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Schilderbent bis Schildhalter (Bd. 6, Sp. 790)
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Artikelverweis Schilderbent, Vereinigung niederländ. Maler, die aus Raffaels Zeit herrühren soll und namentlich im 16. Jahrh. in Rom blühte. Ursprünglich war sie zum Zwecke gegenseitiger Förderung in Kunst und Leben geschlossen worden. Der Versammlungsort war ein Gasthaus in der Nähe der Bäder des Diokletian. Jedes Mitglied erhielt einen Bentnamen unter allerlei absonderlichen Taufzeremonien. Nachdem die Zusammenkünfte schon geraume Zeit in wilde Bacchanalien ausgeartet waren, machte Papst Clemens XI. dem Verein 1720 durch strenges Verbot ein Ende.
 
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Schilderblau, s. Meyers Kastenblau.
 
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Schilderhaus, enges Häuschen zum Schutz der Schildwache (Posten) bei schlechtem Wetter.
 
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Schildesche, Dorf im preuß. Regbez. Minden, Landkreis Bielefeld, an der Aa, Knotenpunkt der Kleinbahnlinien Bielefeld-Enger und S.-Werther i. W., hat eine evangelische und eine kath. Kirche, eine Präparandenanstalt, ein Rettungshaus, bedeutende Leinweberei, ein Elektrizitätswerk, Leinwand-, Wurst- und Schinkenhandel und (1905) 7665 meist evang. Einwohner. Dabei die Bauerschaft S. mit 2892 Ein w. und in der Nähe ein Eisenbahnviadukt über das Tal der Aa mit 28 Bogen.
 
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Schildesfuß und Schildeshaupt, in der Heraldik, s. Meyers Heroldsfiguren.
 
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Schildfarn, s. Aspidium.
 
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Schildfisch, s. Meyers Schiffshalter.
 
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Schildflechte, s. Parmelia und Peltigera.
 
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Schildförmig, s. Tafel Meyers »Blattformen I«, Fig. 6.
 
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Schildgroschen (Landsberger), Groschen der Markgrafen von Meißen im 15. Jahrh., von achtlötigem Silber mit Schild und meißnischem Löwen im Gepräge, 92 auf die Mark.
 
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Schildhalter (früher zuweilen auch Wappenknechte genannt), hinter, neben oder unter dem Schild befindliche Menschen- und Tiergestalten, die auf einem Boden, auf Zweigen, Konsolen u. dgl. zu stehen pflegen und den Schild halten. Die S., die schon im 13. Jahrh. vorkommen, waren ursprünglich nicht erblich; jeder einzelne konnte sie nach Willkür annehmen. Dies ist im Grund auch heute noch der Fall, obgleich man seit Mitte des 17. Jahrh. begonnen hat, sie diplommäßig und erblich zu verleihen. Auch eine Reihe landesherrlicher Wappen haben bestimmte S., die durch Verordnungen ein für allemal festgesetzt sind. Wird der Schild von den Schildhaltern nicht angefaßt, so nennt man die Figuren Schildwächter. S. Tafel Meyers »Heraldik«, Fig. 10 u. 12.

 

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