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Schildmauer bis Schildzapfen (Bd. 6, Sp. 794)
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Artikelverweis Schildmauer, s. Meyers Schild, S. 789. Bei Burgen ein besonderer Deckungs- und Verteidigungsbau, bestehend aus einer bis 25 m hohen, 2,5 bis mehr als 4 m starken Mauer mit Wehrplatte und öfter mit Türmen verbunden.
 
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Schildotter (Schildviper), s. Meyers Brillenschlange.
 
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Schildpatt (Schildpadd, Schildkrot), die hornartigen, aus verdickter Epidermis bestehenden obern Platten des Rückenschildes mehrerer Seeschildkröten, besonders der Chelonia imbricata, die durch Erhitzen von dem Rückenschild abgelöst werden. Das S. ist 36,5 mm dick; ein ausgewachsenes Tier liefert davon höchstens 4 kg und zwar 13 Blätter, von denen 8 ganz flach und die 4 größten etwa 48 cm lang sind. S. ist halbdurchsichtig, heller oder dunkler gelb, meist mit braunen Flecken und Zeichnungen, es ist in der Kälte spröde, aber biegsamer und dichter als Horn, auch dauerhafter und nicht abblätternd (wie Horn), es läßt sich in der Wärme erweichen und zusammenschmelzen und nimmt schönere Politur an als Horn; das blasse S. vom Bauchschild wird zwar auch benutzt, hat aber nur geringen Wert. Das beste, schwarzgelb geflammte S. kommt von den ostindischen Inseln, sehr viel liefert auch das Rote Meer, rotfleckiges Westindien und Südamerika. Man benutzt S. zu Kämmen, Haarnadeln, Dosen, allerhand Galanteriewaren, Furnierblättern, Fächerstäben, Knöpfen etc. Aus mehreren Stücken zusammengesetzte Gegenstände zerbrechen leicht, wenn sie auf die Erde fallen, aus nur einem Stück bestehende nicht. Durch Färben und Beizen von Hornplatten, Zelluloid und Gelatinefolien stellt man Surrogate des Schildpatts (künstliches S.) her. Vgl. Andés, Verarbeitung des Horns, Schildpatts etc. (Wien 1885).
 
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Schildpattinseln, Inselgruppe an der Ostküste von Celebes, s. Meyers Tukanginseln.
 
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Schild Sobieskis, Sternbild, s. Sobieskis Schild.
 
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Schildviper, s. Meyers Brillenschlange.
 
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Schildwache, soviel wie Wachtposten, d. h. Posten im Garnisonwachtdienst und in dem diesem gleichgestellten innern Wachtdienst bei der Unterkunft im Felde. Als Posten sind nur Mannschaften anzusehen, die im Garnisonwachtanzug mit der Verpflichtung, die Waffe nicht aus der Hand zu legen, auf einen begrenzten Posten (Postenbezirk) angewiesen sind; auf Stallwachen findet demnach der Begriff keine Anwendung. Verhalten, Pflichten und Rechte der Schildwachen regelt die Garnisondienstvorschrift vom 15. März 1902. Aus ihr ist insbes. zu entnehmen, daß die Wachtposten, gleich den Wachen und Patrouillen, befugt sind zum Einschreiten behufs Aufrechthalten der öffentlichen Ruhe und Ordnung. Die hierbei etwa erforderliche Festnahme einer Militär- oder Zivilperson erfolgt teils aus eigner Machtvollkommenheit des Postens, teils auf Befehl eines Wachtvorgesetzten, eines Gerichts oder auf Antrag der Polizeibehörde, Polizeibeamten, Gendarmen etc.; dem Ansuchen von Privatpersonen kann nur ausnahmsweise, z. B. wenn Polizei nicht zur Stelle oder nicht herbeizuholen ist, entsprochen werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist bei diesem Einschreiten der Waffengebrauch zulässig, bez. geboten; dabei darf die Schußwaffe erst dann angewendet werden, wenn die andern Waffen unzureichend erscheinen. Die jetzt nicht mehr sehr gebräuchliche Bezeichnung stammt aus früherer Zeit, als der vor jedem Wachtlokal im Freien befindliche Posten (jetzt »Posten vor dem Gewehr«) auch die dort aufgehängten Schilde zu bewachen hatte.
 
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Schildwächter, in der Heraldik, s. Meyers Schildhalter.
 
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Schildwanzen, s. Meyers Wanzen.
 
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Schildwurf, s. Meyers Gürteltier.
 
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Schildzapfen, s. Meyers Geschütz, S. 692.

 

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