförsterei, mechanische Spinnerei und Weberei, Deckenfabrikation, einen großen Steinbruch, eine Dampfsägemühle, Holzhandel und (1905) 1690 meist kath. Einwohner. Nordwestlich der Meyers Donon (s. d.).
 
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Schirmer, 1) August Wilhelm Ferdinand, Maler, geb. 6. Mai 1802 in Berlin, gest. 8. Juni 1866 auf einer Studienreise in Nyon am Genfer See, begann seine Laufbahn als Blumenmaler und Schüler Völkers und ward bei der königlichen Porzellanmanufaktur beschäftigt. Dies Verhältnis löste er 1823, widmete sich dann der Landschaftsmalerei, verweilte 1827 bis 1831 in Italien, wo ihn Koch, Reinhart und der Engländer Turner beeinflußten, und ließ sich nach der Rückkehr in Berlin nieder, wo er 1839 Lehrer der Landschaftsmalerei an der Akademie und 1843 Professor wurde. Er behandelte vorzugsweise die südliche, namentlich die italienische Natur; besonders wußte er durch Luft- und Lichtwirkungen eine seine, poetische Stimmung hervorzurufen. Neben Ölgemälden (Tassos Haus in Sorrento, italienischer Park und Strand bei Neapel, in der Berliner Nationalgalerie) hat er auch monumentale Landschaftsbilder an den Wänden des ägyptischen Hofes und des griechischen Saales im Neuen Museum zu Berlin in Stereochromie ausgeführt.
   2) Johann Wilhelm, Maler, geb. 5. Sept. 1807 in Jülich, gest. 11. Sept. 1863 in Karlsruhe, besuchte seit 1826 die Akademie zu Düsseldorf und bildete sich unter dem Einfluß Lessings und auf Reisen nach der Mosel, dem Schwarzwald, der Schweiz etc. zum Landschaftsmaler aus. 1834 wurde er Hilfslehrer, 1839 Professor an der Akademie. Infolge einer von ihm 1838 nach der Normandie unternommenen Reise verließ er die von ihm zuerst eingeschlagene, mehr zeichnerische Richtung und legte das Gewicht auf Farbe und Tonwirkung, wie die Werke: Herbstlandschaft, das Wetterhorn, die Jungfrau in der Schweiz, die Bergstraße dartun. Von seiner 1840 angetretenen italienischen Reise datiert ein neuer Umschwung, der ihn schließlich zur stilisierenden Richtung führte. Von seinen etwa 300 Ölgemälden sind die hervorragendsten: Grotte der Egeria, im städtischen Museum zu Leipzig; italienische Landschaft mit Pilgern, in der Kunsthalle zu Düsseldorf; Schweizerlandschaft, im Museum zu Christiania. Seine berühmtesten Werke entstanden in den letzten Jahren seines Lebens: die biblischen Landschaften in 26 Kohlezeichnungen (1855 bis 1856, Kunsthalle in Düsseldorf); vier Bilder zur Geschichte des barmherzigen Samariters (185657, Kunsthalle in Karlsruhe) und die Geschichte Abrahams in 12 Ölgemälden (185962, Berliner Nationalgalerie). 1853 zum Professor, 1854 zum Direktor an der Kunstschule in Karlsruhe ernannt, brachte er sie in kurzem zu gedeihlichem Aufschwung.
 
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Schirmglas, von Zsigmondy angegebenes durchsichtiges, bläulichgrünes Glas mit einem Gehalt an Cisenoxdul, läßt 8090mal weniger dunkle Wärmestrahlen durch als weißes Spiegelglas von gleicher Stärke und eignet sich deshalb zu Ofen- und Lampenschirmen, Schutzbrillen, Dachziegeln, Deckglas für Treibhäuser etc.
 
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Schirmlaffeten, Mittelpivotlaffeten (s. Laffete, S. 39), die gegen Feuer von vorn, oben und von der Seite durch Schutzschirm gedeckt sind;vgl. Panzerschilde.
 
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Schirmpalme, s. Meyers Corypha.
 
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Schirmpflanzen, s. Umbelliferen.
 
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Schirmquallen, s. Meyers Medusen.
 
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Schirmschlag (Schirmschlagbetrieb), forstlicher Verjüngungsbetrieb, bei dem die Holznachzucht unter dem Schirme eines gelichteten Holzbestandes erfolgt. Man unterscheidet Samenschirmschläge (Samenschlagbetrieb, s. d.) und Anbauschirmschläge. Bei den erstern vollzieht sich die Verjüngung durch den Samenabfall des Schirmbestandes, bei den letztern durch Anbau mittels Saat oder Pflanzung.

 

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